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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
24.03.2022
Lesedauer
5 Minuten
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Lanvin Group will zum Luxus-Giganten aufsteigen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
24.03.2022

Lanvin Group will in der Riege der Großen mitspielen und ist überzeugt, optimal aufgestellt zu sein, um zum nächsten Luxus-Giganten aufzusteigen. Das ist das Ziel der chinesischen Gruppe, zu der bereits fünf renommierte Modehäuser zählen, darunter Lanvin und Sergio Rossi. Weiter plant der Konzern im laufenden Jahr seinen Börsengang an der New Yorker Börse. An einer Videokonferenz betonte die Geschäftsleitung, dass Lanvin Group "der erste und einzige weltweit agierende Luxuskonzern mit Sitz in China, in Schanghai, ist und über einen beispiellosen Zugang zum weltweit bedeutendsten und wachstumsstärksten Markt der Branche verfügt".


Ein Entwurf von Lanvin für die Herbst-/Wintersaison 2022/2023 - Lanvin Group


"Wir sind ein junger Konzern, ein aufstrebender Leader im Luxusmarkt, und verfügen über ein starkes Wachstumspotenzial. Der chinesische Luxusmarkt ist sehr vielversprechend und dürfte in den kommenden fünf Jahren um 27 Prozent wachsen. Somit sind wir sehr gut positioniert", betont der geschäftsführende Präsident des Unternehmens, David Chan. Weiter verweist er darauf, dass Lanvin Group auf den chinesischen Plattformen noch wenig präsent ist und nur wenige eigene Stores betreibt.

"Wir haben mit unserer Retail-Entwicklung gerade erst begonnen. Das Haus Lanvin zum Beispiel verfügt nur über 27 Verkaufsstellen, wo Luxusmarken üblicherweise rund 300 bis 400 Stores führen", erklärt er weiter. Insgesamt überblickt der Konzern 300 Verkaufsstellen weltweit und ist bei 1200 Multibrand-Händlern vertreten. Der Spielraum für das chinesische Unternehmen ist somit bedeutend. Das Angebot und die Präsenz sollen auf allen Vertriebskanälen ausgebaut werden.

Lanvin Group ist in 80 Ländern aktiv und beschäftigt 3600 Angestellte. Der aktuell auf EUR 333 Millionen bezifferte Umsatz soll bis 2025 auf 989 Millionen verdreifacht werden, was einem Anstieg um 31 Prozent in fünf Jahren entspricht. Dies soll im Onlinehandel zu einer Zunahme um 40 Prozent und im Einzelhandel um 43 Prozent führen. Die Entwicklung im Einzelhandel stützt sich auf die Eröffnung von 200 neuen direkt betriebenen Stores, die Hälfte davon in China.

Das Unternehmen rechnet aufgrund "der bemerkenswerten Leistungen in unseren Stores im Jahr 2021" sowie bedeutenden Investitionen zur Verbesserung der Rentabilität mit einer starken Expansion im Einzelhandel und einem Boom im Onlinehandel. Die Gruppe wirtschaftet seit 2019 verlustbringend, doch im vergangenen Jahr konnte der Verlust geschmälert werden. Für 2021 entstand ein Betriebsdefizit (EBITDA) von 79 Millionen Euro (das bereinigte EBITDA beläuft sich unter Berücksichtigung des Beitrags des 2021 übernommenen Labels Sergio Rossi auf ein Minus von 85 Millionen Euro). Das Unternehmen geht von einer Wiederherstellung der Rentabilität im Jahr 2024 aus.

Der Umsatz im Großraum China macht aktuell nur rund 14 Prozent des Gesamtergebnisses aus, doch dürfte sich der Umsatz bis 2025 verfünffachen (+56 Prozent) und einen Anteil von 28 Prozent erreichen. Der wichtigste Absatzmarkt des Unternehmens ist Europa (48 Prozent), darauf folgt Nordamerika (33 Prozent). "Wir wollen das Wachstum für alle unsere Marken in allen Märkten beschleunigen. Nicht nur in China, sondern auch in ganz Asien, besonders in Japan, sowie in den USA", erklärte CEO Joann Cheng und verwies auf das Konzept des Ökosystems, das dieser Entwicklung des Konzerns zugrunde liegt.

Das Unternehmen verfügt über sechs Produktionsstandorte und nahm vor Kurzem einen neuen kreativen Standort mit einem internen Designstudio in Betrieb. Dieses wird über ein kreatives Labor in Mailand und die Beiträge von Designern in China und Europa ergänzt.

