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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.09.2022
Lesedauer
6 Minuten
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LFW: S.S. Daley, Paul & Joe, Eudon Choi, Molly Goddard und J.W. Anderson gedenken der Queen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
18.09.2022

Die britische Hauptstadt erwies Queen Elizabeth II am Wochenende die letzte Ehre. Auch an der London Fashion Week ehrten die am Samstag defilierenden Designer die verstorbene Königin mit besonderem Respekt.

S.S. Daley
Mit Glockengeläut begann die Show von S.S. Daley, die einem modischen Trauerzug glich.


S.S. Daley Frühjahr-/Sommerkollektion 2023 in London - S.S. Daley


Sieben Trauergäste marschierten durch den Innenbereich des St. Pancras Renaissance Hotels. Sie waren ganz in Schwarz gekleidet und trugen breite Kordhosen und -Blazer, Satinhosen und weiße Hemden mit hohem bzw. Messdiener-Kragen.

“Es ist ein so außergewöhnlicher Moment und wir waren uns nicht sicher, ob wir überhaupt eine Show durchführen konnten. Es war uns jedoch klar, dass wenn wir eine Show machen, diese eine Hommage sein sollte, ganz besonders da ich in meiner Arbeit oft auf die Aristokratie und Monarchie anspiele. Es war eine emotional geladene Woche. Ich hatte meiner Großmutter gesagt, dass die Queen im Sterben liegt, und sie brach in Tränen aus. Während ihrer 70-jährigen Herrschaft war sie stets da, standsicher, eine Konstante im Leben, die den Menschen so viel bedeutete. Deshalb war es wichtig, dass wir heute mit einer Hommage begannen”, erklärte Daley nach der Show.

Daley ist für sein Upcycling bekannt und er gestaltete Hemden und Tops aus verschiedenen antiken Geschirrtüchern, auf denen königliche Erinnerungen aufgedruckt waren – die Hochzeit von Charles und Diana, das goldene Thronjubiläum im Jahr 1977. Insgesamt hatte Daley 450 Geschirrtücher – einige mit aufgedruckten Kalendern – gesammelt. Im selben Sinne überzog er Totebags mit Bildern von Badeorten wie Torquay, aber auch dem Big Ben.

Doch das Leitmotiv der Kollektion bildeten die Briefe, die Violet Trefusis an Vita Sackville West sandte. In diesen Briefen trauerte Trefusis ihrer verlorenen Liebe nach und der Entscheidung, zu heiraten. Die Briefe wurden über einen Zeitraum von sieben Jahren geschrieben und von einem Septett zum Finale der Show gezeigt.

Sogar das Codewort der beiden Damen für die Liebe – ein Hase – erschien in Form von Häschen auf Strick- und Mesh-Tops. Darüber hinaus waren auch einheimische Vögel wie Stockenten zu sehen. Ein Model trug gar einen mit Eiern und Hühnerfedern gefüllten Korb.

Vielleicht etwas übertrieben, aber Daley zeigte elegante Kleider mit vorzüglichen aufgeblähten Faltenhosen und knappen Leinenjacken. Auch die Modelauswahl für die Show war vielfältig.

“Ich mag es wirklich, meine eigenen Kleider zu tragen und ein breites Größenangebot zu führen”, erklärte der nicht ganz dünne Daley abschließend, nachdem ihm das Publikum zugejubelt hatte. Bemerkenswerterweise hat Daley in den 12 Monate seit seiner ersten Show bereits einen LVHM-Preis gewonnen und ist zu einer der fünf wichtigsten Schauen der London Fashion Week aufgestiegen.  

Paul & Joe: Zauberpilz-Mode und Queen-Ehrung
Vor der Show bat ein Ansager um "einen Moment des Innehaltens” in Erinnerung von Queen Elizabeth II. Im Raum wurde es umgehend still, die Besucher senkten ihren Kopf automatisch, in Symbiose mit den Torwächtern und Prinzen in der Westmister Hall.


