Lenzing investiert eine Milliarde Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten

Der österreichische Faserhersteller Lenzing will in den kommenden Jahren über eine Milliarde Euro in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten investieren, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte. In einem ersten Schritt soll eine Produktionsstätte in Thailand errichtet werden. Kostenpunkt: 400 Millionen Euro.




Die vom Unternehmen hergestellten Zellulosefasern werden unter anderem in Textilien verwendet. Die Bauarbeiten der neuen Produktionsstätte, die sich 150 km östlich von Bangkok befindet, beginnen im Herbst. Die Anlage soll Ende 2021 betriebsfähig sein und über eine Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen verfügen.

Im September schob Lenzing einer geplanten Expansion in den USA den Riegel vor und verwies auf die durch den Handelskrieg zwischen China und den USA gestiegenen Zölle. Der Großteil der Produktionsstätten des Konzerns befindet sich in China. Das Unternehmen legte sein USD 322 Millionen schweres Projekt in Alabama still, um sich nun auf die Errichtung einer Produktionsanlage in Thailand zu konzentrieren.

"Die Expansion, die nun bewilligt wurde, unterstreicht Lenzings Engagement für die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks der Textilindustrie weltweit", erklärte CEO Stefan Doboczky.

Lenzing ist stark auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und fokussiert auf einen natürlichen Bestandteil von Holz: Zellulose. Die CO2-Emissionswerte von 2017 sollen bis 2030 halbiert und bis 2050 sollen die Nettoemissionen von CO2 gar auf null reduziert werden.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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