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Veröffentlicht am
22.10.2020
Lesedauer
2 Minuten
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Ludwig Beck: Hohe Umsatzverluste durch Lockdown und Oktoberfest-Absage

Veröffentlicht am
22.10.2020

Der Münchner Modekonzern Ludwig Beck musste in den ersten neun Monaten des Jahres einen deutlichen Umsatzverlust hinnehmen. Der Konzern erwirtschaftete in den drei Quartalen einen Bruttoumsatz in Höhe von 41,0 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 63,7 Millionen Euro. Grund dafür sei der behördlich angeordnete Lockdown sowie die Absage des Oktoberfests.

Ludwig Beck macht hohe Verluste in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 - Ludwig Beck

 
Neben dem Lockdown und den teils massiven Einschränkungen nach Wiedereröffnung des Stammhauses habe Ludwig Beck durch die Absage des Oktoberfests weitere herbe Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dabei seien nicht nur der Bereich Trachten, sondern auch andere Bereiche wie Accessoires und Kosmetik betroffen, die sonst von den Touristen während der Zeit des Oktoberfestes profitierten.
 
Der Nettorohertrag auf Konzernebene verschlechterte sich um 10,6 Millionen Euro und betrug 14,8 Millionen Euro (Vorjahr:  25,4 Millionen Euro). Durch höhere Reduzierungsmaßnahmen zum Abbau der Corona-bedingten höheren Warenbestände verringerte sich die Nettorohertragsmarge von 47,5 Prozent auf 42,5 Prozent.

Bei den betrieblichen Aufwendungen konnten saldiert mit den sonstigen betrieblichen Erträgen Einsparungen von insgesamt 4,4 Millionen Euro hauptsächlich im Bereich des Personalaufwands erzielt werden.
 
Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei -5,0 Millionen Euro und somit bereits deutlich hinter dem Vorjahr (1,1 Millionen Euro) zurück. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf -6,8 Millionen Euro (Vorjahr: -0,6 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern (EAT) bezifferte sich auf -4,4 Millionen Euro (Vorjahr: - 0,2 Millionen Euro).
 
Mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich Wormland betrug das Ergebnis nach Steuern im Vorjahr -17,2 Millionen Euro.
 
Die Zahl der Mitarbeiter verliefe sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 im Wesentlichen aufgrund der Corona-Pandemie rückläufig mit 395 (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 426). Dieser Rückgang sei nicht auf Kündigungen zurückzuführen. Man habe "vakante Stellen teilweise nicht nachbesetzt und befristete Verträge nicht verlängert, um den massiven Umsatzverlusten entgegenzuwirken", so Ludwig Beck.
 
Die Lage des Einzelhandels bleibe weiterhin schwierig. Dennoch rechne das Management des Ludwig Beck Konzerns weiterhin, wie im Juli prognostiziert, für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Bruttoumsatz aus Warenverkäufen zwischen 63,0 und 70,0 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 95,3 Millionen Euro) sowie einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen -5,0 und -3,0 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2019: 4,6 Millionen Euro).
 
Diese Zahlen basieren jedoch auf der Annahme, dass es zu keinen erneuten Verschärfungen der behördlichen Anordnungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus komme, so das Unternehmen.
 
 

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