Paul & Joe - Frühjahr/Sommer 2023 - Womenswear - Londres - © PixelFormula


“Ich denke, das ist das Mindeste, was wir tun können, wenn man bedenkt, was für eine bemerkenswerte Frau sie war”, erklärte Designerin Sophie Mechaly.

Offensichtliche "Entente cordiale" für dieses außergewöhnliche Wochenende in London. Der Name Paul & Joe ist englisch, die Marke grundsätzlich französisch und die Inspiration für die Saison war britisch.

Das in Paris ansässige Label Paul & Joe spielte mit Lewis Carrols poetisch schönen Welt, in einer charmanten Show im Regency-Stil-Ballsaal. Das Wunderland der legendären englischen Autorin wurde durch Zauberpilze, riesengroße Löwenzahnaufnahmen und Gänseblümchenmuster aufgegriffen. Zu sehen waren diese Einflüsse in gerüschten Kleidern und Mini-Umhängen, sowie in aufeinander abgestimmten Wiesenblumen-Hot Pants und -Blusen.

Am besten funktionierten die eleganten psychedelischen Seidenhosen, -Hemden und Schals, eine Mischung aus Blumen- und Tierwelt. Zauberpilz-Mode vom Feinsten.

Dazu ein paar frische und schwungvolle Lamé-Anzüge in Meeresblau und Butterblumengelb für einen gelungenen Ausdruck französischer Modefinesse mitten in London.

Eudon Choi: Côte d’Azur-Coolness

Eudon Choi richtete den Blick in dieser Saison Richtung Süden, bis hin zur Côte d’Azur. Er entwarf unbekümmerte Kleider mit sommerlicher Leichtigkeit.


Eudon Choi Frühjahr-/Sommerkollektion 2023 in London - DR


Diese standen im klaren Gegensatz zu seinem Veranstaltungsort, einem heruntergekommenen Kellergeschoss unter dem Plattenladen Vinyl Factory. Dennoch blieb die Stimmung durch die gesamte Show hindurch sommerlich. Auch Eudons eleganten Entwürfe leisteten einen wichtigen Beitrag. Fließende Hosen, Faltenhosen, leichte Jacken, die sich alle optimal für einen sonnigen Nachmittag am Mittelmeer eignen.

Sein Sinn für Details, sei es bei den Taillen-Einschnitten oder kunstvollen Falten, war ausreichend subtil. Choi ist auch ein guter Drapierer und er sandte fein säuberlich gefaltete Cocktailkleider in Dunkelblau, Pink und Tangerine über den Laufsteg. Jean Cocteau hätte sich über Chois Arbeit gefreut. Er arbeitete auch eigene wasserbasierte Prints des Künstlers mit ein.

Darüber hinaus führte Choi seine Menswear ein, mit charmanten Anzügen aus feinster Wolle, mit aufgebauschten Hosenbeinen oder pinkfarbenen Seersucker-Blazer in Kombination mit Shorts. Dazu erneut ein französischer Soundtrack mit ‘La Forêt” von Lescop.

Molly Goddard: Rüsch’n’roll

Nur wenige Schauen in London können mit Molly Goddards Energie Schritt halten. Sie organisierte ihr dramatisches Laufsteg-Display im Seymour Hall Gymnasium.



Molly Goddard - Frühjahr/Sommer 2023- Womenswear - Londres - © PixelFormula


Rüsch’n’Roll mit Dutzenden Kleidern, die zu Jeans und in Spanien gefertigten Cowboystiefel getragen wurden, in ihrer typisch kräftigen Farbpalette. Cowboy-Saloon-Bräute des 21. Jahrhunderts, begleitet von Männern in Mikro-Jacken und XXL-Hosen.

“Ich liebe es,  Kleidungsstücke aus Toile zu machen und ich mag es, Entwürfe aus Kattun zu gestalten”, erklärte Molly Goddard im Anschluss an die Enthüllung ihrer jüngsten Kollektion.

Alles aus wundervoller Baumwolle gefertigt, wodurch Molly die Stoffe nach Herzenslust und offensichtlich mit Freude kräuseln lassen, rüschen, in Falten legen und verdrehen konnte, um ihren Entwürfen die für sie typische und sofort erkennbare Silhouette zu verleihen.

