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Marketing: Wie wirkt sich irrelevante Marketingwerbung aus?

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 12.07.2019
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Mobile Internetnutzer in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Großbritannien und den USA wurden über ihre Ansicht zu mobiler Werbung befragt. Nur 18 Prozent davon erwähnen Anzeigen auf ihrem Tablet oder Smartphone unter den bevorzugten Werbeformen. Werbung auf dem Smartphone wird im Vergleich zu E-Mails und Online-Werbeangeboten wenig geschätzt, war auch Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Portale hat, so eine Studie von Ogury.


Shutterstock


41 Prozent der Befragten bevorzugen Werbungen per E-Mail, ebenso viele auf Smartphones generierte Werbungen. Die Vorliebe für E-Mail-Werbung ist in Spanien mit 53 Prozent und in den USA (46 Prozent) besonders stark ausgeprägt. Nur Frankreich scheint diesbezüglich eine Ausnahme zu bilden, da 34 Prozent der französischen Nutzer Benachrichtigungen auf ihren Smartphones wünschen. Damit liegt dieser Wert mit demjenigen für Online-Werbung gleich auf.
 
Diesbezüglich stellt sich die Frage der Relevanz der Werbeanzeigen. Von den 287.000 Personen, die den Katalog mit neun Fragen beantworteten, erklärten 52 Prozent, dass eine zu aggressive oder irrelevante Werbung ihren Eindruck des Portals oder der App, die sie generiert, beeinträchtigt. Diese Zahl zeigt, wie wichtig es ist, in den Markenstrategien zielgruppenspezifische Marketingmaßnahmen zu ergreifen. Der Studie ist auch zu entnehmen, dass Frauen diesen Werbeformen am kritischsten gegenüberstehen: 60 Prozent zeigten sich durch nicht zielgruppenrelevante Werbung verärgert.

73 Prozent der spanischen Studienteilnehmerinnen und 66 Prozent der Amerikanerinnen erklärten, dass das betreffende Portal für sie nach einer unangebrachten Kundenwerbung mit einem negativen Image behaftet bleibt. In Deutschland lassen sich jedoch nur 35 Prozent der Userinnen von irrelevanten Angeboten erzürnen. Auch generationelle Unterschiede sind zu beobachten. Bei den jungen Verbrauchern sind die negativen Auswirkungen weniger stark ausgeprägt, so haben 54 Prozent der 18-24-Jährigen einen schlechten Eindruck des Portals, wohingegen sich solche Werbungen bei 45-Jährigen zu 65 Prozent negativ auswirkten.

Diese Zahlen dürften in Zukunft weiter ansteigen, da nur 16 Prozent der Befragten einen Rückgang der Anzahl nicht zielgruppenrelevanter Marketinganzeigen feststellten. Für 40 Prozent der mobilen Internetnutzer hat sich die Anzahl Werbeanfragen nicht merklich verändert und 44 Prozent sind gar der Ansicht, dass sie sich intensiviert haben. Die Lage scheint sich also trotz der steigenden Erwartungen der Kunden nicht zu verbessern.

Besonders deutlich wird diese Tendenz in Europa, wo 87 Prozent der Umfrageteilnehmer der Ansicht sind, dass sich die Situation nicht verändert oder gar verschlimmert hat. In Deutschland sind nur 6 Prozent der Befragten der Meinung, dass ein Rückgang der Anzahl Anzeigen notwendig ist. Das liegt weit unter dem in Großbritannien erhobenen Wert von 21 Prozent bzw. von 19 Prozent in den USA. Das Gefühl des Stillstands bzw. der Verschlimmerung ist über die Generationen hinweg etwa gleich ausgeprägt. Dennoch scheinen Frauen diese Auswirkungen stärker zu verspüren (89 Prozent) als Männer (85 Prozent). Das könnte so manche Portale dazu veranlassen, in Marketingangelegenheiten zurückhaltender vorzugehen, bis sie eine Möglichkeit haben, die Zielgruppenansprache ihrer Anzeigen zu verbessern.

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