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Veröffentlicht am
05.05.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Lenzing meldet Umsatzwachstum von 25,7% im ersten Quartal

Veröffentlicht am
05.05.2022

Die Lenzing Gruppe konnte trotz der extremen Entwicklungen an den globalen Energie- und Rohstoffmärkten im ersten Quartal 2022 eine sehr solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung erzielen. Durch das überwiegend positive Marktumfeld und den strategischen Fokus auf Spezialfasern stiegen die Umsatzerlöse um 25,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 615 Millionen Euro.

Lenzing erzielt im ersten Quartal 2022 Umsatzerlöse von615 Millionen Euro - Lenzing


Der Anstieg sei primär auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern und höhere Faserpreise zurückzuführen, erklärt Lenzing. Der Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz liege derzeit bei 73,3 Prozent.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 88 Millionen Euro zurück. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 19,3 auf 14,3 Prozent. Das Periodenergebnis erhöhte sich um 14,3 Prozent auf 34,1 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 0,87 Euro (nach 1,06 Euro im ersten Quartal 2021).

"Strategisch bleiben wir mit der Eröffnung unseres Lyocellwerks in Thailand und der Inbetriebnahme des Zellstoffwerks in Brasilien voll auf Kurs, und darauf sind wir sehr stolz. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen und den Wandel von einem linearen zu einem Modell der Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben. Als Champion der Nachhaltigkeit wissen wir, dass die Textil- und Vliesstoffindustrien nicht so weitermachen können, wie sie im Moment agieren", sagt Stephan Sielaff, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe.

Lenzing will bis 2024 mehr als 75 Prozent des Faserumsatzes aus dem Geschäft mit holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern der Marken Tencel, Lenzing Ecovero und Veocel erzielen.

Mit der Eröffnung des Lyocellwerks in Thailand sowie den Investitionen in die bestehenden Produktionsstandorte in China und Indonesien wird Lenzing ihren Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz bereits bis 2023 auf deutlich über die angestrebten 75 Prozent steigern.

Der Umsetzung des Zellstoffprojekts in Brasilien sichere die Eigenversorgung mit Faserzellstoff ab und stärke damit auch das Spezialfaserwachstum im Sinne der Unternehmensstrategie sCore TEN, so das Unternehmen. Mit dem pünktlich erfolgten Start der Inbetriebnahme kann sich Lenzing, das 51 Prozent am Joint-Venture LD Celulose hält, über einen weiteren Meilenstein freuen. Die Phase des Hochfahrens der Anlage soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Für das Gesamtjahr 2022 geht der Faserspezialist davon aus, dass das EBITDA deutlich über dem Niveau von 2021 liegen wird.
 

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