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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.09.2019
Lesedauer
3 Minuten
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Luxus- und Modehäuser der EU wollen 2020 international wachsen

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.09.2019

Weltweit belasten der drohende Brexit und international Handelskriege zwar den Ausblick für die Konsumwirtschaft. Doch in den drei wichtigsten EU-Ländern konzentrieren sich Marketing-Fachleute der Modebranche für das kommende Jahr auf grenzüberschreitende Expansionspläne.

Exporte bilden für Mode-Unternehmen einen wesentlichen Schwerpunkt


Einem neuen Bericht von Rakuten zufolge betrachten Marketing-Experten in Großbritannien, Deutschland und Frankreich das internationale Wachstum als ihre Top-Priorität für 2020. Dies könnte als Reaktion auf die gedämpften Wachstumsaussichten im Heimmarkt gedeutet werden.

Das Unternehmen befragte 610 Marketing-Fachkräfte aus Luxusmode, Mainstream-Mode, Einzelhandel, Reise- und Finanzbranche und erfuhr dabei, dass 53 Prozent davon ungeachtet des aufgrund des Brexit und der anhaltenden Handelskriege drohenden Kostenanstiegs für Exporte und Importe die Erschließung neuer Märkte zu den Top-Prioritäten für das kommende Jahr zählen.

Für viele Unternehmen lohnt sich dieser Fokus. Boohoo verzeichnete steigende Umsatzzahlen im Ausland, Kurt Geiger expandiert über die Grenzen hinaus, auch Next konzentriert sich auf die internationalen Möglichkeiten und viele andere strömen auf den globalen Markt. Im Vergleich zu früheren Expansionsprojekten liegt der Schwerpunkt heute jedoch stärker auf dem Online-Geschäft und der Zusammenarbeit mit lokalen Händlern als auf der Eröffnung teurer Ladenketten.

Die Studie von Rakuten zeigt, dass die wirtschaftliche Ungewissheit in den drei Ländern im Marketingbereich keine negativen Auswirkungen haben dürfte: 74 Prozent der Marketing-Budgets sollen aufgestockt werden. In Großbritannien entspricht dies für mittelgroße Unternehmen (zwischen 101 und 500 Mitarbeitenden) einer durchschnittlichen Budgeterhöhung um GBP 275.000 (EUR 310.000).

Rakuten ermittelte weiter, dass für 41 Prozent der Befragten die erstarkende Konkurrenz von Online-Handelsriesen die größte Bedrohung für 2020 darstellt. In Großbritannien ist es kaum überraschend, dass dies von den Fachkräften in der Mainstream-Mode besonders deutlich empfunden wird, hier führten 57 Prozent der Unternehmen diese Bedrohung an. In Großbritannien führt nicht zuletzt der anhaltende Erfolg von Online-Modehändlern wie Boohoo zum Niederdrücken der gesamten Konkurrenz, aber auch der amerikanische Gigant Amazon greift immer stärker in den Markt ein.

Der internationale Geschäftsführer von Rakuten, Anthony Capano, erklärte: "Marketingfachleute sehen 2020 eindeutig als entscheidendes Jahr an, um eine solide internationale Aufstellung zu erreichen, inmitten der Online-Anbieter, die die Geschäftstätigkeit in Großbritannien aufgemischt haben. Es ist als positiv zu werten, dass Marken nach Möglichkeiten suchen, von den globalisierten Einkaufspraktiken zu profitieren, die in den vergangenen Jahren aufgekommen sind, und ihr Geschäft in neue und lukrative Märkte bringen wollen. Für all diejenigen, die international Erfolg haben und den Umsatz weiter ankurbeln wollen, ist es entscheidend, dass sie sich darauf konzentrieren, wie sie die neuen Märkte angehen und weniger Verschwendung bei ihren Marketing-Ausgaben verzeichnen können".

Diesbezüglich erwähnten die Umfrageteilnehmer aus Großbritannien, dass 30 Prozent ihres Marketingbudgets noch immer für falsche Kanäle oder Strategien vergeudet wird (ein Anstieg um 10 Prozent seit Anfang 2018). Doch im Mainstream-Markt scheint die Fehlerquote mit einer nur auf 23 Prozent geschätzten Budget-Verschwendung kleiner zu sein.

Interessant ist auch, dass E-Mail-Marketing zwar viel Aufmerksamkeit erhält, doch 31 Prozent der Befragten dieses als Haupttreiber für verschwendete Marketingausgaben ansehen. Sie suchen nach innovativeren Kanälen und viele investieren neue Mittel in Alternativen wie Affiliate Marketing und Werbung in den sozialen Medien.

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