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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.04.2020
Lesedauer
5 Minuten
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Maria Grazia Chiuri genießt kreativen Freiraum mit ihrer Familie in Rom

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
08.04.2020

Während das Land aufgrund des Covid-19-Fluchs zum Farniente gezwungen ist, fügte sich auch die Dior-Kreativdirektorin Maria Grazia Chiuri den italienischen Auflagen und zog sich mit ihrer Famiglia in Rom zurück. Dazu zählt nicht zuletzt ihre Tochter Rachele Regini, die als kulturelle Beraterin in der Kreativabteilung von Dior tätig ist.
 
“Ich bin mit meiner Tochter Rachele, wir haben uns in unser Familienhaus in Rom zurückgezogen. Wir durchleben diese Krise zusammen, deshalb denke ich, dass es sehr wichtig ist, ruhig zu bleiben und in unserer Kreativität Zuflucht zu finden. Ich habe das große Glück, gesund zu sein, wie auch meine Familie und Freunde", erklärte Maria Grazia Chiuri.
 

Maria Grazia Chiuri nach ihrer Show für die Herbst-/Winterkollektion Dior 2020


"Gesund zu sein und zu Hause bleiben zu dürfen ist ein Privileg, wir dürfen wirklich nicht vergessen, wie gut es uns geht", ergänzte die italienische Designerin, die aus Italien mit FashionNetwork.com kommunizierte.

Sie teilt sich eine Wohnung mit ihrer Tochter im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt, hoch über den Türmen und Kuppeln Roms. Von hier aus schweift ihr Blick über einen Orangengarten, in dem Nonnen Spazieren gehen und meditieren.

Maria Grazia Chiuri hat als Modeschöpferin schon immer eng mit ihrem Team und ihrem Atelier zusammengearbeitet. Sie weiß, was es bedeutet, klein anzufangen und beruflich aufzusteigen. Nach ihrem Studium am Istituto Europeo di Design in Rom stieß sie 1989 zu Fendi und übernahm die Verantwortung der zahlreichen Top-Accessoires des Hauses. 1999 wechselte sie zu Valentino über, wo ihr an der Seite ihres Designpartners Pierpaolo Piccioli die Verantwortung für Red Valentino anvertraut wurde. Zehn Jahre später übernahmen die beiden die kreative Leitung des Hauses Valentino, bis ihr im Jahr 2016 eine der renommiertesten Stellen der Modebranche angeboten wurde: Couturière und Kreativdirektorin der Womenswear von Christian Dior. Als erste weibliche Designerin bei Dior trat sie dadurch in die Fußstapfen von Branchengrößen wie Yves Saint Laurent, John Galliano, Gianfranco Ferré und natürlich Monsieur Dior höchstpersönlich.

Seit ihrer Ankunft bei Dior ist es der Designerin gelungen, einen willkommenen feministischen Blickwinkel in die Kollektionen einfließen zu lassen, und dabei zugleich einen unbeschwerten und doch kräftig-eleganten Stil zu bewahren. Die kontaktfreudige Designerin musste aufgrund der Distanz zu ihrem Designteam neue Wege finden, um den Kontakt aufrechtzuhalten und zusammenzuarbeiten.

"Die moderne Technologie hilft uns dabei, den Kontakt zu bewahren, mit FaceTime-Meetings und täglichen telefonischen Arbeitssequenzen. Die Mitarbeiter des Pariser Ateliers arbeiten von zu Hause aus und senden mir Updates der laufenden Arbeiten in fotografischer oder Video-Form. Natürlich stellt uns dies manchmal vor Herausforderungen, denn oft kommen die besten Ideen bei Gesprächen auf, mit Menschen, die mit uns im selben Raum sind. Doch ich denke, wir müssen uns alle an diese vorübergehende Veränderung anpassen. Meinem Team geht es gut und ich denke, von zu Hause zu arbeiten hat bei vielen die Kreativität angeregt. Kreativität ist ein sicherer Ort, an dem man Zuflucht von der realen Welt findet, somit ist sie gerade jetzt etwas ganz Besonderes", erklärte die Designerin.

Obwohl die Dior-Kreativdesignerin in Rom geboren ist, stammt ihre Mutter aus Salento in der Region Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels. Mit über 16500 Todesfällen durch die Covid-19-Epidemie ist Italien das am stärksten von der Gesundheitskrise betroffene Land der Welt.

