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Lenzing: Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal

Veröffentlicht am
06.05.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Der Umsatz der Lenzing Gruppe lag im ersten Quartal 2020 unter Vorjahresniveau. Jedoch habe sich das Unternehmen trotz äußerst schwierigen Marktumfeld mit erhöhtem Preis- und Mengendruck infolge der COVID-19-Krise gut geschlagen, wie das Unternehmen in seinem Quartalsbericht erklärt.

Lenzing verzeichnete im ersten Quartal 2020 Verluste - Lenzing


Grund dafür sei ein diversifiziertes Geschäftsmodell, das globale Produktions-, Vertriebs- und Marketingnetzwerk und die Umsetzung der Unternehmensstrategie sCore TEN. Zudem konnte der Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung teilweise kompensiert werden.
 
Die Umsatzerlöse gingen im ersten Quartal 2020 um 16,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 466,3 Millionen Euro zurück. Hauptursache war die Preisentwicklung bei Standardviscose (bedingt durch den starken Kapazitätsüberhang im Markt) und anderen Standardfasern.

Die Auswirkungen der COVID-19-Krise erhöhten den Preis- und Mengendruck weiter. Bis 31. März fielen die Preise für Standardviscose auf ein neues Allzeittief von RMB/to 9.150 – bis zu 33 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals.
 
Die vergleichsweise positive Entwicklung des Spezialfasergeschäftes und die etwas höhere Nachfrage nach Fasern für den Medizin- und Hygienebedarf konnten den Umsatzrückgang teilweise kompensieren. Der Anteil der Spezialfasern stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 47,3 Prozent auf 60,9 Prozent.
 
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich um 24,3 Prozent auf 69,6 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge ging von 16,4 Prozent auf 14,9 Prozent zurück. Das Periodenergebnis ging um 58,6 Prozent auf 17,7 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,84 Euro nach 1,65 Euro im ersten Quartal des Vorjahres.

Die Investitionen in immaterielle Anlagen, Sachanlagen und biologische Vermögenswerte (CAPEX) Lenzings haben sich im ersten Quartal 2020 auf 138,6 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Nachdem im Dezember die Entscheidung für die Errichtung des Zellstoffwerks in Brasilien mit einer Kapazität von 500.000 to getroffen worden war, beteiligte sich die Duratex-Gruppe im ersten Quartal 2020 vereinbarungsgemäß mit einem Anteil von 49 Prozent am gemeinsamen Joint-Venture LD Celulose. Lenzing hält 51 Prozent der Anteile.

Zudem verstärkte Lenzing im ersten Quartal die Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungsketten, um den aktuell erhöhten Bedarf an hochwertigen Hygiene- und Schutzartikeln zu decken. Lenzing AG und Palmers Textil AG gründeten Ende April die Hygiene Austria LP GmbH, an der die Lenzing AG 50,1 Prozent und die Palmers Textil AG 49,9 Prozent hält.

Die Lenzing Gruppe setzte ihre 76. ordentliche Hauptversammlung aufgrund der Corona-Anordnungen für den 18. Juni neu an. Die am 12. März veröffentlichte Prognose für die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2020 hat das Unternehmen aufgrund der weltweiten COVID-19-Krise und der dadurch stark eingeschränkten Visibilität ausgesetzt.

Lenzing erwarte zu diesem Zeitpunkt, dass das Ergebnis für 2020 unter dem Niveau von 2019 liegen werde.

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