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Mailänder Modewoche zeigt Solidarität mit China

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
today 04.02.2020
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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"China, we are with you". Mit diesem Slogan wird Mailand seine nächste Fashion Week feiern, die vom 18. bis 24. Februar stattfinden wird. Angesichts der Verschärfung der Coronavirus-Epidemie will die italienische Modekammer ihre Solidarität mit China durch eine große Kampagne zeigen, die von einer speziellen Veranstaltung und mehreren Videoaustauschen begleitet wird, die während der gesamten Woche zwischen den beiden Ländern übertragen werden.
 

Die Mailänder Fashion Week kündigt 56 Modeschauen im Februar an - CNMI


"Wir haben die Entscheidung vor einer Woche getroffen, als wir die festgefahrene Situation in China spürten. Normalerweise erwarten wir während unserer Modewochen etwa tausend Besucher aus diesem Land, darunter Einkäufer, Journalisten und Stylisten. Fast 80% von ihnen werden nicht zu unserer nächsten Veranstaltung kommen können. Nur die Chinesen, die bereits in Europa sind, werden dort sein, nur ein paar Hundert", erklärte Carlo Capasa, Präsident der Camera Nazionale della Moda Italiana (CNMI) am Dienstag auf einer Konferenz in Mailand.
 
Die Mailänder Woche, die den Herbst/Winter-Kollektionen 2020/21 gewidmet ist, kündigt 56 Modeschauen an, darunter die Rückkehr von Moncler, Ports 1961 und Philipp Plein, zusätzlich zu den Womenswear-Debüts von Gilberto Calzolari und Vìen. Sie beginnt diese Solidaritätskampagne zugunsten Chinas am Abend des 18. Februar anlässlich der Eröffnung des Fashion Hub Market – des Bereichs, der aufstrebenden Designern gewidmet ist.

"Wir wollen durch Technologie eine Brücke zwischen Italien und China bauen. Die Idee ist, die Chinesen, die nicht in Mailand sein können, unsere Modewoche praktisch so erleben zu lassen, als ob sie hier wären. Wir werden insbesondere acht jungen chinesischen Designern die Möglichkeit geben, in unserem Fashion Hub Market mit den Looks, die sie uns schicken, und Videodiskussionen aufzutreten, wo sie ihr Projekt vorstellen und uns über ihre Situation berichten können", so Carlo Capasa.

Die acht aufstrebenden Marken, die dank der Unterstützung des chinesischen Retail-Giganten Chic Group über seine "Sino-Italian Fashion Town"-Plattform ausgewählt wurden, sind Xun Ruo, Leaf Xia, Han Wen, Pinhui Zhao, Emma Sweet, Zijue, Dot Minute und Shengyi Liu. Eine chinesische Marke, die zwischen Europa und den Vereinigten Staaten aktiv ist, wird voraussichtlich ebenfalls auftreten. Deren Name soll in den kommenden Tagen enthüllt werden.
 
Einige chinesische Designer mit Sitz in Italien oder Europa, die bereits Shows in Mailand veranstaltet haben, werden hingegen in dieser Saison nicht auf den Laufstegen stehen, da sie ihre Kollektionen aufgrund von Lieferproblemen aus China nicht fertigstellen konnten. Unter ihnen sind die Designer Angel Chen und Shuting Qiu.
 
Die Camera della Moda verpflichtet sich im Rahmen dieser Kampagne auch, viele Inhalte auf Chinesisch zu produzieren (Catwalks, Interviews, Backstage-Bilder usw.), um "die Geschichte der Modewoche zu erzählen und sie mit all ihren Emotionen für die zu Hause gebliebenen Chinesen lebendig werden zu lassen". Zur Steuerung des Projekts wurde ein spezielles Team zusammengestellt, das auch die Interaktion mit der chinesischen Öffentlichkeit einschließt.
 
In der Zwischenzeit wird die italienische Mode durch die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie bereits stark wirtschaftlich benachteiligt. "Für die erste Hälfte des Jahres 2020 wird ein Umsatzrückgang von 1,8% erwartet, insbesondere zwischen Januar und März, was unsere Jahresergebnisse eindeutig gefährdet", sagte Carlo Capasa.

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