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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
13.02.2020
Lesedauer
3 Minuten
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London Fashion Week startet in die erste Saison nach dem Brexit

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
13.02.2020

Die erste Modewoche nach dem Brexit steht am kommenden Wochenende in London an. Nun ist es also so weit und weder in Großbritannien noch in Europa scheint sich die Modebranche sonderlich über die neue Situation zu freuen.


Molly Goddard - Frühjahr/Sommer2020 - Womenswear - Londres - © PixelFormula


Nur wenige Branchen sind global so vernetzt wie die Modeindustrie. Dies wird besonders deutlich, wenn man sich vor Augen führt, wie viele der an den Londoner Schauen gezeigten Kleider in Kontinentaleuropa hergestellt werden. Und wie viele nicht-britische Designer ihre Kollektionen in London enthüllen. Ein kurzer Blick auf das offizielle Programm des British Fashion Council zeigt, dass die Mehrheit der teilnehmenden Designer nicht auf den Britischen Inseln geboren wurden.

Die fünftägige Modewoche wird am Freitag, den 14. Februar eingeweiht und gipfelt am darauffolgenden Dienstagabend in der Verleihung des Queen Elizabeth II Award for British Design. Königin Elizabeth war 2018 bei der Verleihung des Awards an Richard Quinn anwesend, in diesem Jahr übernimmt ein Mitglied des Königshauses die Ehre.

Caroline Rush, Chief Executive of the British Fashion Council, bestätigte, dass Rosh Mahtani von Alighieri in diesem Jahr mit dem Preis geehrt werde, und fügte hinzu: "Mahtani ist eine Inspiration für viele junge britische Designer, und wir freuen uns darauf, ihr diese prestigeträchtige Auszeichnung zu überreichen."

Die größte Galaveranstaltung in London wird jedoch zur Feier der Rückkehr von Tommy Hilfiger organisiert. Dieser Enthüllt seine vierte TommyxLewis-Kollektion, die in Zusammenarbeit mit dem britischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton entstanden ist.

Ebenfalls neu mit von der Partie ist der in Wien wohnhafte Erfinder Petar Petrov, der seine Show von Paris nach London verlegte. Auch die französische Kollektion MM6 von Maison Margiela defiliert erneut in London.

Weiter stehen mehrere Schwergewichte auf dem Programm, so der einzige wahrhaft globale britische Modekoloss Burberry. Daneben sind aber auch jüngere und oft avantgardistische Stars mit dabei – JW Anderson, Erdem, Preen by Thornton Bregazzi, Simone Rocha und Victoria Beckham.<<<7>>>

Tommy Hilfiger und Lewis Hamilton


Der BFC enthüllt eine neue experimentelle Zone unter dem Namen Discovery LAB, in der Musik, Workshops und die Vorführung von Yohji Yamamoto 1983 – 2016 geplant sind. Die Veranstaltung umfasst zudem eine neue Model Zone – einen Freizeitbereich, in dem die Models essen, trinken und ausspannen können. Um ihre Privatsphäre und Sicherheit nicht zu gefährden, bleibt der Standort der Model Zone geheim.

Die Modewoche bietet mit rund 60 Schauen ein reichhaltiges Programm mit Amanda Wakeley, Chalayan, Fashion East, Huishan Zhang, Margaret Howell, Mark Fast, Marques'Almeida, Richard Quinn, Roland Mouret und der Gewinnerin des BFC Fashion Trust, Molly Goddard.

Rush begrüßt zudem die Positive Fashion Exhibition, einen "kuratierten Raum mit 39 Marken, die eine Präsentation, eine Kampagne oder eine interaktive Storytelling-Experience zeigen, welche sich auf eine oder mehrere der drei Grundwerte von Positive Fashion bezieht: Environment, People, Craftsmanship & Community".

Laut BFC soll die Woche "London zusammenbringen mit 78 Marken, 103 Stores und 346 Events, die an den fünf Tagen in Zusammenarbeit mit wichtigen Händlern, kulturellen Einrichtungen und Unternehmen organisiert werden. Dadurch soll sich die London Fashion Week neuen Zielgruppen und Gemeinschaften erschließen".

Kurz gesagt: Eine reichhaltige Auswahl einzigartiger, cooler und kommerzieller Angebote. Und ungeachtet der aus Brüssel zu vernehmenden Alarmglocken mit Blick auf die schwierigere Verhandlungsposition der neuen Regierung unter Boris Johnson ist die britische Regierung auf die Mode noch immer sehr offen eingestellt.

Traditionsgemäß findet an der Downing Street Nr. 10 ein Empfang für führende Branchenakteure statt.

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