Longchamps Runway debütierte hoch im Himmel von New York

Der Laufsteg von Longchamp debütierte hoch im Himmel von New York. Man muss es den Franzosen einfach lassen: Sie wissen wirklich, wie man Marken mit Präzision und Politur launcht und aufbaut.

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Longchamp - Frühjahr/Sommer 2019 - Womenswear - New York - © PixelFormula

Das sind zwei treffende Worte, um ein exzellentes Runway-Debüt für diese legendäre Pariser Marke zu beschreiben, das am Samstagnachmittag mit unglaublicher Sicherheit 200 Meter hoch im Himmel im Three World Trade Center stattfand, um das 70-jährige Jubiläum der Marke zu feiern.

Poliert und präzise, auch wenn die Kleidung selbstbewusste rebellische und unabhängige Frauen mit beschwingtem Indie-Chic ansprach, was die Französinnen oft als Haute BoBo bezeichnen, was high-end-bürgerlich-boheme bedeutet.

Auf dem Laufsteg war Kaia Gerber der Höhepunkt der Show, während in der ersten Reihe Kate Moss und Kendall Jenner zu sehen waren, letztere ist in der neuesten von David Sims fotografierten Werbekampagne des Hauses zu sehen und sieht darin ziemlich göttlich aus, während sie durch den Louvre schreitet.

Die Model-Besetzung marschierte im 68. Stock eines Rohbauraums in diesem brandneuen Wolkenkratzer. Man schlenderte vor einer unglaublichen Aussicht auf den Freedom Tower, die Freiheitsstatue, die New York Bay und die Brooklyn Bridge.

"Longchamp ist keine Nischenmarke, also wollte ich ein großes Publikum ansprechen. Ich dachte an stolze, unabhängige Frauen, die selbstbewusst waren und ihren eigenen Stil hatten. Tastemakers wie Anita Pallenberg und Veruschka", erklärte Creative Director Sophie Delafontaine, die Enkelin des Modehausgründers Jean Cassegrain.

Das Ergebnis war eine sehr erlesene, wenn auch breitgefächerte Kollektion, die von luftigen Kleidern mit Animal-Prints und passenden Stiefeln, weichen Makramee-Kleidern, die mit viel Volumen geschnitten und mit Wildleder-Gladiatorensandalen mit Fransen getragen wurden, bis hin zu frechen Lederbikinis, überlappenden semitransparenten Kaftanen und Wildleder-Trikotbustiers à la Wonder Woman reichte.

Alles gepaart mit einer großen Auswahl an neuen Longchamp Taschen, wie der "Amazone", verziert mit Hippie-Chic-Steinen und farbigen Schlangenimitat-Lederriemen. Insgesamt war es ein Gefühl sehr stilistischer, urabner Kriegerinnen, obwohl auch viele Klamotten zu einer Hüpf-Party in einem angesagten Sommer-Club am Strand passten.

"Unglaublich, ich kann es kaum erwarten, mindestens die Hälfte der Kollektion zu erstehen!", schwärmte eine sehr erblondete Kate Moss im Backstage-Bereich nach der Show.

Delafontaine war auch schlau genug, ein erstklassiges Backstage-Team zu engagieren. Veteranen-Produzent Alexandre de Betak, bekannt für seine hervorragende Arbeit für Christian Dior, organisierte eine spritzige Kulisse aus beigem Teppichboden und Glaswänden. Und die bekannte französische Stylistin Marie-Amélie Sauvé fügte einen Hauch von mutigem Chic hinzu. Während Ass-DJ Michel Gaubert die Stimmung mit Musik des griechisch-französischen Komponisten Alexandre Desplat, einem Oscar-Preisträger für seinen Soundtracks für "The Grand Budapest Hotel" und "The Shape of Water", passend gestaltete. Plus: Es gab eine hyper-gemischte Model-Crew, angemessen also für diese Schmelztiegel-Stadt Nordamerikas.

"Wir wollten eine sehr abwechslungsreiche Model-Besetzung haben, da wir eine demokratische Marke sind, die ein sehr breites Publikum anspricht. Diese Show ist ein wichtiger Schritt für Longchamp und ich kann mir kein besseres Tempo für diesen Schritt als hier vorstellen, wenn ich auf die ganze Energie und Großartigkeit New Yorks herabblicke", sagte Delapontaine lächelnd, bevor sie sich für die Begrüßung von Isabelle Huppert umwandte.

In diesem geschäftstüchtigen Jahr eröffnete Longchamp auch ein 500 Quadratmeter großes Flaggschiff-Geschäft auf der 5th Avenue, in der Nähe der St. Patrick's Cathedral. Und am 11. September wird Longchamp das Jubiläum mit einem großen Fest im Palais Garnier, dem berühmten Opernhaus von Paris, feiern.

Wie wir schon sagten: Es schaffen nur wenige Leute eine Markenbildung genauso gut hinzubekommen wie die Franzosen.

Übersetzt von Elisa Gerlach

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