Londoner Krawalle kosten Millionen…

 
Britische Einzelhändler befürchten angesichts der seit drei Tagen währenden Unruhen in London und anderen britischen Großstädten Millionenschäden. „Der Schaden durch Sachbeschädigung, Diebstahl und auch für aufgegebene Geschäfte wird auf rund 10 Mio. Pfund geschätzt“, erklärte Richard Dodd vom British Retail Consortium (BRC), das rund 90% der britischen Einzelhändler vertritt. Der Verband sorgt sich insbesondere um die Läden, die bereits vor den Ausschreitungen mit der wirtschaftlichen Lage zu kämpfen hatten. Insbesondere viele der kleinen, unabhängigen Läden werden wahrscheinlich gar nicht mehr öffnen.
Aber auch die großen der Branche bleiben nicht verschont: Die Supermarktkette Tesco gab an, dass mehrere Stores durch die Krawalle in Mitleidenschaft gezogen wurden, aber alle bis auf den in Liverpool heute geöffnet hätten. Eine Debenhams-Filiale in Süd-London blieb heute ebenfalls geschlossen. Auch der Lebensmittelhändler Sainsbury, die Modekette H&M und andere Modehändler, diverse Elektro- und Mobilfunkshops waren von den Ausschreitungen betroffen und eröffneten einige Shops heute lieber nicht.

Verrammeln und Verstecken

Problematisch ist, dass die Polizei mit den schnellen Zusammenrottungen der Jugendlichen, die sich über Smartphones austauschen, nicht mithalten kann. Daher hieß der Empfehlung der Sicherheitsbehörden erst einmal: „Abschließen, daheim bleiben und auch nicht Fotografieren oder Filmen“, die Brandstifter und Plünderer wollen nämlich nicht identifiziert werden.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Krawalle legen werden, schließlich schaden die Aufständigen damit der lokalen Wirtschaft und bringen viele Leute dadurch um ihren Arbeitsplatz. Viele Händler seien entschlossen ihre Läden bald möglichst wieder zu eröffnen, wenn sich die Lage wieder entspannt hat. Der Verband BRC appellierte auch an die Banken, Händler beim Wiederaufbau ihrer Geschäfte, mit günstigen Krediten zu unterstützen.


Foto: via flickr

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