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London Fashion Week Men's: Die Modewoche als kulturelles Statement

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 03.01.2019
Lesedauer
access_time 4 Minuten
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Manchmal scheint die London Fashion Week Men's über modische Statements hinaus ein klares kulturelles Zeichen zu setzen.


A-Cold-Wall - Frühjahr/Sommer 2019


Die kommende Herrenmode-Saison ist die letzte, die in der bisherigen Konstellation stattfindet, bevor Großbritannien nach langem Ringen darüber entscheidet, ob es nun am 29. März aus der EU austreten, ein neues Referendum durchführen oder an die Wand laufen will.

Der Auftakt zum entscheidenden Jahr war optimistisch und 2019 wurde von Bürgermeister Sadiq Khan eingeläutet, während das Riesenrad London Eye in den Farben der EU-Flagge erstrahlte. Das alljährliche Feuerwerk wurde mit dem in sieben Sprachen übersetzten Schriftzug "London ist eine offene Stadt" unterlegt.

Angesichts der vielen Nationalitäten der Teilnehmenden der London Fashion Week erschien diese weltoffene Feier besonders passend.

Wenig später schrieb Sadiq Khan auf Twitter: "Die Million EU-Bürger, die in London leben, sind Londoner und leisten als solche einen riesigen Beitrag für unsere Gemeinschaft. Ungeachtet des Ergebnisses des Brexits – sie werden hier immer willkommen sein".

Auf dem Programm der kommenden Fashion Week stehen zunächst neue Gesichter wie dasjenige des britischen Designers Paria Farzaneh, dessen Eltern aus dem Iran stammen, oder von Arashi Yanagawa aus Japan, der sein Label – in dem er traditionelle Schnitte mit ungewöhnlichen Ansätzen überarbeitet – nach dem berühmten irisch-amerikanischen Boxer John Lawrence Sullivan benannte. Auch Khalid Al Qasimi, die Marke, die nahöstliche Einflüsse aus der Heimat ihres Gründers, den Vereinigten Arabischen Emiraten, mit utilitaristischer Streetwear aus London verknüpft, zählt zu den Newcomern.

Dylan Jones, Vorsitzender der London Fashion Week Men's erklärt: "An der LFWM haben wir Designergrößen wie Dolce & Gabbana, Giorgio Armani, Tommy Hilfiger und Tom Ford gezeigt. Doch nun bemerken wir eine neue Entwicklung, mit vielen jüngeren Designern aus dem Ausland, die ihre Kollektionen bei uns präsentieren wollen. Das natürlich, weil die Leute am liebsten in London defilieren, weil London die coolste Stadt der Welt ist."


Art School - Frühjahr/Sommer 2019


Das wohl am schnellsten wachsende Londoner Label ist A-Cold-Wall. Die von Lokalmatador Samuel Ross gegründete Marke vermischt Arbeiterkleidung mit technischer Sportswear und konzeptueller Detailarbeit sowie geschickt eingesetzten Volumen. Samuel Ross machte zunächst als Assistent von Virgil Abloh und als Finalist beim LVMH Prize auf sich aufmerksam und dürfte auch in Zukunft im Scheinwerferlicht bleiben.

Für Jones steht fest: "Die Vielfältigkeit in dieser Saison ist wirklich überwältigend. Auch wenn einige größere Marken zum Womenswear-Kalender übergetreten sind, was in allen Modehauptstädten der Welt geschieht, so kann keine andere Stadt so viele Nachwuchstalente vorweisen wie London. Ich habe in London nun mindestens drei Generationen an großartigen Menswear-Designern gesehen, von Vivienne Westwood und Katharine Hamnett bis zu Alexander McQueen und JW Anderson und ich bin aufrichtig davon überzeugt, dass das aktuelle Vintage-Angebot ebenso gut, wenn nicht noch besser ist".

Auf der internationalen Bühne begann das Jahr 2019 mit der Vereidigung des neuen und unverhohlen homophoben Präsidenten Brasiliens, Jair Bolsonaro. Wie um dem Gegensteuer zu geben, startet die dreitägige Modemesse in London am Samstagmorgen, 5. Januar, mit der Art School, deren ganzes Wesen die idiosynkratische Natur des "Queer"-Stils zelebriert. Die Gründer der Art School, Eden Loweth und Tom Barrat, glauben an nicht-binäre Geschlechtsidentitäten – ganz anders als Bolsonaro also.

Darüber hinaus stehen verschiedene "Gender Fluid"-Modehäuser auf dem Schauenprogramm. Darunter Blindness des koreanischen Duos KyuYong Shin und JiSun Park. In den Herren- und Damenkollektionen des Labels aus Seoul laufen die Gender-Grenzen ineinander über. In dieselbe Kategorie fällt auch ganz klar Charles Jeffrey Loverboy, der brillante Schotte, dessen Clubbing-Kleidern Elemente aus der Drag-Kultur, von Discogängern und Performancekünstlern wie Leigh Bowery einverleibt werden.


Iceberg - Frühjahr/Sommer 2019


Die diesjährige London Fashion Week Men's kennzeichnet die 13. Menswear-Schauen-Saison in London seit der Einführung der Veranstaltung im Jahr 2013. Obwohl die Mehrheit der Designer in London arbeiten, zieht die Veranstaltung auch ausländische Talente wie den italienischen Strickwarenexperten Iceberg an.

In der kommenden Saison werden darüber hinaus zahlreiche zeitgenössische Schneider- und Casualwear-Künstler erwartet, darunter Namen wie Oliver Spencer, Wales Bonner, Stefan Cooke und Kent & Curwen. Offizieller Botschafter der Veranstaltung ist David Beckham.

Im Kern sind die britischen Menswear-Schauen als die experimentierfreudigste Saison der aktuellen Herrenkollektionen im internationalen Kalender zu betrachten. Kurz gesagt: London ist das Experimentierlabor der modernen Menswear. Und die Londoner scheuen nicht davor zurück, dies den anderen Modehauptstädten vorzuhalten.

"Ich würde diese Shows nicht experimental nennen, ich würde sie einfach als modern bezeichnen. Sie sind die Wegbereiter der Menswear", so Dylan Jones. "Seien wir ehrlich: Ein so hohes Maß an Talenten findet man nicht in New York, oder? London hat einen natürlichen Talentpool und ist zum Angelpunkt der weltweiten Kreativität aufgestiegen. Mailand hat einige der größten Player, doch werden Nachwuchstalente nicht so gefördert wie bei uns. Paris ist noch immer eine sehr exotische Location, die Stadt bleibt der Tradition stark verbunden und kommt manchmal etwas Bourgeois daher. Und New York hat einfach keine Nachwuchstalente zu bieten."

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