Lenzing startet mit Umsatz- und Gewinnrückgängen ins neue Geschäftsjahr

Nach zwölf herausragenden Monaten 2017 ist die Lenzing Gruppe mit einem deutlichen Umsatzrückgang ins neue Geschäftsjahr 2018 gestartet. "Vor dem Hintergrund eines herausfordernden Marktumfeldes", wie der österreichische Faserproduzent betont, gingen die Umsätze im ersten Quartal um 6,1 Prozent auf 550,3 Millionen Euro zurück. Grund seien vor allem ungünstigere Währungsrelationen. An der Unternehmensstrategie "sCore TEN" werde man jedoch weiter festhalten, um das Angebot an Spezialfasern auszubauen sowie Kunden und Partner noch intensiver zu betreuen, heißt es seitens des Unternehmens.

Fasern aus dem Hause des österreichischen Unternehmens - Lenzing

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging vor allem aufgrund rückläufiger Preise für Standardviscose und steigender Kosten für Schlüsselrohstoffe um 24,8 Prozent auf 101,6 Millionen Euro zurück. 

"Nach dem Rekordjahr 2017 startete Lenzing mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen in das erwartet herausfordernde Geschäftsjahr 2018. Der Gegenwind von der Marktseite war im ersten Quartal deutlich spürbar. Vor diesem Hintergrund sind wir mit den soliden Zahlen zufrieden. Gleichzeitig treiben wir die Umsetzung unserer Unternehmensstrategie und die Erweiterung der Produktionskapazitäten für unsere Spezialfasern weiter voran", kommentiuert Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe, das Ergebnis.

Man sei von der gewählten Strategie überzeugt, da sie auch in den kommenden Quartalen helfen werde, widerstandsfähiger zu sein, so Doboczky.

Mit der Neupositionierung der Marke Tencel als Dachmarke für die textilen Anwendungen aller Spezialfasern im Rahmen der Première Vision in Paris habe für Lenzing im Februar 2018 eine neue Phase der Positionierung am Markt stattgefunden.

Der Faser-Spezialist habe sich für eine neue Markenstrategie entschieden, um das Unternehmens- und Produktprofil für Kunden und Partner entlang der Wertschöpfungskette sowie für Konsumenten als nachhaltiger Innovationsführer zu schärfen.

Die wichtigste Säule dieser neuen Markenstrategie sei eine Markenarchitektur mit Fokus auf weniger Marken und einer starken Botschaft an die Verbraucher. Mit dem neuen Auftritt der Unternehmensmarke Lenzing, die im März präsentiert wurde, bringt das Unternehmen gezielt seine Stärken zum Ausdruck.

An den Fasermärkten sei 2018 zudem mit einer weiterhin positiven, allerdings nach wie vor volatilen Entwicklung zu rechnen. Die steigende Nachfrage nach Baumwolle sollte die Preise trotz höherer Produktion unterstützen und für gleichbleibende Lagerbestände sorgen.

Polyesterfaserpreise seien nach dem Anstieg der vergangenen Jahre auf einem stabilen Niveau. Die starke Nachfrage im für Lenzing relevanten Marktsegment der holzbasierten Cellulosefasern halte an, zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. 

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