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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.12.2020
Lesedauer
5 Minuten
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LVMH launcht "Climate Week" und Umweltschutzstrategie "Life 360"

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.12.2020

Anlässlich des 5. Jahrestags des Abkommens von Paris und des Weltklimatags bekräftigt der französische Luxuskonzern LVMH sein Engagement für die nachhaltige Entwicklung. Vom 8. bis 11. Dezember organisiert die Gruppe die "LVMH Climate Week", in deren Rahmen die 163.000 Angestellten des Unternehmens virtuell zusammenfinden. An verschiedenen Konferenzen werden sie auf die Herausforderungen des Klimawandels sensibilisiert, und aufgefordert, ihre Best Practices zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu teilen. Ein Konzept, um "jungen Mitarbeitenden und Experten die Möglichkeit zu geben, die Klimastrategie des Konzerns gemeinsam zu erarbeiten". Weiter plant LVMH, an der Veranstaltung einige der neuen Ziele aus dem Umweltprogramm "Life 360" zu präsentieren.

Guerlain beteiligt sich an einem Bienenschutzprogramm der UNESCO - LVMH

 
Auf der Website von LVMH werden im Verlauf der Klimawoche neue Inhalte und Konferenzen zugänglich gemacht. Die Woche wurde am Dienstag im Beisein des ehemaligen französischen Premierministers Laurent Fabius, der die COP 21 leiten wird, und der französischen Paleoklimatologin Valérie Masson-Delmotte eingeweiht. Insgesamt sollen 49 innovative neue Lösungen präsentiert werden. Am Montag skizzierte LVMH an einer Videokonferenz bereits die großen Linien des neuen Nachhaltigkeits-Fahrplans.

Die für die Umweltentwicklung zuständige Managerin Hélène Valade, die vor knapp einem Jahr zum Unternehmen gestoßen ist, erklärt: "Die Welt hält mit den 2015 am Abkommen von Paris vereinbarten Klimazielen nicht Schritt. Die Forscher drängen auf eine Beschleunigung und LVMH nimmt diese Fragen sehr ernst". In den vergangenen fünf Jahren hat die weltweite Nummer 1 der Luxusbranche die mit ihrem Energieverbrauch verbundenen Emissionen um 25 Prozent gesenkt und in den verschiedenen Tochterunternehmen zahlreiche Initiativen eingeführt. Nun will LVMH einen Schritt weiter gehen.

Die im Jahr 2016 festgelegten Ziele des Programms Life 2020 sind fast alle erreicht. Deshalb wird das Programm in diesem Jahr vom Folgeprogramm Life 360 abgelöst, das drei wichtige Fristen vorsieht. Die Etappenziele sollen nach drei, sechs und zehn Jahren (also 2023, 2026 und 2030) erreicht werden. Die ehrgeizigen Zielsetzungen und umfassen über Klimafragen hinaus auch den Schutz der biologischen Vielfalt, der für die Industrie als nächste große Herausforderung erachtet wird.

Stella McCartney, die als Pionierin im Bereich umweltfreundliche Mode gilt, berät LVMH seit 2019 zu nachhaltigen Entwicklungsfragen. Auf ihre Initiative führt das Unternehmen regenerative Anbauprogramme ein und startete mehrere Pilotprojekte. So ein Programm in der Türkei für den Anbau von Biobaumwolle. Es werden dabei rein natürlichen Düngemitteln verwendet, die die Böden nähren und ihre Kohlenstoffbindungskapazität verbessern.

Die CO2-Bilanz des Konzerns - LVMH


Die Luxusgruppe ist mit ihren 75 Tochterunternehmen für 0,5 Prozent der weltweit durch die Textilbranche produzierten Kohlenstoffemissionen verantwortlich. Bislang berücksichtigte der Konzern die direkten Emissionen (Scope 1) und die Emissionen aus bezogener Energie (Scope 2). Im neuen Programm sollen auch indirekte Emissionen (Scope 3) in die Berechnung miteinbezogen werden (also der CO2-Ausstoß, der bei anderen Schritten des Produktlebenszyklus entsteht, wie beispielsweise bei der Beschaffung, beim Transport usw.).

