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Louis Vuitton: Großartige Show, nicht so großartige Kleider

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 02.10.2019
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Dem französischen Luxushaus Louis Vuitton gelang am Dienstagabend eine beeindruckende Show mit großartiger Inszenierung. Nur die gezeigten Kleider waren weniger überzeugend.


Louis Vuitton - Frühjahr/Sommer2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Das Haus investierte sein LVMH-Budget in dieser Saison sinnvoll und zauberte im Cour Carrée des Louvre-Museums in Paris für die Abschlussshow der Pariser Modewoche ein fabelhaftes Sperrholz-Set. Zwei parallele Tribünen standen einer riesigen Mauer gegenüber, zweimal so groß wie gewöhnliche Plakatwände. Darauf wurde ein Video der Transgender-Sängerin Sophie projiziert, die eine erweiterte Version ihres Songs It’s Okay to Cry darbot.

Ein sensationell dramatischer Auftakt. Dann, als die untergehende Sonne rosafarbene Tupfen auf die Stadt-Kulisse hinter Sophie zeichnet, öffnet sich gleich unter ihrem riesigen Kinn eine Falltür, aus der die Models erscheinen.

Mangelnde Kreativität kann man dem Louis Vuitton-Womensweardesigner Nicolas Ghesquière nicht vorwerfen. Er kann auch nicht den "einfacheren Weg" wählen und sich in die Modearchive des Labels stürzen, aus dem guten Grund, dass diese weniger als zwei Jahrzehnte zurückreichen.

Seine Ensembles neigen zu technischen Gemischen höchst unterschiedlicher Materialien. Karo-Chambraystoffe mit aufgebauschten Ärmeln über Tanktops in Bonbon-Farben mit paillettenbesetztem Zickzack-Muster, kombiniert mit einem herausragenden schwarzen Tüllrock. Oder eine Stoffweste im grauen Karomuster mit blutorangefarbenen, hochgeschlossenen Hemden und gestreiften Gangsterhosen mit aufgesetzten Taschen. Und zu fast allen Looks gab es Stoffblumen im Knopfloch.


Louis Vuitton - Frühjahr/Sommer2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Wenn sich das nun anhört wie eine Reihe wild zusammengewürfelter Kreationen, dann wahrscheinlich, weil dies zutrifft.

Nicolas Ghesquière hat ein ganz begabtes Köpfchen in seiner Prints-Abteilung, jemand, der wundervoll frische, comicbook-würdige, vergrößerte Blumenprints liefert. Zudem ist er ein wahrer Dandy der Schneiderkunst, dessen schnittigen Hosenanzüge in Pastellfarben allesamt großartig aussahen.

Auch sein Sinn für Humor ist ihm nicht abhandengekommen – eine großartige Monogramm-Umhängetasche wurde mit Bildern von einem Stapel Videokassetten dekoriert. Der Designer entwarf gar eine Videokassetten-Clutch.

Doch insgesamt machte sich das Gefühl eines Mangels selbstkritischer Überlegung breit, als wäre diese Funktion erst gar nicht vorgesehen. Mit nahezu jedem Look scheint er einen Schritt zu weit gegangen zu sein, wie Outfits von Filmstars, die überzeugt sind, dass sie gar keinen Stylisten mehr brauchen, um sich angemessen zu kleiden. Unter dem Publikum befanden sich denn auch zahlreiche Musiker und Hollywood-Stars: Jennifer Connolly, Justin Timberlake, Jessica Biel, Justin Theroux und Emma Chamberlain u.a.m.

Einst war Nicolas Ghesquière in seiner früheren Funktion als Kreativdesigner von Balenciaga der wichtigste tonangebende Designer in Paris. Doch diese Zeiten sind vorbei.

 

Louis Vuitton - Frühjahr/Sommer2020 - Womenswear - Paris - © PixelFormula


Und doch erhielt der Designer nach dem stürmischen Ausklang von Sophies Musik während seiner langen Runde um das hölzerne Set viel Beifall. Zwei Bereiche – VIPs und LVMH-Chefs – stimmten zur Standing Ovation an, die verbleibenden Gäste – von Käufern bis zu den Moderedakteuren (unter denen Anna Wintour mit Abwesenheit glänzte) – waren deutlich zurückhaltender.

Die allgemeine elitäre selbstzufriedene Stimmung schwappte in die Post-Show über, als die Gäste in einen erneuten Regenguss entlassen wurden. Hunderte davon wurden in ihrem Versuch, den Innenhof über die Passage Richelieu zu verlassen, wie dies täglich Tausende Touristen tun, von einer Horde Muskeltieren in den Regen hinausgestoßen, während eine PR-Tussi lautstark erklärte, der öffentliche Durchgang sei "VIPs vorbehalten".
 
Contritionem praecedit superbia et ante ruinam exaltatur spiritus, wie die alten Römer so schön sagten.
 

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