Lacoste: Vorstandswechsel wider Willen



Das französische Sportswear-Label Lacoste wird in nunmehr dritter Generation in Familienhand geführt. Am Montag wurde Sophie Lacoste Dournel auf der Generalversammlung zur neuen Vorstandschefin der Lacoste SA gewählt. Sie ist die Tochter von Michel Lacoste, der den Vorsitz bis jetzt inne hatte. Der 69-Jährige wurde gezwungen den Posten an seine Tochter abzugeben.
Wunschkandidatin ihres Vaters war Sophie Lacoste Dournel nämlich nicht. Er hatte, wenn überhaupt, seine Nichte Béryl Lacoste-Hamilton bevorzugt. Denn die 56-Jährige hat erfolgreich die Lizensierung der Lacoste-Produkte vorangetrieben. Nichtsdestotrotz konnte sich Lacoste Dournel gegen ihre Cousine mit 6 von 11 Stimmen durchsetzen. Die 36-Jährige ist zwar seit 2005 Mitglied des Verwaltungsrates und Vorstandsmitglied der Lacoste-Stifung, über betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt sie allerdings nicht. Ihre wahre Leidenschaft gilt der Schauspielerei und dem Theater - und (immerhin:) Covernance Themen.
Lacoste ist zu 65% noch in Familienhand. Das Unternehmen besitzt die Markenrechte an der Krokodil-Marke und erlöst den Umsatz durch Lizenzeinnahmen mit sieben Partnern. Der wichtigste davon ist Devanlay, der selbst 35% an Lacoste hält, und rund 60% zum Umsatz beiträgt. 2011 betrug der Lacoste-Umsatz 1,6 Mrd. Euro.
 

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