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Veröffentlicht am
14.09.2017
Lesedauer
3 Minuten
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London Fashion Weeks erlesenes Transferfenster

Veröffentlicht am
14.09.2017

Das ist aufschlussreich, wenn man bedenkt, dass der Ausblick auf die London Fashion Week in dieser Woche mit dem Eröffnungstag der Champions-League-Gruppenspiele auf dasselbe Datum fällt. Da, wie jeder Fußball-Süchtige weiß, haben einige der namhaften Teams großartige Sommer-Transferfenster genossen und andere dagegen schreckliche. Modehauptstädten ergeht es genauso.


Emporio Armani - Herbst/Winter 2017 - Womenswear - Mailand - © PixelFormula


 Das ist besonders diesen Monat der Fall mit den "Big Four"-Runway-Jahreszeiten, vor allem nach so einer bescheidenen Serie an Catwalk-Kollektionen in New York – eine Saison, die von vier großen jungen Marken beraubt wurde – alle, die flüchteten um in Paris zu zeigen. Auch wenn der Charme von Manhattan es geschafft hat, Tom Ford und Rihanna zurück zu locken. Stelle man sich einmal vor, New York wäre Arsenal und Chelsea die kommende Laufstegsaison – die Stammspieler zu verlieren und kaum einen bekannten Star zu verpflichten, um wenigstens einige der vielen stechenden Wegfall-Wunden zu lecken.

London, andererseits, verspricht eine Rekordsaison zu werden. Dieser Transfer ist viel mehr wie der von Manchester United, oder sogar Paris St. Germain, mit einer Truppe voll leistungsstarker Spieler, die kommen, um ein bereits kreatives Team zu verstärken.

Die erste große Vertragsunterschrift ist natürlich Giorgio Armani, der Emporio Armani präsentieren wird. Man erwartet, dass es eine mit Stars vollbesetzte Runway-Soiree wird. Auch wenn Giorgio nur für eine Saison in London ist, die bloße Tatsache, dass das größte Modehaus der Welt, das noch immer in der Hand des Gründungs-Designer ist, nach Britt-Land kommt, das ist eine Sensation.

Die andere große Einstellung ist Tommy Hilfiger. Er wird seine neueste Tommy X Gigi Kollektion – die als Tandem mit super-duper Gigi Hadid entstand – in einem der sagenumwobensten Rocktempel des Vereinigten Königreichs, dem Roundhouse, vorstellen. London folgt auf New York und Los Angeles bei dieser Zusammenarbeit. Das werden aber nicht die einzigen Partys sein. Cos, H&Ms minimalistische und künstlerische Kollektion, wird ihr 10-jähriges Jubiläum mit einer Late-Night-Sause in der National Gallery am Trafalgar Square feiern.

Die britischen Couturiers Ralph & Russo debütieren mit ihrer Ready-to-wear-Kollektion – nach mehreren erfolgreichen Jahren mit Haute Couture-Shows in Paris. Sie konnten sogar einen gut platzierten Appetithappen für sich einheimsen: Angelina Jolie trug ihr schwarzes Cocktail-Kleid mit einem Fledermausärmel zum Toronto International Film Festival.

Die Händler bleiben weiterhin begeistert von London, will man einen weiteren Punkt zu dieser Mode-Ernte hinzufügen.

"Ich liebe es, nach London zu kommen. Und ich gebe dir drei gute Gründe dafür: Simone Rocha, die ich verehre. Jonathan Anderson, weil er so talentiert ist. Und, ehrlich gesagt, all der großartig kreative, junge Erfindergeist, der inmitten von Hunderten von Shows nicht verloren geht; anders als hier in New York!", sagte Ken Downing, Senior Vice President und Fashion Director der US-Kaufhauskette Neiman Marcus und damit einer der größten Käufer – oder in Worten der Industrie ausgesprochen, des Planeten.

Neue Namen sind beispielsweise Xiao Li, ein chinesischer Designer, der am London College of Fashion ausgebildet wurde und der Strickwaren mit Silikon mischt. Oder das Duo von Fjodor Podgorny & Golan Frydman, denen gerade Aufmerksamkeit für ihre expressionistische Herangehensweise an die Mode geschenkt wird. Und ein anderer in China geborener Kreativer, Haizhen Wang, der den reinsten Eklektizismus verkörpert und dessen Ansatz – britische Militäruniformen gemixt mit ursprünglich afrikanischen und asiatischen Kostümen – garantiert einen neuartigen Zugang bietet.

Es ist eine Tatsache, dass die Chinesen generell ihren größten Vorstoß in jeder Runway-Saison in London machen. Xia Ding, Präsident von JD Fashion, die riesige chinesische E-Commerce-Plattform für Mode und Farfetchs neuer strategischer Partner, werden ebenfalls mit Caroline Rush, der fordernden CEO des British Fashion Council feiern. Cocktails sind für Montagabend geplant, da JD Fashion die neue Partnerschaft mit dem BFC/Vogue Designer Fashion Fund zelebrieren wird.

Obwohl natürlich die am ungeduldigsten erwartete Show die von Burberry sein wird – Großbritanniens einzig wahres Mega-Luxus-Label. Zweifellos, da dies die erste Show des Chief Creative Christopher Bailey seit der Ankunft des neuen CEO Marco Gobbetti, Ex-Chef bei Celine, sein wird.

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