Dieses Ökosystem stützt sich auch auf strategische Partnerschaften mit Fachspezialisten, die jeweils in einem Schlüsselbereich zum bevorzugten Partner aller Marken der Gruppe werden: Baozun ist der globale E-Commerce-Partner der Konzernmarken in China, Activation Group ist der chinesische Performance Marketing-Partner, dazu kommen die chinesischen Einkaufszentren K11, der chinesische Bekleidungshersteller Neo-Concept Group, der Sportschuhproduzent Stella International und der japanische Händler Itochu. Zu diesem Universum zählt auch die in Asien und den USA ansässige Investmentverwaltungsgesellschaft Primavera, die Lanvin Group beim Börsengang in New York begleitet.


Oben rechts Max Chen, Partner bei Primavera, mit den Geschäftsführern von Lanvin Group, David Chan, Joann Cheng und CFO Shang Koo - DR


Der Konzern, der bis Oktober 2021 unter dem Namen Fosun Fashion Group firmierte, ist der Mode- und Luxuszweig des 1992 gegründeten chinesischen Handelsriesen Fosun International mit einem Umsatz von 17,1 Milliarden Euro. Seit 2017 ist der Konzern unabhängig, doch Fosun begann bereits ab 2013, Anteile an spezifischen Marken zu übernehmen, so der hochwertige italienische Menswearproduzent Caruso, der heute zu 100 Prozent von Lanvin Group kontrolliert wird und die amerikanische Strickwarenmarke St. John, an der der Konzern einen Anteil von 94,6 Prozent hält.

Das Pariser Label Lanvin zählt zu den fünf wichtigsten Marken im Portfolio und wurde 2018 zu 87,4 Prozent übernommen, wie auch der österreichische Strumpfhersteller Wolford (58,5 Prozent). Die italienische Schuhmarke Sergio Rossi (99 Prozent) ist seit Ende 2021 Teil des Konzerns. Weiter umfasst das Portfolio das deutsche Label Tom Tailor, das überraschenderweise weder auf der Website des Unternehmens noch in ihrer Kommunikation erwähnt wird.

Lanvin Group will weiterhin "organisch und durch weitere Übernahmen, eine oder zwei pro Jahr, wachsen". Für 2022 seien bereits zwei Akquisitionen in Vorbereitung. Die Geschäftsführer, die ein vorsichtiges Wachstumsprofil beibehalten wollen, seien für verschiedenste Übernahmen offen. "Es kann sich um neue Designermarken handeln, die für den Markt attraktiv sind und hinsichtlich der Produktion und der Stoffe ein vorgelagerter Wertschöpfungspartner sind oder um Marken, die im Bereich Accessoires oder Lederwaren aktiv sind. Aber es können auch Unternehmen sein, die in der digitalen Infrastruktur oder im E-Commerce tätig sind", sagte David Chan. Das Unternehmen fördert weiter ein "Inkubator-Projekt für Investitionen in schnellwachsende Start-ups, die sich durch ihre Kreativität, Digitalisierung oder nachhaltigen und intelligenten Versorgungsketten auszeichnen". Dieser Fonds wird mit 20 Millionen Dollar ausgestattet.

Wolford bildet das umsatzstärkste Glied des Konzerns, mit 111,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2021 (+28 Prozent), 262 Monobrand-Verkaufsstellen, 176 davon direkt verwaltet, und 3400 Multibrand-Kunden. Der Online-Umsatz des Labels verbesserte sich um 63 Prozent, während das Geschäft im Großraum China um ganze 91 Prozent und in den USA um 50 Prozent zulegte.

Das größte Wachstumspotenzial ortet der Konzern jedoch bei Lanvin, die Marke soll zum treibenden Motor des Konzerns heranwachsen. Mit 34 Stores und 260 Handelspartnern ist es dem Pariser Modehaus gelungen, seinen Umsatz 2021 fast zu verdoppeln, von 32,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 66 Millionen Euro im vergangenen Jahr (+107 Prozent). Der Online-Umsatz wurde um den Faktor 5,7 multipliziert. Der Absatz in Nordamerika nahm um 283 Prozent zu, in China betrug der Anstieg 144 Prozent. Bis 2025 visiert der Konzern einen Umsatz von 264 Millionen Euro an, getragen durch eine positive Entwicklung im Einzelhandel, aber auch im Groß- und Onlinehandel sowie in der Kosmetiksparte.

Sergio Rossi verfügt über 50 Stores und wird von 262 Händlern angeboten. 2020 erzielte die Marke einen Umsatz von 47,9 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es 56,7 Millionen Euro. Bis 2025 rechnet Lanvin Group für Sergio Rossi mit einem Umsatz von mehr als 130 Millionen Euro. St. Johns wird in 130 Verkaufsstellen geführt, 47 davon direkt verwaltet. Der Umsatz belief sich 2021 auf 74,5 Millionen Euro (+12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Laut Konzernprognosen dürfte dieser Wert in den kommenden fünf Jahren auf 189,7 Millionen Euro ansteigen. Die Marke Caruso wird von 160 Handelspartnern angeboten, einschließlich in Shop-in-Shops.

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