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Louis Vuitton: Eine Komposition zur Musik der Zeit

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
04.03.2020
Lesedauer
3 Minuten
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​Zum Abschluss der vierwöchigen internationalen Catwalk-Saison enthüllte Louis Vuitton am Dienstagabend die am brillantesten inszenierte Kollektion überhaupt und eine kräftige, richtungsweisende Kollektion, die mit dem Begriff der Zeit spielte.


Louis Vuitton – Herbst/Winter 2020/2021- Womenswear - Paris - © PixelFormula


Eine grandiose Eröffnungssequenz und eine fabelhafte Kulisse! Ein riesiger Vorhang wurde plötzlich angehoben und gab den Blick frei auf rund 200 Opernsänger, die als wichtige historische Persönlichkeiten gekleidet in sechs Reihen standen, wie ein riesiges, lebendiges Fresko. Die Kostüme stammten von der großartigen Milena Canonera, der mehrfachen Oscarpreisträgerin aus Italien, die mit Stanley Kubrick an Clockwork Orange und Barry Lyndon gearbeitet hatte. Alle Vuitton-Darsteller erhoben sich, sangen und interpretierten ihre Rollen mit weiten Gesten.

Aus ihrer Mitte marschierten die Models – mit einer Kollektion, die zwischen intelligentem Historismus und avantgardistischer Moderne hin- und hersprang. Spanische Rüschenröcke mit zusammengesetzten Skijacken, bis diese Kombination einen atemberaubenden Rock mit Blouson aus zinnfarbenem Leder hervorbrachte. Alle einleitend gezeigten Looks wurden in Sci-Fi-Rockabilly-Stiefeln verankert – Silberfarben oder aus nietenbesetztem schwarzem Lackleder.



Louis Vuitton – Herbst/Winter 2020/2021- Womenswear - Paris - © PixelFormula


"Die Zeit ist in der Mode immens wichtig. Deshalb wollte ich verschiedene Epochen einer anderen Zeit, der unsrigen, gegenüberstellen. Alle diese Vergangenheiten werden von den Persönlichkeiten in historischen Kostümen verkörpert", erklärte der Kreativdirektor der Womenswear von Louis Vuitton, Nicolas Ghesquière.

Verschwommene Gendergrenzen wie bei den männlich anmutenden Nadelstreifenhosen, edwardianischen Dandy-Westen und Savile-Row-Rockerjacken mit schrägen Taschen. Weltraum-Tech-Einflüsse vermischen sich mit silbernen Jacquards.

Unzählige attraktive Accessoires, von der neuen weißen LV Archlight über raffinierte goldene Minaudières bis hin zu fantastischen Moonboots-Imitationen mit aufgedrücktem LV-Logo. Diese wurden mit Fallschirmhosen gepaart, die absolut zeitgenössisch aussahen, wie der Großteil der Kollektion.

Für das Finale sandte das Luxushaus ein paar Matador-Jacken über den Laufsteg, während die Spotlights im schwarz verkleideten Showspace im Innern der Cour Carrée des Louvres für strahlendes Licht sorgten.


Louis Vuitton – Herbst/Winter 2020/2021- Womenswear - Paris - © PixelFormula

 
Die Models marschierten zu einem bemerkenswerten Soundtrack: Three Hundred and Twenty, von Woodkid und Bryce Dessner, dessen Titel auf die Anzahl Jahre zwischen der frühen Barockmusik und den zeitgenössischen minimalistischen Sounds des Stücks hinweist.

Auch der ziemlich obskure Komponist Nicolas de Grigny war Teil des Soundtracks – ein Ausdruck des Aufeinandertreffens der Epochen, dem Leitmotiv der Veranstaltung. Es ist auch das Thema der nächsten großen Ausstellung im Costume Institute des Metropolitan Museum of New York. Dieses Jahr ist Vuitton Hauptsponsor des jährlich stattfindenden Balls.

Insgesamt bot die Show ein ziemlich brillantes Finale einer starken Schauensaison in Paris, obschon diese durch schwerwiegende Bedenken aufgrund des Coronavirus‘ überschattet wurde.

Die Modebranche, deren Akteure und Entscheidungsträger ständig umherreisen, ist besonders stark betroffen. Zudem dürfte die Branche in den kommenden Monaten auch durch den starken Einbruch der Reise- und Shopping-Lust der Konsumenten in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Saison endete in Paris mit nur zwei annullierten Schauen von rund 70 Veranstaltungen auf dem offiziellen Programm. "Ehrlich gesagt, standen wir unter hohem Druck, abzusagen. Doch ich denke, das wäre falsch gewesen. Ich bin überzeugt, dass es so sein musste, dass Christian Dior die Woche eröffnete und Vuitton sie schloss. Ich denke, das waren wir den Menschen und Paris schuldig, dass wir professionell sind und weitermachen", erklärte der CEO von Vuitton, Michael Burke. Die Marke ist bei Weitem die größte Tochter des LVMH-Luxusimperiums, zu dem auch Dior und fünf weitere in Paris defilierende Label zählen.

Keine dieser Marken sagte seine Show ab.

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