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Veröffentlicht am
27.10.2020
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LVMH und Tiffany verhandeln über Senkung des Übernahmepreises

Von
DPA
Veröffentlicht am
27.10.2020

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH verhandelt einem Medienbericht zufolge mit der US-Juwelierkette Tiffany über eine Senkung des Übernahmepreises. Damit wollten die Unternehmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, berichtete die "Financial Times" (FT) am Dienstag unter Berufung auf Insider.

Tiffany & Co


Die Tiffany-Aktie machte auf die Nachricht hin einen Sprung und lag in einem schwachen Markt 4,3 Prozent höher. Die LVMH-Aktie zeigte sich wenig auffällig.

LVMH wollte Tiffany ursprünglich für mehr als 16 Milliarden US-Dollar kaufen. Nach Beginn der Corona-Krise bekamen die Franzosen kalte Füße und versuchten die Übernahme abzublasen. Tiffany pocht indes auf Einhaltung der Vereinbarung. Die Konzerne haben sich gegenseitig verklagt, der Konflikt soll im kommenden Jahr vor Gericht gehen.

Jetzt sei Tiffany bereit, einen niedrigeren Preis als die ursprünglich avisierten 135 US-Dollar pro Aktie hinzunehmen, hieß es in dem Bericht weiter. Allerdings müsse der Preis über 130 Dollar pro Aktie liegen und LVMH müsse von anderen Änderungen absehen. Die Franzosen seien für die Diskussion dieser Bedingungen grundsätzlich offen. Die beiden Konzerne hätten die Angelegenheit nicht kommentieren wollen.

Wie Tiffany am Montag nach US-Börsenschluss bekannt gab, hatten EU-Kartellwächter die Übernahme durch LVMH genehmigt. Mit der Genehmigung aus Brüssel seien nun alle nötigen Zusagen von den zuständigen Aufsichtsbehörden erfolgt.

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