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Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.09.2021
Lesedauer
3 Minuten
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Mailänder Modewoche: Tod's triumphiert, Masse ohne Klasse bei Missoni

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
24.09.2021

Der Freitagmorgen in Mailand stand ganz im Zeichen zweier Labels, die auf italienischem Savoir-faire aufbauen – Tod's und Missoni, wobei ersteres seine bisher beste Prêt-à-porter-Kollektion vorstellte, während letzteres unter einem neuen Kreativdirektor völlig unterging.

Tod's: Cool und überzeugend




Tod's - Frühjahr/Sommer 2022 - Photo: Tod's


 
Technische Stoffe können für die meisten Designer schwierig sein, nicht aber für Walter Chiapponi, der an einem sonnigen Freitagmorgen in Mailand eine coole und sehr überzeugende Kollektion für Tod's präsentierte.
 
Chiapponi verwendete Bubble-Stoffe, Polyamide und hochentwickelte Nylons zusammen mit den edlen Ledern des Hauses, doch nichts wirkte irgendwie künstlich oder steif.

Die Stimmung war heiter, die Kleidung praktisch und ausgefeilt zugleich. Wie sein taubengraues, gepolstertes Nylonkleid mit Wellenausschnitt, die gesteppten Parkas aus behandelter Baumwoll und ärmellose Cocktailkleider, oder auch das große Mantelkleid aus Jute mit schrägen Taschen.
 
Außerdem hat Chiapponi die gesamte Herangehensweise des Hauses an Leder aufgefrischt. Von der schneidigen Fechtjacke aus ecrufarbenem Leder mit Ärmeln aus dem für Tod's charakteristischen Gommino-Leder bis hin zum Bustier-Cocktailkleid aus schwarzem Hirschleder mit einem großen "T" auf dem Rücken.
 
Es gab auch jede Menge Teile mit ordentlich Pep, wie das brillante beigefarbene Häkelkleid mit Hunderten von baumelnden Fäden oder die großartigen Windjacken, kurze Jerkins und Parkas, wie die, die Gigi Hadid zum Abschluss der Show trug.
 
Technische Boxer-Stiefel aus Nylon, dicke Plateauschuhe aus Krepp mit "T Timeless"-Schnallen oder dramatische neue Power-Sandalen runden die Looks ab.
 
Vor der Show begrüßte der im Februar ernannte Geschäftsführer Carlo Alberto Berretta die Redakteure und Stars in einem tollen beigen Zweireiher. Als ein Gast nach dem Namen seines erstklassigen Schneiders fragte, konnte Berretta antworten: "Ich bin von Kopf bis Fuß in Tod's gekleidet".
 
Die Show, bei der das Publikum auf weißen Zylinderhockern saß, endete damit, dass die gesamte Besetzung unter lang anhaltendem Applaus aus dem Padiglione D'Arte Contemporanea in einen sonnigen Garten marschierte.

Tod's hat mehrere Designer durchlaufen, seit der Mäzen und Hauptaktionär Diego della Valle beschloss, einen Vollzeitdesigner einzustellen – von Derek Lam über Alessandra Facchinetti bis hin zu einem hauseigenen Team, bevor Chiapponi vor zwei Jahren ernannt wurde.

Und bisher waren die Kollektionen von Tod's, ehrlich gesagt, eher durchwachsen. Die heutige Kollektion von Chiapponi war jedoch ein eindeutiger Gewinner. Kurz gesagt, die einfallsreichste und mit Abstand kohärenteste Laufstegkollektion von Tod's bisher.
 

Missoni: Jede Menge Masse und wenig Klasse



Bei Missoni war ein deutlicher Kurswechsel erkennbar, der aber nicht wirklich in die richtige Richtung ging.
 
Was einst ein bodenständiges, handwerklich orientiertes Strickwarenlabel in Familienbesitz war, wirkte bei der ersten Show, seit Angela Missoni die Kontrolle über das Design abgegeben hat, wie ein aufdringliches High Street Label.


Missoni - Frühjahr/Sommer 2022 - Photo: Missoni


 
Nachdem die Gründerfamilie eine Sperrminorität an dem Haus an die Investmentgruppe FSI verkauft hatte, dauerte es nicht lange, bis die neuen Eigentümer die Axt schwangen. Zuerst verließ Angelas Tochter Margherita das Haus, und dann wurde Alberto Caliri als Designer eingesetzt. Dennoch saßen Angela und ihre Mutter Rosita, die das Haus 1953 gegründet hatte, in der ersten Reihe.
 
Dies war Caliris erste Laufstegshow, mit dem offensichtlichen Auftrag, der Marke mehr Sexappeal zu verleihen. Das Ergebnis wirkte jedoch sehr, sehr gezwungen.
 
Von den schlichten, diagonalen Chenille-Cocktailkleidern mit auslaufendem Saum bis hin zu den knappen Häkel-Bikinis wirkte alles ein wenig vulgär. Ein silberblaues Kleid, das hinten viel zu freizügig geschnitten war, gab den Blick auf die dazu passende Unterhose frei.
 
Was die schrillen braunen und schwarzen Missoni-Logo-Looks anbelangt – insbesondere einen gürtelähnlichen BH, den das Model sichtlich ungern trug – nun, je weniger man dazu sagt, desto besser.
 
Bereits vor Beginn der Show in einer riesigen, feuchten, stillgelegten Fabrik am nördlichen Stadtrand von Mailand schienen die Vorzeichen ungünstig. Die Show am Morgen begann mit einer Stunde Verspätung, und in dieser Zeit waren die Gäste gezwungen, sich einen Soundtrack anzuhören, der wie eine biblische Flut klang. Das Publikum war so erpicht darauf, die Veranstaltung zu verlassen, dass viele bereits gegangen waren, bevor die Models aus der Fabrik herauskamen.
 
Schlechte Manieren, wenn man bedenkt, dass traditionell niemand geht, bevor sich der Designer verbeugt hat. Aber angesichts dieser Kollektion leider verständlich.

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