Sie ließ den Twinky-Print der vergangenen Saison wiederaufleben, jedoch in Form einer Toile de Jouy, aufgedruckt auf Strickwaren, Mesh und Jeans, in verschiedenen Ausprägungen.

Die Show wurde in vier unterschiedlichen Sektionen bzw. Kapiteln gezeigt, da es die Designerin bevorzugt, wenn ihre Schauen "etwas chaotisch und grob sind”. Jede Sektion befasste sich mit einer unterschiedlichen Verarbeitung des Stoffes. Bis hin zu einer in leuchtende Farben gehaltenen Sektion, in der Goddard fröhlich Prints und Texturen aufeinanderprallen ließ.

Dazu ein dröhnender Soundtrack, der unter anderem den Song 'Triplets II' von Sticky oder 'You' von Delta 5 enthielt. Man muss schon sehr selbstbewusst sein, um Goddards aufsehenerregenden Kleider und Volumen tragen zu können. Doch verfügt frau über das erforderliche Selbstbewusstsein, kann sie eine bleibende Wirkung hinterlassen.

J.W. Anderson: Aufruhr im Spielsalon

Jonathan Andersons Abschlusslook war ein schwarz-weißes Sweatshirt mit der einfachen Aufschrift: 'Her Majesty The Queen 1926-2022 Thank You'.  



J.W. Anderson Frühjahr/Sommer2023 in London - DR


“Ich denke, fast jeder in diesem Land hat das Gefühl, dass die Königin eine herausragende Arbeit geleistet hat. Ungeachtet ihrer Politik bin ich der Meinung, dass sie auch eine unglaubliche Ikone war. Kein Wunder, dass sich so viele Künstler von ihr inspirieren ließen", betonte Anderson, dessen Location zwar geografisch in der Nähe des Buckingham Palace lag, doch in Tat und Wahrheit war die Show Lichtjahre vom Palast entfernt.

Die Veranstaltung fand im Spielsalon "Las Vegas" in SoHo statt. In diesem Raum mit Neonröhren, Videospielen und Spielautomaten verbrachte Anderson während seines Studiums in den 1990er-Jahren in London viele lange Spielabende. Er eröffnete gar seinen größten Londoner Store gleich nebenan.
 
Anderson bot eine faszinierende visuelle Darstellung mit zahlreichen Recycling-Stoffen. Damit griff er die Thematik auf, dass es heute wichtiger scheint, dass man Fotos mit dem Handy macht, als das eigentliche Sujet auf den Fotos. 

“Fallen wir durch den Bildschirm oder werden wir zum Handy?", sinnierte Anderson. Einer seine Eröffnungslooks war ein weißes Shirtkleid aus recycelter und zerknitterter Seide, die nur so aussah, als wäre es Kunstseide.

Bereits in seiner ersten Show in London im Jahr 2019 hatte er Aran-Pullover mit Kleiderbügel-Ausschnitt gezeigt. Die hemmungslos konzeptuelle Kollektion umfasste Styropor-Burger-Verpackungen auf schwarzen Cocktailkleidern sowie feste Metallic-Kleider in Ei-Form.

“Es war sehr wichtig, mit der Show weiterzumachen. Es ist wichtig, dass in London alle zusammenhalten. In dieser Kollektion gefiel mir die Idee einer Demonstrantin, aber auch die Surfelemente und der Individualismus", sagte Anderson.

Der Designer enthüllte auch eine fabelhafte Stiefeletten-Serie, mit Bildern von Palmen und Sonnenuntergängen am Strand. Die Bilder stammen von Websites wie Shutterstock, und die Nutzungsrechte waren für gerade mal einen Dollar zu erwerben.

“Ich mag die Idee, dass sie die Antithese zum Strand sind, oder vielleicht dass der Strand niemals wieder so sein wird“, erklärte Anderson im Gespräch mit FashionNetwork.com.

 

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