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Ludwig Beck mit roten Zahlen im ersten Halbjahr

Veröffentlicht am
25.07.2019
Lesedauer
2 Minuten
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Der Münchner Modekonzern Ludwig Beck schloss das erste Halbjahr 2019 mit roten Zahlen ab. Grund dafür sei der Verkauf von Wormland zum 30. April, wie Ludwig Beck in seinem Halbjahresbericht bekannt gibt. Nun möchte man sich wieder auf das Kerngeschäft am Münchner Marienplatz sowie den Onlinehandel konzentrieren.

Durch den Wormland-Verkauf schreibt Ludwig Beck rote Zahlen - Foto: Ludwig Beck


Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 erwirtschaftete der Ludwig Beck Konzern mit seinem fortgeführten Geschäftsbereich einen Bruttoumsatz in Höhe von 41,0 Millionen Euro. Der Umsatz im Vorjahr lag bei 41,3 Millionen Euro. Dieser Rückgang von 0,7 Prozent spiegle das allgemeine Branchenniveau wider, so Ludwig Beck.
 
Der Nettorohertrag lag bei 16,4 Millionen Euro, 0,2 Millionen Euro weniger als noch im Vorjahr. Die Nettorohertrags-marge bezifferte sich auf 47,6 Prozent, im ersten Halbjahr 2018 lag diese bei 47,9 Prozent.

"Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 Standards stiegen die Abschreibungen wegen zu bilanzierender Nutzungsrechte deutlich von 1,4 Millionen Euro auf 3,1 Millionen Euro. Hingegen sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen aufgrund der durch diese Bilanzierung entfallenden Mietaufwendungen stark von 7,2 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro", so der Konzern.
 
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 0,7 Millionen Euro, im Vorjahr auf 0,8 Millionen Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) sei durch den IFRS 16 Effekt mit 0,4 Millionen Euro sowie durch einmalige Beratungsleistungen durch die Veräußerung von Wormland mit 0,5 Millionen Euro belastet worden. Das Ergebnis nach Steuern aus den fortgeführten Geschäftsbereichen betrug deshalb im ersten Halbjahr 2019 ein Minus von 0,2 Millionen Euro. 2018 konnte das Unternehmen noch ein Plus von 0,5 Millionen Euro erzielen.
 
Das Ergebnis nach Steuern, das auch den aufgegebenen Geschäftsbereich von Wormland mit einbezieht, betrug -17,0 Millionen Euro (Vorjahr: -3,0 Millionen Euro). Der immense Verlust setze sich aus der Verkäuferzuzahlung in Höhe von insgesamt 11,5 Millionen Euro und dem abgegangenen Eigenkapital des Wormland Teilkonzerns in Höhe von 5,5 Millionen Euro zusammen, wie Ludwig Beck erklärt.
 
Das Ergebnis nach Steuern betrug insgesamt -17,2 Millionen Euro, im Vorjahr - 2,6 Millionen Euro.
 
Durch die Veräußerung Wormlands könne man sich jetzt wieder auf die Kernbereiche konzentrieren.
 
"Die in 2019 umgesetzten Entscheidungen bilden jetzt die Basis, um in Zukunft wieder profitabel wirtschaften zu können. Das Fundament dazu bildet nicht zuletzt die in Eigenbesitz befindliche Immobilie am Münchner Marienplatz", sagt Dieter Münch, Vorstandsmitglied der Ludwig Beck AG.
 
Der Vorstand bestätigt seine im Quartalsbericht I/19 angepasste Prognose. Aufgrund der Ausweisvorgaben des IFRS 5 und der damit verbundenen Anpassung der Konzerngesamtergebnisrechnung gehe er für die fortgeführten Geschäftsbereiche von einem Konzernumsatz zwischen 94 und 98 Millionen Euro sowie einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 4 und 5 Millionen Euro aus. Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich werde  -17 Millionen Euro betragen.

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