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Veröffentlicht am
22.07.2021
Lesedauer
2 Minuten
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Ludwig Beck: Erneut deutliche Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr

Veröffentlicht am
22.07.2021

Ludwig Beck muss nach dem Pandemie-Jahr 2020 auch im ersten Halbjahr 2021 erneut deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Der Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 einen Bruttoumsatz von 20,2 Millionen Euro (Vorjahr: 24,8 Mio. €).

Der Umsatz von Ludwig Beck leidet auch im ersten Halbjahr 2021 unter der Pandemie - Ludwig Beck

 
Die erneut massiven Einschränkungen in der ersten Jahreshälfte aufgrund der COVID-19-Pandemie haben sich deutlich auf die Umsatzentwicklung des Stammhauses am Marienplatz ausgewirkt. Im I. Quartal war das Kaufhaus an 54 Verkaufstagen aufgrund behördlicher Vorgaben geschlossen.
 
Aufgrund der negativen Umsatzentwicklung konnte Ludwig Beck lediglich einen Nettorohertrag von 7,6 Millionen Euro (Vorjahr: 9,1 Mio. €) erzielen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 5,4 Millionen Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. €). Der deutlich höhere betriebliche Ertrag sei auf eine erste Zahlung der Überbrückungshilfe III in Höhe von 4,2 Millionen Euro zurückzuführen, erklärt das Unternehmen.

Die Personalkosten gingen gegenüber dem Vorjahr von 6,7 Millionen Euro auf 5,9 Millionen Euro zurück. Aufgrund des harten Lockdowns und der anschließenden massiven Beschränkungen für den Einzelhandel hatte Ludwig Beck Kurzarbeit angemeldet, was sich entlastend auf die Ertragslage auswirkt habe.
 
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund der Überbrückungshilfe III von -4,0 Millionen Euro auf -1,0 Millionen Euro. Das Finanzergebnis lag mit -1,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Damit betrug das Ergebnis vor Steuern (EBT) -2,3 Millionen Euro (Vorjahr: -5,2 Mio. €).
 
Das Ergebnis nach Steuern belief sich aufgrund eines latenten Steuerertrags in Höhe von 0,8 Millionen Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. €) im ersten Halbjahr 2021 auf -1,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. €).
 
"Auch wenn sich aktuell eine deutliche Entspannung in der COVID-19-Pandemie eingestellt hat und ein steigendes Konsumverhalten der Verbraucher zu spüren ist, muss weiterhin mit einem unwägbarem Infektionsgeschehen und den negativen Folgen daraus gerechnet werden", so der Ludwig Beck Konzern.
 
In welchem Umfang die Konjunktur weiterhin negativ beeinflusst werden könnte, sei derzeit nicht abzusehen.
 
Zusätzlich rechne das Unternehmen als Trachtenhändler auch 2021 aufgrund der erneuten Absage des Oktoberfests mit deutlichen Umsatzverlusten und einer im Vergleich niedrigen Frequenz für den Standort München.

Der Vorstand gehe davon aus, dass sich erst nach einer flächendeckenden Impfung das Pandemiegeschehen deutlich entspanne und eine Rückkehr zu einem normalen Geschäftsalltag möglich sei.
 

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