Lenzing erzielt 2017 bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Für die Lenzing Gruppe war 2017 das bisher beste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte. Maßgeblich dafür sei ein besserer Produktmix und höhere Verkaufspreise in Kombination mit einem allgemein günstigen Marktumfeld, heißt es seitens des österreichischen Faser-Spezialisten.

Fasern aus dem Hause des österreichischen Unternehmens - Lenzing

Die Umsätze stiegen demnach im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,13 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg  dabei um 17,3 Prozent auf 502,5 Millionen Euro (Vorjahr: 428,3 Milionen Euro.).

"Mit der Eröffnung eines Applikations- und Innovationscenters in Hongkong sowie eines neuen Vertriebs- und Marketingbüros in der Türkei haben wir unser Bekenntnis zu Innovation und Kundennähe untermauert. Wir wollen unser Anliegen, die Textil- und Vliesstoff-Branche nachhaltiger zu machen, stärker betonen", sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe, im Rahmen der Veröffentlichung des Jahresberichtes in dieser Woche.

"Wir sind von unserer gewählten Strategie überzeugt, da sie uns in den kommenden Quartalen, in denen wir stärkeren Gegenwind erwarten, helfen wird, widerstandsfähiger zu sein", so Doboczky weiter.

Die Gruppe konnte 2017 eine Reihe nachhaltiger Innovationen auf den Markt bringen, die den eingeschlagenen Weg zu einem echten Spezialitätenanbieter mit Fokus auf sehr hochwertige botanische Materialien aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz untermauern sollen.

Nach Einführung der Lyocellfasern der Marke Tencel mit RefiBra-Technologie auf der Première Vision im Februar in Paris und nach dem Launch der Viscosefasern der Marke Lenzing Ecovero  im Mai wurden im Herbst die Lyocell-Filamente der Marke Tencel Luxe vorgestellt. 

CEO Stefan Doboczky will das Unternehmen mehr und mehr spezialisieren. - Lenzing

Lenzing hat sich eigenen Angaben zufolge zum Ziel gesetzt, den Anteil der Spezialfasern am Gesamtumsatz bis 2020 auf 50 Prozent des Umsatzes zu steigern.

Neben dem Kapazitätsausbau in Heiligenkreuz (Österreich), der im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen sein soll, und der Neuanlage in Mobile, Alabama (USA), mit Inbetriebnahme im Jahr 2019, will man außerdem die nächste hochmoderne Anlage zur Produktion von Lyocellfasern in Thailand zu errichten.

An den Fasermärkten sei mit einer weiterhin positiven, allerdings nach wie vor volatilen Entwicklung zu rechnen. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Baumwolle wird erwartet, dass trotz höherer Produktion die Preise auf dem jetzigen Niveau verharren und die Lagerbestände konstant bleiben. Die Polyesterfaserpreise sind nach Jahren historischer Tiefstpreise in den vergangenen Quartalen gestiegen.

Die starke Nachfrage im für Lenzing relevanten Marktsegment der holzbasierten Cellulosefasern halte demnach an. Nach Jahren geringerer Kapazitätsausbauten in der Viscoseindustrie sei davon auszugehen, dass im Jahr 2018 signifikante zusätzliche Volumina auf den Markt kommen.

Gepaart mit den veränderten Wechselkursen erwartet die Lenzing Gruppe für das Jahr 2018 ein Ergebnis, das unter den hervorragenden letzten beiden Jahren liegen wird.

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