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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
30.03.2021
Lesedauer
4 Minuten
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LVMH-Preis öffnet sich der Allgemeinheit und gibt die Namen der 20 Halbfinalisten bekannt

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
30.03.2021

LVMH hat die Namen der 20 Halbfinalisten des diesjährigen LVMH-Preises bekannt gegeben. Dieser findet zum ersten Mal über eine digitale Plattform statt und gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, über die Auszeichnung abzustimmen.


Die Halbfinalisten des LVMH-Preises 2021 - Image: LVMH - LVMH Prize


 
"In diesem Jahr wird das Publikum zum Experten", betont LVMH in seiner Mitteilung. Die Öffentlichkeit kann ihre Stimme auf der Website lvmhprize.com abgeben, auf der die 20 Halbfinalisten vom 6. bis 11. April ihre Kollektionen präsentieren werden.
 
Das Halbfinale wird hauptsächlich von einer Jury aus rund 50 Experten bewertet: prominente Redakteure, Models, Stylisten, wichtige Einzelhändler, Visagisten und Dozenten aus dem Bereich Mode. In diesem Jahr wurde das Expertengremium um ein halbes Dutzend prominenter Namen erweitert, darunter die Tennismeisterin Naomi Osaka, die auch zur Botschafterin der diesjährigen Ausgabe ernannt wurde und den Award bis zum Finale begleiten wird.

Zusätzlich wurden fünf weitere Persönlichkeiten in das prestigeträchtige Expertenkomitee berufen: das Model Bella Hadid, die Chefredakteurin von Harper's Bazaar US, Samira Nasr, die Schauspielerin Léa Seydoux, die Fashion-Direktorin der Vogue Paris, Aleksandra Woroniecka, und Margaret Zhang, die Chefredakteurin der Vogue China. Die Stimmen des Publikums werden in der Endausscheidung wie die eines Experten gezählt.
 
"Dieses Halbfinale wird komplett digital stattfinden und wir wollten es so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen: Zum ersten Mal gibt der LVMH Prize der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die 20 Halbfinalisten auf der Website lvmhprize.com zu entdecken und für den Kandidaten ihrer Wahl zu stimmen", erklärt Delphine Arnault, die Initiatorin des LVMH Prize.
 
Wie groß das weltweite Interesse an dem 2013 ins Leben gerufenen LVMH-Preis ist, zeigt sich daran, dass die 20 jungen Hoffnungsträger aus einem Teilnehmerfeld von 1.900 Kandidaten ausgewählt wurden, die sich aus rund 110 Ländern beworben hatten.


Taakk Frühjahr/Sommer 2021


 
Die Halbfinalisten kommen in diesem Jahr aus 12 Ländern: China, Frankreich, Italien, Japan, Libanon, Nigeria, Südafrika, Südkorea, Großbritannien, USA und zum ersten Mal auch Albanien und Kolumbien.
 
Unter den 20 Teilnehmern befindet sich eine Mischung aus aufstrebenden Nachwuchsstars und eher unbekannten Talenten. Das größte Kontingent stammt aus Großbritannien: Alicia Robinson von AGR, Bianca Saunders, der Amerikaner Conner Ives, Saul Nash, die Albanierin Nensi Dojaka sowie Amy Trinh und Evan Phillips von Wed – sie allesamt leben in London.
 
Zu den bisher bekanntesten zählen sicherlich Charles de Vilmorin, ein gefeiertes Talent, das kürzlich zum künstlerischen Leiter von Rochas ernannt wurde und in Paris lebt, und Christopher John Rogers, einer von zwei New Yorker Designern zusammen mit Colm Dillane von Kidsuper. Sie gesellen sich zu zwei Italienern, Federico Cina und Andreas Steiner, einem italienischen Designer mit Wohnsitz in Paris, und zwei Designern aus Shanghai: Rui Zhou und Shuting Qiu.
 
Hinzu kommen zwei Talente aus Tokio: Takuya Morikawa, der für seine Marke Taakk bereits beeindruckende Erfolge verbuchen konnte, und Taku Midorikawa. Fünf weitere Designer vervollständigen das Programm: Kika Vargas, eine kolumbianische Designerin, die in Bogota ansässig ist, Adeju Thompson, ein nigerianischer Designer, der sich auf Unisex-Kollektionen spezialisiert hat und in Lagos lebt, Lukhanyo Mdingi aus Kapstadt, Menswear-Designer Dongjoon Lim aus Seoul und Cynthia Merhej, eine libanesische Womenswear-Designerin aus Beirut.


Eine AGR Festival-Kapsel - Photo: AGR


 
"Alle Halbfinalisten haben eine verantwortungsvolle Haltung in ihre kreative Vision integriert: Verwendung von innovativen oder traditionellen Materialien, Upcycling, recycelte Fasern, kunsthandwerkliche und lokale Ansätze. Diese Initiativen spiegeln den Wandel in der Mode- und Luxusindustrie wider. Von den Halbfinalisten entwerfen sieben Damenmode, fünf Herrenmode und zwei sowohl Damen- als auch Herrenmode. Sechs von ihnen entwerfen Unisex-Kollektionen. Diese Ausgabe markiert auch die Rückkehr von Strickwaren, körperbetonter Kleidung und den Einsatz von Farbe bei einigen Designer", ergänzte Arnault, Senior Executive bei LVMH und einzige Tochter von Bernard Arnault, dem Vorsitzenden und Hauptaktionär des riesigen Luxusgüterkonglomerats.
 
Wie es Tradition ist, werden die 20 Halbfinalisten nach dem 11. April auf acht Finalisten reduziert, die dann ihre Kollektionen persönlich vor einer finalen Jury präsentieren, die sich aus leitenden Designern innerhalb von LVMH und mehreren Führungskräften zusammensetzt. Aufgrund der Pandemie steht der Termin des Finales und die Bekanntgabe der Gewinner noch nicht fest.
 
Insgesamt gibt es fünf Preise: Der LVMH Prize for Young Fashion Designers, der mit 300.000 Euro dotiert ist und von einem einjährigen, maßgeschneiderten Mentorenprogramm durch ein engagiertes LVMH-Team begleitet wird. Der Karl Lagerfeld/Special Jury Prize, der einen jungen Designer mit 150.000 Euro und einem Mentorenprogramm honoriert. Und schließlich drei Preise für junge Absolventen von Modeschulen, die 2020 oder 2021 ihr Studium abgeschlossen haben, wobei sowohl sie als auch ihre Schule mit 10.000 Euro gefördert werden. Die preisgekrönten Absolventen werden außerdem für ein Jahr einem Kreativstudio eines LVMH-Hauses beitreten.

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