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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.11.2018
Lesedauer
2 Minuten
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London Fashion Week Men enthüllt Januarprogramm

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
14.11.2018

Die London Fashion Week Men’s hat ihr provisorisches Programm für die kommende Saison enthüllt. Im Fokus stehen Nachwuchsdesigner und fließende Geschlechtsübergänge.
 

Charles Jeffrey Loverboy - Frühjahr/Sommer 2019 - Menswear - London - © PixelFormula



Bald ist es wieder so weit: Vom Samstag, 5. Januar bis und mit Montag, 7. Januar findet die dreitägige London Fashion Week für die Menswearkollektionen statt. Insgesamt stehen 42 Veranstaltungen auf dem Programm, vier weniger also als im Juni 2018.

Den Auftakt macht am Samstagmorgen die Marke Art School, die mit ihren Schlauchkleidern für trans-identifizierte Menschen bekannt wurde. Am selben Tag findet auch die Show des LVMH Prize-Finalisten Charles Jeffrey und seines Labels Loverboy statt. In der vergangenen Saison gelang ihm eine brillante Präsentation mit einer Mischung aus Noh-Theater, transgressiven Samurais und Models mit Papier-Maché-Nähmaschinen als Hüte. LGBTQ-Fantasien vom Feinsten.

Klassische Marken haben der Saison in jüngster Zeit den Rücken gekehrt, doch Heritage-Labels wie Barbour und Belstaff und auch Marken wie E. Tautz und Oliver Spencer sind noch sehr präsent.


Stefan Cooke in MAN (Fashion East, Topman) - Photo: Fashion East



Der Hauptfokus der Menswearkollektionen in London liegt jedoch klar auf der Entdeckung neuer Talente und der Weiterverfolgung vielversprechender Jungdesigner. Dazu zählt beispielsweise die Unisex-Kollektion Daleda, in die der Designer Lada Komarova russische Nostalgie einfließen lässt, aber auch LVMH-Finalist Feng Chen Wang, dessen coole Konzeptunterwäsche nicht unbemerkt blieb. Auch die Designerin Paria Farzaneh zeigt ihre Kollektion. In der vergangenen Saison erntete sie für ihre iranische Heritage-Show in einem Lastwagen mit heruntergekippten Seitenwänden in South Bank viel Beifall.

Und die Londoner Saison wäre nicht vollständig ohne die Fashion East. Traditionell handelt es sich um eine gemeinsame Show von drei Nachwuchsmarken. In der kommenden Saison sind dies Stefan Cooke, der durch seine subversive Stoffbearbeitungstechniken aufgefallen ist, das Label Mowalola des britisch-nigerianischen Designers Mowalola Ogunlesi, der an der Central Saint Martins School studiert hat und der Dubliner Robyn Lynch, der seine Ausbildung an der University of Westminster absolviert hat.
 

Robyn Lynch Frühjahr/Sommer - Photo: Fashion East



"Die Stärke und Schlichtheit von Mowalolas und Robyns einzigartigen Visionen fiel mir an ihren Abschlussschauen gleich auf. Sie leisten eine hervorragende Storytelling- und Editing-Arbeit und lassen sich dabei nicht von den üblichen Regeln und Gewohnheiten beeinflussen. Das bedeutet aber nicht, dass ihre Kollektionen kein kommerzielles Potenzial haben, denn sie werden bereits getragen. Und wenn wir stolz beobachten, wie Stefans sehr kunstvolle Runway-Kollektionen auf direktestem Weg Einzug in die auserlesensten internationalen Stores finden, setzen wir große Hoffnungen in die weibliche Ergänzung des Lineups", freut sich Lulu Kennedy, legendäre Talentsucherin und langjährige Leiterin der Fashion East.
 

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