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Lenzing: Leichte Verluste durch schwieriges Marktumfeld

Veröffentlicht am
06.11.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Die Umsatzerlöse der Lenzing Gruppe entwickelten sich trotz der stark rückläufigen Preise für Standardviscose auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum und lagen bei 1,62 Milliarden Euro (minus 1,1 Prozent). Durch die weitere Optimierung des Produktmix und höhere Preise für Spezialfasern konnte der Rückgang aber großteils kompensiert werden, erklärt der österreichische Faser-Spezialist.

Lenzing verzeichnet leichte Verluste - Lenzing


"Lenzing ist mit ihrer strategischen Ausrichtung und ihrem starken Fokus auf Spezialfasern sehr gut aufgestellt. Das zeigt sich mehr denn je im aktuellen Marktumfeld mit verschärften Handelskonflikten und historisch niedrigen Preisen für Standardviscose. Die Unsicherheit ist in der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu spüren und führt zu einer deutlich gedämpften Nachfrage. Dank der Performance unserer Spezialitäten haben wir dennoch ein solides Ergebnis erzielen können", sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe.
 
Der Anteil der Spezialfasern an den Umsatzerlösen lag mit 49,8 Prozent deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres von 44,1 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging vor allem aufgrund des Marktumfeldes für Standardviscose um 8,1 Prozent auf 266,9 Millionen Euro zurück. Das führte zu einer niedrigeren EBITDA-Marge von 16,5 Prozent (nach 17,8 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres).

Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 19,3 Prozent auf 153,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag mit 9,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 11,6 Prozent. Das Periodenergebnis lag mit 112,9 Millionen Euro um 15,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 4,41 Euro (Vorjahreszeitraum: 5,06 Euro).
 
"Während die Gewinnsituation vieler Unternehmen in der textilen Wertschöpfungskette angespannt ist, sind wir dank unserer Spezialitätenstrategie weiterhin optimistisch und erwarten ein zufriedenstellendes Gesamtjahresergebnis", so Stefan Doboczky.
 
Lenzing setze durch den Ausbau der Produktion von Spezialfasern den Fokus auf stabiles und profitables Wachstum sowie eine Verbesserung des ökologischen Fußabdruckes der Textil- und Vliesstoffbranchen, erklärt das Unternehmen. Die Entscheidung, ein hochmodernes Lyocellwerk mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen in Prachinburi (Thailand) zu errichten, sei der nächste konsequente Schritt zur Erreichung dieses Ziels. Mit Wood Plc wählte Lenzing im 3. Quartal einen Generalunternehmer für die Leitung und Überwachung der technischen Umsetzung, des Einkaufs sowie des Bauvorhabens aus.
 
Im Berichtszeitraum wurde außerdem die Umstellung der Produktionskapazitäten von Standardviscose auf die Spezial-Viscosefasern der Marke "Lenzing Ecovero" vorangetrieben. Lenzing Ecovero Fasern würden dank ihres sehr guten ökologischen Fußabdruckes und ihrer wegweisenden Identifikationstechnologie sehr gut vom Markt angenommen werden.
 
Die Erhöhung der Eigenversorgung mit Faserzellstoff sei ein weiterer wesentlicher Schritt in der Umsetzung der sCore TEN Strategie. Lenzing und das brasilianische Unternehmen Duratex treiben den Bau einer Faserzellstofflinie mit einer Kapazität von etwa 450.000 Tonnen im Bundesstaat Minas Gerais (Brasilien) weiter voran.
 
Zudem wurde im 3. Quartal der Ausbau und die Modernisierung des Zellstoffwerks am Standort Lenzing fertiggestellt. Lenzing investierte dafür 60 Millionen Euro und steigert damit die Produktionskapazität für Faserzellstoff auf 320.000 Tonnen pro Jahr.
 
Die Lenzing Gruppe gehe auf Basis des oben genannten wirtschaftlichen Umfelds davon aus, dass das Ergebnis für 2019 leicht unter dem Niveau von 2018 liegen wird.

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