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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.02.2022
Lesedauer
5 Minuten
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London Fashion Week: Nensi Dojaka, Eudon Choi, Eftychia und Molly Goddard

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
20.02.2022

Am Samstag herrschte in London geschäftiges Treiben: Auf der London Fashion Week lieferten zwei junge Designerinnen – Nensi Dojaka und Molly Goddard – mit ihren bemerkenswerten Schauen erstaunliche Modemanifeste.

Ein Tag und eine Saison, die eine Sehnsucht nach einem eleganteren Look zu erkennen geben, besonders bei Eudon Choi und Eftychia.
 

Nensi Dojaka



Der Tag begann mit der jüngsten LVMH Prize-Gewinnerin Nensi Dojaka, deren Interpretation von Innerwear als Outerwear prägnant und cool war.


Nensi Dojaka Herbst/Winter 2022 - Nensi Dojaka

 
Ihre sehr präzise Hochglanz-Kollektion kam ohne jegliche Prints aus und war in einer monochromatischen Farbpalette mit Schwarz, Beige, Dunkelrosa und Rostbraun gehalten. Ihre Debütshow in London im vergangenen September, die nur eine Woche nach ihrem Sieg beim LVMH-Prize stattfand, bestand noch mehrheitlich aus Looks, die sie bereits im Rahmen des Wettbewerbs gezeigt hatte.

Doch in ihrer Show am Samstagmorgen wartete sie mit Neuem auf ihre Gäste, die im Halbdunkel in einem Betonraum im stillgelegten Old Selfridges Hotel saßen.

Nensi Dojaka zeigte ihre Talente als Schneiderin und bot flotte frische Anzüge und Blazer mit gefütterten Gürteln, kombiniert mit eleganten halbdurchsichtigen Bustiers aus Seide, Stretch und Chiffon.

Die löchrigen Stretchkleider aus Lycra mit Mesh-Einsätzen und dünnen Trägern sahen großartig aus an den Plus-Size-Models, die in dieser inklusiven Show defilierten. Auf ihrem Weg mussten sie einem leicht verrückt gewordenen Schwebestativ ausweichen, das zur Aufzeichnung der gesamten Show eingesetzt wurde.

Dojaka betrat mit toughen und elegante Pufferjacken für Discoabende Neuland. Wie die meisten Looks wurden sie mit Schnüren und Riemen ergänzt. Den Kern der Kollektion bildeten Lingerie-Kleider – eine schwierige Gratwanderung, die Nensi behutsam anging. Sie gestaltet Kleider, die sexy und verführerisch sind, jedoch nie billig wirken.

"Ich wollte die Garderobe erweitern und meine Frau und ihr Universum ergänzen. Meine erste Outerwear mit winterlichen Stoffen und einem breiteren Konzept, was diese Frau alles sein kann", erklärte Dojaka. Backstage herzte sie ihre Mutter in einer bewegenden Umarmung.

Molly Goddard



Selbst mitten in einem Wolkenbruch kann man sich in der Londoner Saison keinen sonnigeren Moment vorstellen, als Molly Goddard – die amtierende Königin cooler Exzentrik. Für ihre Kollektion stützte sie sich auf die Londoner Märkte der Achtziger und Neunziger und besann sich auf die beste Freundin ihrer Mutter zurück – "eine Mischung aus Marilyn Monroe und Mick Jones".


Molly Goddard Herbst-/Winterkollektion 2022in London - Molly Goddard


Daraus gestaltete sie Entwürfe mit einem Schuss Glamour und Rock’n’Roll, wie man sie mit den Straßenmärkten von Portobello und Camden in Verbindung bringt.

Auf einem erhabenen weißen Laufsteg in einem fantastischen und lichtüberfluteten modernistischen Art Deco-Freizeitzentrum der Dreißigerjahre defilierten die Models in den breiten, geschäftigen Silhouetten, für die Molly bekannt ist. Kreiselnde Tüllkleider mit Militärjacken aus Überschussbeständen oder vorzüglichen Strickwaren. Fabelhafte Strickpullover mit Zopfmuster, Aran-ähnliche Strickjacken, gestreifte Großvaterpullis und paillettenbesetzte Chenille-Tops.

