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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
19.02.2016
Lesedauer
2 Minuten
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Luxus pusht Kering

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
19.02.2016



Kering will mehr Kontrolle und mehr Exklusivität bei seinen Luxusmarken
Von der Krise im Luxussegment blieb Kering weitgehend verschont. Die Erlöse in 2015 stiegen um 15,4% auf 11,58 Mrd. Euro. Währungs- und portfoliobereinigt lag das Plus bei 4,6%. Die Luxusaktivitäten mit Marken wie Gucci, Bottega Veneta, Yves Saint Laurent und kleineren Labels wie Alexander McQueen, Balenciaga, Brioni, Christopher Kane, McQ oder Stella McCartney standen mit 7,87 Mrd. Euro für 68% des Gesamtumsatzes, die Sport- und Lifestyle-Aktivitäten mit Puma mit 3,68 Mrd. Euro für den Rest. Luxus war dabei mit einem Plus von 16,4% der Treiber, sowohl bei Lederwaren, RTW oder Schuhe; nur das Uhren- und Schmuckgeschäft litt unter dem starken Franken. Insgesamt zahlte sich Kerings Strategie, die Distribution durch eigene Läden und Onlinehandel stärker unter Kontrolle zu haben, aus. Mittlerweile werden 71% des Luxusumsatzes über eigene Vertriebskanäle umgesetzt. Während Gucci und Bottega Veneta solide im niedrigen zweistelligen Bereich wuchsen, überzeugte Yves Saint Laurent mit einem Umsatzplus von knapp 38% und verfehlte die Milliarden-Grenze nur knapp.
Bei der bislang strauchelnden Tochter Puma, die die Sport- und Lifestylesparte dominiert, konnte Kering immerhin eine erfolgreiche Repositionierung vermelden: Die Umsätze steigen wieder, auch wenn es einen Einbruch beim bereinigten operativen Ergebnis gab (-31% auf 94,8 Mio. Euro). Der Einbruch wirkte sich auch auf die Kering’sche Gesamtbilanz auf, da die Luxusmarken ihr operatives Ergebnis zwar stärken konnten, der Zuwachs von 2,5% auf 1,71 Mrd. Euro aber nicht ausreichte, um den Rückgang im Sport/Lifestyle-Segment zu kompensieren. Beim berichteten Nettoeinkommen gab es für Kering dank gesunkener Schuldentilgung und des Verkaufs des Schuhmachers Sergio Rossi hingegen wieder ein Plus von knapp 32% auf 696 Mio. Euro. Die Dividende bleibt mit 4 Euro/Aktie unverändert.


Die intellektuell-retro-angehauchte Neupositionierung von Gucci unter Creative Director Alessandro Michele soll in 2016 Früchte tragen
Für das laufende Jahr rechnet Kering damit, weiter auf Wachstumskurs zu bleiben - auch wenn das wirtschaftliche Umfeld alles andere als stabil ist. Im Sinne einer stärkeren Kostenkontrolle soll die Expansion mit eigenen Stores im Luxussegment weiter gedrosselt werden und bei Puma hofft man auf steigende Gewinne. „Wir sind in eine neue Phase des Wachstums eingetreten. Wir sind perfekt positioniert, um die Stärke unserer Marken zu nutzen und die Wertschöpfung langfristig zu maximieren“, so CEO und Chairman François-Henri Pinault, „Ich bin zuversichtlich, dass die Arbeit unserer kreativen Teams und das Engagement all unserer Mitarbeiter es uns ermöglichen, unseren Wachstumskurs im Jahr 2016 und darüber hinaus fortzuführen."

Foto: DW // Gucci Kampagnenbild SS16

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