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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.02.2020
Lesedauer
4 Minuten
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London Fashion Week: Die Vergangenheit lässt grüßen

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
18.02.2020

Alle wollen immer Designer, die in die Zukunft blicken, aber selten war eine Saison so besessen von der Vergangenheit wie die Londoner Modewoche, die am Dienstagabend mit einem Empfang in der Downing Street 10 zu Ende ging.


Erdem - Herbst/Winter 2020 - Womenswear - London - © PixelFormula


Designer beziehen sich oft auf die Geschichte, aber in dieser Saison waren sie so von der Vegangenheit besessen wie noch nie zuvor. Insbesondere wurde dies bei den größten Shows dieser Saison deutlich – Preen, Erdem und JW Anderson.

Erdem ließ sich vom Silbernen Zeitalter inspirieren und arbeitete hierfür eng mit Robin Muir zusammen, dem Kurator von "Bright Young Things" – einer Ausstellung mit frühen Fotografien von Cecil Beaton, die in der National Portrait Gallery stattfand. Dies war auch die Location der Show, die sich auf die jungen Aristokraten des London der 1920er Jahre bezog, welche die Boulevardpresse dieser Zeit so faszinierten. Das Ergebnis waren einige wunderbare Looks bei Erdem, kreiert von dessen Designer Erdem Kutoglu. Es ist die jüngste Kollektion des türkisch-kanadischen Modeschöpfers, die aus dem goldenen Zeitalter des angelsächsischen Adels stammt, und es funktionierte wahrlich gut.

Wunderschöne perlmuttbesetzte maskuline Blazer, schwarze Jacquard-Anzüge, Flapper-Kleider – viele der Looks waren gekrönt von riesigen Marabufedern. Darüber hinaus waren die hervorragenden Drapierungen und Rüschen die jüngste Erinnerung daran, dass Erdem hier im Vereinigten Königreich der Haute Couture am nächsten kommt.
 
Auch Jonathan Anderson griff mit einer der umjubeltesten Shows der fünftägigen Londoner Saison auf die 1920er Jahre zurück. Einen Tag zuvor verwies Preen auf "Don't Look Now", den Psycho-Thriller aus dem Jahr 1973, in dem es um ein Paar geht, das in Venedig nach seinem toten Kind sucht. Die Marke vermischte die karierten Jacken des von Donald Sutherland gespielten Architekten mit den vergoldeten Theaterkostümen des venezianischen Adels. Das Preen-Duo, bestehend aus Justin Thornton und Thea Bregazzi, gestaltete mit Hingabe und kombinierte schwarze Rüschenkleider mit weißen Kitteloberteilen. Zudem begeisterten sie mit Kleidern, die goldene Gewänder und Argyle-Pullover miteinander kombinierten.


Preen by Thornton Bregazzi - Herbst/Winter 2020 - Womenswear - London - © PixelFormula


Hussein Chalayan brillierte darüber hinaus nicht nur als Designer, sondern auch als Sänger. Chalayan begab sich auf einen modischen Aborigine-"Walkabout" seines eigenen Lebens und seiner eigenen Ideen, in einer Show, in der er auch sang und die Texte zu vier Originaltracks schrieb. In Begleitung des Produzenten Mark Moore und des Keyboard-Spielers Dan Donovan fand die Veranstaltung im berühmten Tanztheater Sadler's Wells statt. Seine ausgefallene Drapierungstechnik und sein dunkler Theaterstil waren eine charmante Erinnerung an Chalayans außergewöhnliche Fähigkeiten als Designer.
 
Am Sonntag inszenierte die regierende Königin des Volumens in London, Roksanda Ilincic, ein brillantes Stück kultureller Wiederaneignung. Sie lud die britisch-bangladeschische Künstlerin Rana Begum ein, "No. 976 Net" zu installieren, eine massive Stoffinstallation, die sich auf Fischer und ihr in Cornwall und Bataan gefundenes Netz bezieht. Die Show wurde im Durbar Court des Foreign & Commonwealth Office aufgeführt, einem wunderschönen Bauwerk aus dem Jahr 1866. Das Ergebnis war eine aufregende Kollektion mit bravourösem Colour-Blocking, reiner Oberbekleidung, kaskadenartigem Volumen mit mehrfachen Lagen und technischem Baumwolltaft mit handgemalten Pinselstrichen.
 
Jeden einzelnen Tag in London zeigten sich langjährige europäische Bewohner, die in der Modebranche arbeiten, gegenüber FashionNetwork.com erleichtert darüber, dass es ihnen gelungen war, bei den britischen Einwanderungsbehörden einen dauerhaften Status zu erlangen. So schien es für die in Serbien geborene Roksanda passend, dass sie ihre Show innerhalb des Foreign and Commonwealth Office, das sich direkt neben der Downing Street befindet, inszenierte.
 
Auf der anderen Seite des Green Park präsentierte die gebürtige Irin Simone Rocha ihre Show im Lancaster House, das in der Netflix-Reihe "The Crown" als Buckingham Palace dient. Mit einer schönen Reihe von Kleidern, die Elemente von Taufkleidern, Geburtskitteln und Aran-Pullovern vereinten, war es eine Kollektion von großem Charme, wenn auch nicht sehr neu. Poetisch ausgedrückt fühlte es sich an wie ein Designer, der auf bereits betretenes Gelände zurückkehrte.


Paul Costelloe - Herbst/Winter 2020 - London - Photo: Instagram @paulcostelloeofficial


In der Mode kann man einen echten Veteranen nur bewundern, und es gibt kaum einen ehrwürdigeren Designer als den 74-jährigen Paul Costelloe, der im Art-Déco-Ballsaal des Waldorf-Hotels eine ausgefeilte Performance darbot.
 
Seine beste Idee: Hightech-Körperanzüge und Leggings in grafisch anmutenden Glasfarben, die Marc Rothko würdig wären. Getragen – auf dem Weg zum Fitnessstudio – unter langen schottischen Tweed-Mänteln aus feiner italienischen Wolle.
 
Costelloes Silhouetten waren ein bisschen zu üppig – mit übertriebenen Kragen und bauschigen Puffärmeln; besonders seine Jacquard-Kreationen für den Abend. Aber es ist eindeutig das, was seine Fans am meisten bewundern. Als Paul die Teppichstufen des Ballsaals hinunterging, um das Publikum zu begrüßen, erntete er tosenden Beifall, der auch nachdem er den Laufsteg verlassen hatte, nachhallte.  
 
Nachdem wir 20 Shows an diesem Wochenende in London besucht haben, können wir festhalten, dass Costelloe den größten Beifall der Saison einheimste.

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