"Es ist unmöglich, sich durch diese Situation nicht betroffen zu fühlen. Natürlich stimmt mich das, was gerade geschieht, sehr traurig. Ich war stolz, zu sehen, dass so viele italienische Modemarken – darunter natürlich auch Dior – Masken und Desinfektionsmittel für Krankenhäuser herstellen. Wir arbeiten eng mit so vielen Fabriken in Italien zusammen, dass ihr Schutz und die anhaltende Unterstützung nach dem Abklingen der Krise meine Priorität sind", sagte sie weiter.



Ein Look der Herbst-/Wintershow 2020 in Paris


Anders als viele Branchenakteure ist Maria Grazia Chiuri in den sozialen Medien nicht sehr aktiv. Für sie handelt es sich um eine Zeit der Reflexion, es gehe darum, den persönlichen Raum der Menschen während des Lockdowns sowohl physisch als auch virtuell zu schützen. "Ich nutze (soziale Medien) sporadisch, aber nicht mehr so viel. Ich bin mit der Arbeit und mit der Zeit, die ich mit meiner Familie verbringe, sehr beschäftigt. Letztlich bin ich keine sehr digitale Person".

Maria Grazia Chiuris jüngste Show für Dior wurde im Rahmen der Pariser Modewoche im Februar unter einem Zelt in den Tuileries-Gärten organisiert. Eine brillante Show unter dem Titel "Rivolta Femminile", deren Inspiration von Chiuris eigener Rebellion gegen bürgerliche Normen und Kleidervorschriften in ihrer Jugendzeit in Rom stammt. Darüber hingen riesige Neonschildern vom Claire Fontaine-Kollektiv, auf denen Folgendes zu lesen war: "Women are the Moon that Moves the Tides" (z. Dt.: Frauen sind der Mond, der die Tiden erzeugt) und "When Women Strike the World Stops" (z. Dt.: Wenn Frauen streiken, steht die Welt still).

Im Nachhinein ist es bemerkenswert, dass zu diesem Zeitpunkt fast 2000 Gäste an der Show teilnahmen, und Schulter an Schulter auf den Tribünenplätzen im Zelt saßen, wo doch heute klar ist, dass soziale Distanzierung der Schlüssel ist, um die von der Covid-19-Erkrankung erzeugten Wellen zu stoppen.
Rückblickend gesteht Maria Grazia Chiuri ein, dass ihr bereits früh bewusst war, wie schlimm die Lage war. "Mir war sofort bewusst, wie schlimm diese Krise war, als die ersten Nachrichten aus China eintrafen. Ich erinnere mich daran, es war gerade vor der letzten Herbst-/Wintershow. Ich arbeitete hart, doch meine Gedanken kehrten immer wieder zur sich entfaltenden Krise zurück".

Seither hat das Modehaus die geplante Dior Cruise Show in Apulien gestrichen, die Anfang Mai hätte stattfinden sollen. Darüber hinaus sagten die französischen Modeinstanzen auch die traditionell Anfang Juli organisierte Haute Couture-Woche ab. Das bedeutet, dass die nächste Modenschau für Dior erst im September auf dem Programm steht, mit der Frühjahrkollektion 2021 in Paris.

Wir fragen die Modeschöpferin, ob sie nach Wochen des Lockdowns und der Reflexion glaube, dass sich dadurch unsere bisherige Art, Modewochen zu organisieren und dafür um die halbe Welt zu reisen, verändern wird. "Ich denke nicht, dass wir das bereits voraussehen können. Die Welt wird sich an die neuen Routinen anpassen müssen, und das gilt auch für die Mode, zumindest für eine Weile. Es ist schwierig, vorauszusagen, wie sich die Welt in Zukunft verändern werden. Ich konzentriere mich in erster Linie auf die Gegenwart, gehe die Dinge Tag für Tag an und finde Zuflucht in meiner Kreativität. Ich denke nicht, dass es etwas bringt, auf Biegen und Brechen die Zukunft vorhersagen zu wollen. Es werden Anpassungen erforderlich sein und wir müssen uns darauf einstellen, uns diesen Änderungen zum gegebenen Zeitpunkt zu stellen".
 

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