Doch die schönsten Looks waren die körperbetonten Flamencokleider mit unendlichen Tüllbahnen, die von der Hüfte abwärts in Falten gesetzt wurden. Die wenigen Prints waren fantastisch: Märchenhafte Engelchen, die über ein sich aufbäumendes Pferd zu springen versuchen, oder eine Rose auf einem großartigen Denimkleid für aristokratische Rockgöttinnen, kombiniert mit einem roten Top. Abgerundet wurde der Look durch tüllumhüllte Taschen mit Metallketten oder Bowling-Schuhe.

Seit mehreren Saisons zeigt Goddard ihre Damen- und Herrenentwürfe zusammen und die Herren tragen generell dieselben Stoffe, Farben und Kilts wie die Damen. Argyle-Pullover, Stofftaschen, rosenbedruckte Jeans und sogar die bereits erwähnten kindlichen Prints.

Die beste Freundin ihrer Mutter hat Goddard als "große gebleichte Blondine mit einer Blume im Haar, rotem Lippenstift, einem 50er-Jahre-Kleid mit Militärjacken und Turnschuhen" in Erinnerung. Daraus gestaltete die Designerin eine großartige Kollektion und Show, nach zweijährigen digitalen Schauen in weißen Galerien.

Nur wenige Designer in Großbritannien sind einer großen Schaufläche so würdig wie Goddard. Ihre Arbeit hat den höchsten umgehenden Erkennungswert ihrer Generation. Und das will etwas heißen.

Eudon Choi



Michelangelo Antonioni inspiriert Modedesigner seit 50 Jahren, zuletzt Eudon Choi im Osten Londons.

Der Designer präsentierte seine Kollektion im Charterhouse-Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Dessen Garten war von Ästen bedeckt, die während des großen Sturms abgebrochen sind. In dieser Harry-Potter-würdigen Umgebung spielte Eudon Choi in seiner Kollektion mit Antonionis brillanten Erzählung Red Desert, die von existentiellen Ängsten handelt.


Eudon Choi Herbst-/Winterkollektion 2022in London - Eudon Choi


Das Ergebnis hätte Michelangelo wahrscheinlich gefallen – besonders die Eröffnung ganz in Rot. Die Kombination aus dem eleganten XL-Mantel in Rosso corsa mit sechs Taschen und den passenden purpurroten Seidenhosen und -Bluse sowie dem wundervoll drapierten tiefroten Satin-Cocktailkleid sah vor den alten Ziegelsteinwänden sensationell aus.

Choi hat einen angeborenen guten Geschmack, wie in seiner selbstsicheren Art, gerippte Wollpullover mit Raffia und ausgefransten Baumwoll-Miniröcken und kakifarbenen Hosen zu kombinieren, zur Geltung kommt. Alles sah sehr gepflegt und ermächtigend aus.

Dazu eine Reihe plastische Taschen in abstrakten Formen wie Blumentöpfen oder Glasglocken – in Zusammenarbeit mit Louis Quatorze – für ein optimistisches modisches Statement.

Eftychia


 
Bei Eftychia drehte sich alles um sanfte, düstere Schneiderei, von einer Designerin, die für elegante Workwear bekannt ist.


Eftychia Herbst-/Winterkollektion 2022in London - Eftychia

 
In dieser Saison konzentrierte sich Eftychia Karamolegkou – die früher für Mary Katrantzou und Antonio Marras tätig war – auf den klassischen Smoking. Sie gestaltete ihn mit Samtbesatz und Streifen aus – oft entlang der Frontfalte statt an der Seite. Sie ist auch eine begabte Schneiderin und bot figurschmeichelnde Hosenanzüge aus feinen Wollstoffen.

Darüber hinaus weiß Eftychia, wie filzige Wolle verarbeitet wird, so beispielsweise in ein paar elegant geschnittenen Boleros mit Trichterkragen. Dazu verwendete sie eine nächtliche Farbpalette aus Anthrazit, Lehm und Stahlgrau. Weiter zeigte sie ästhetische Samtkleider für die Abendgarderobe.

Nichts wahnsinnig Revolutionäres, doch ausgefeilte Entwürfe für Business-Frauen, sehr passend zur aktuellen Stimmung in London. Fertig mit Homeoffice, zurück ins Büro, in schicken Kleidern.

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