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AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.03.2021
Lesedauer
2 Minuten
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LVMH: Biodiversitätsneutral bis 2030

Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
25.03.2021

Die weltweite Nummer eins der Luxusbranche, LVMH, will seine Auswirkungen auf die Biodiversität bis 2030 neutralisieren, wie der Image- und Umweltdirektor des Konzerns, Antoine Arnault, am Mittwoch im Interview erklärte.


Antoine Arnault - Archivbild. - Courtesy of Berluti



"Wir streben bis 2030 für alle unsere Lieferketten das Prädikat "Null Wüstenbildung und Entwaldung“ an", erklärte Antoine Arnault in einem Interview mit Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO, das in der Zeitung La Croix veröffentlicht wurde.

"Die technologischen Fortschritte und die Tatsache, dass alle großen Unternehmen gleichzeitig an diesen Ansätzen arbeiten, ermöglicht uns im 10- oder 15-Jahreshorizont ein verschmutzungsfreies Wachstum", bekräftigt Arnault.

Konkret setzt sich LVMH dafür ein, bis 2030 auf die Verwendung von Rohstoffen aus Regionen zu verzichten, in denen das Entwaldungs- oder Wüstenbildungsrisiko besonders hoch ist. "Bis dahin werden wir auch in allen unseren strategischen Materialien auf regenerative Landwirtschaft umgestellt haben: Trauben, Baumwolle, Wolle, Leder und Palmöl". Außerdem wird LVMH in diesem Zeitraum 5 Millionen Hektar an Lebensräumen für Fauna und Flora rehabilitieren, so Antoine Arnault.

Um die Auswirkungen auf die Biodiversität zu ermitteln, stützen sich der Konzern und seine 75 "Häuser" (Louis Vuitton, Dior, Guerlain, Fendi, Dom Pérignon und Bulgari) in Zusammenarbeit mit der Beratungsfirma Quantis auf den Global Biodiversity Score, der von CDC biodiversité – einer Filiale des staatlichen Finanzinstituts Caisse des dépôts.

In einem am Montag auf dem Fachportal Business of Fashion veröffentlichten Bericht wird den modischen Großkonzernen vorgeworfen, dass bei ihren Umweltengagements die Taten oft stark von den großen Reden abweichen. Kering (Gucci, Saint Laurent, Balenciaga ...) schnitt von den 15 Luxus-, Großhandels- und Sportswearkonzernen, die untersucht wurden, am besten ab und erzielte 49 von 100 Punkten auf dem erstellten Index. LVMH erzielte 30 Punkte und landete damit hinter PVH (Calvin Klein, Tommy Hilfiger ... 41 Punkte) und Hermès (32 Punkte), aber noch vor Richemont (19 Punkte).

Antoine Arnault verwies darauf, dass LVMH sein Engagement "für das tierische Wohlbefinden" verstärke. Dennoch bietet der Konzern seinen "Kunden weiterhin Leder und Pelze an, da ihre synthetischen Ersatzstoffe andere Schwierigkeiten verursachen können, wie die Verschmutzung der Weltmeere durch Mikroplastik".

LVMH leiste einen Beitrag zur "Erhaltung der Arten, beispielsweise der Alligatoren. Hier sind sich die Experten einig, dass die Entwicklung von Zuchtfarmen dem Verschwinden entgegengewirkt hat", so Arnault. "Es gibt keine Kosmetika ohne Pflanzen, keine Handtaschen ohne Tiere … Unsere Produkte stammen von der Natur und es ist unsere Pflicht, sie zu schützen", ergänzte er.

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