Das Unternehmen setzt somit in Zukunft auch bei den CO2-Emissionen seiner Zulieferer an. "Angesichts der zehntausenden Zulieferer, mit denen wir arbeiten, ist dies ein großes Unterfangen. Es wird nicht einfach sein, aber wir müssen es tun, da wir am Weg festhalten wollen, der im Abkommen von Paris vorgegeben wurde", erklärt Hélène Valade. In anderen Worten bedeutet dies, dass die Zulieferer ihre Emissionen reduzieren, sie nach Möglichkeit vermeiden und andernfalls kompensieren müssen. Unter den neuen Vorsätzen des Konzerns befindet sich auch das Ziel, bis 2030 in allen Produktionsstätten 100 Prozent erneuerbare Energien zu verwenden, die Stores bis 2023 mit 100 Prozent LED-Beleuchtungen auszustatten und bis 2026 bei Louis Vuitton beispielsweise gänzlich auf Kunststoffverpackungen zu verzichten.

"Wir wollen einen neuen Luxus bieten, einen Wandel wie Ende des 19. Jahrhunderts, als die Art Nouveau-Bewegung die Natur wieder ins Zentrum der Kunst rückte. Es handelt sich um eine neue Vision des Luxus, in der Kreativität und Know-how, aber auch die Pflanzen- und Tierwelt, sowie gesunde, lebendige Böden und wertvolle Rohstoffe ihren Platz haben. Alle unsere Produkte sind mit dieser lebendigen Natur verbunden. Der künstlerische Aspekt muss dieselbe Bedeutung haben wie der natürliche Einfluss. Wir müssen der Natur zurückgeben, was wir ihr genommen haben", führte die Managerin weiter aus. "Diese Vision und diese Verbindung finden im Programm Life 360 Ausdruck".

Diese neue Politik stützt sich auf die Zertifizierung der Branchen durch "strengere und stärkere Standards". Aber auch auf eine Überlegung zu den Produkten und ihrer Lebensdauer. (Diesbezüglich verfolgt LVMH das neue Second-Hand-Geschäftsmodell sehr genau, während Berluti und Louis Vuitton bereits Reparaturservice anbieten). Weiter soll der Warentransport neu organisiert werden. Guerlain und Louis Vuitton überarbeiten ihre Logistikprozesse, um ihre permanenten Kollektionen mit dem Schiff und nicht mehr per Luftfracht zu befördern.


Die vier Schwerpunkte des Programms Life 360 - LVMH

 
Der Konzern setzte sich auch intensiv mit "der Zeit, dem Verhältnis zur Zeit" auseinander, "vor allem im Zusammenhang mit den Schauen". In Zukunft könnten diese weniger zahlreich ausfallen und vermehrt durch digitale Elemente ergänzt werden. Es liegt auf der Hand, dass es nicht mehr möglich ist, wie Louis Vuitton 2016 für die Cruise Collection für eine 15-minütige Show einfach mal schnell nach Rio de Janeiro zu fliegen.

Auf die Frage des Einflusses von Aktivisten erwiderte Hélène Valade, dass "ihre Warnrufe nützlich sind", aber dass man diskutieren müsse. "Das ist sehr hilfreich, damit alle gemeinsam Fortschritte machen können. Jeder muss seine Positionen überdenken. Mit einigen Aktivisten ist dies manchmal etwas schwierig". Mit Blick auf die in Dänemark getöteten Zuchtnerze verwies die Managerin darauf, dass der Konzern seine Produkte aus Finnland beziehe.

"Es steht allen Maisons frei, ihre Stoffe frei zu wählen, sofern die Tierschutzbestimmungen in der Zulieferkette eingehalten werden. Da machen wir keine Ausnahmen", bekräftigt sie und fügt an: "Man darf auch das breitere Umfeld dieser Zuchtbetriebe und die damit verbundenen Arbeitsplätze nicht vergessen. Es muss ein Gleichgewicht zwischen Tierschutz, Umweltschutz und Sozialschutz gefunden werden".

"Fast 90 Prozent der Fragen in unseren Einstellungsgesprächen betreffen die Aspekte Nachhaltigkeit und Ethik. Wir müssen uns diesen Herausforderungen stellen. Nüchtern betrachtet geht es auch darum, unsere Geschäftstätigkeit zu schützen. Wenn wir nicht schnell konkrete Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung ergreifen, zeichnet sich eine Katastrophe für unsere Weinproduzenten ab. Deshalb müssen im Unternehmen alle miteinbezogen werden. Angefangen bei den Designern, die umweltgerechte Produkte gestalten müssen", so Antoine Arnault, CEO von Berluti und Leiter der Abteilung Image und Umwelt bei LVMH.

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