Maroc in Mode: Schnelle Lieferung und hohe Qualität

706 Besucher reisten aus dem Ausland an: 35% aus Spanien, 26% aus Frankreich, 7% aus Sub-Sahara Afrika (Burkina Faso, Kongo, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Mali, Mauretanien und Senegal), 7% aus UK, 6% aus Italien, 6% aus Deutschland, 6% aus Tunesien, 5% aus der Türkei und 5% aus Portugal. Einige Besucher kamen auch aus Brasilien und der Schweiz.


Denim ist eine der Stärken der marokkanischen Textilindustrie - Foto: Amith

Sie nannten Fast Fashion als ersten und wichtigsten Grund für eine Partnerschaft mit marokkanischen Produzenten. Analysen des French Fashion Institute zufolge steigt der Bedarf an Fast Fashion enorm und deckt mittlerweile mehr als 25% der gesamten Einkäufe ab, aber auch Short-Term-Deliveries bis zu sechs Monate steigen mit 35% am Gesamtvolumen.

Mohamed Tazi, General Director von AMITH, dem marokkanischen Textilverband, bestätigt diese Stärke der marokkanischen Industrie: „In den letzten zwei Jahren wurde dem Thema Fast Fashion immense Aufmerksamkeit geschenkt. Marokko steht in der weltweiten Rangliste von Mode-Exporteuren an siebter Stelle. Wir haben hohe Ziele diesen Industriesektor hinsichtlich Qualität, Nachhaltigkeit, Technologie und Logistik noch weiter zu fördern.“

Abderrahman Atfi von MedSourcing und Vorstand von AMITH: “Die Inditex Gruppe hat ihre Produktionen in Marokko verdoppelt. Aus diesem Grund hat unser Unternehmen jetzt ein eigenes Büro in La Coruna eingerichtet um dadurch noch besser mit kurzfristigen Lieferungen dienen zu können. Marokkanische Produzenten haben Erfahrung in quick response.”

Besucherstruktur
Mehr als 1.000 Besucher besuchten die MAROC IN MODE, von ihnen 350 aus dem Ausland. Zu den internationalen Besuchern zählten unter anderem: Mustang/D, Charles Voegele/CH, Timezone/D, Sportalm/A, Galerie Lafayette/F, Zadig & Voltaire/F, Desigual/ES, Barbour/UK, Mango/ES, Bershka/ES, Ted Baker/UK, Perry Ellis/UK, Sandro/Fr.

Fast Fashion, ebenso wie der ausgezeichnete Denim-Bereich auf der Messe, stellten ein unschlagbares Angebot dar und bieten die Flexibilität die für zukünftige Planungen nötig sind.

Eine interessante Feststellung ist, dass immer mehr internationale Marken und Retailer/private labeling mit marokkanischen Agenturen zusammenarbeiten, welche im Auftrag ihrer Kunden auf der Messe auswählen/handeln/kaufen. Sie haben die nötige Kenntnis des Marktes und treffen zu Beginn der neuen Modesaison Herbst/Winter 2017/18 die richtigen Entscheidungen, wie auch noch für neue Dispositonen für Frühling/Sommer 2017. Sie agieren komplett im Namen des Kunden von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung.

Auch für marokkanische Produzenten ist die Messe eine wichtige Plattform um ihre Vorlieferanten zu treffen. Einer dieser Vorlieferanten ist die ägyptische ICRG Group, die feinste Baumwollstoffe, aber auch Knitwear und Konfektionskleidung produziert. Maher El Sedawi, Präsident der Gruppe, sagt: “Diese Plattform eignet sich ausgezeichnet um neue potentielle Partner zu treffen. Das Handelsabkommen zwischen Ägypten und Marokko, wie auch mit der EU, ermöglicht es uns, unkompliziert und zollfrei zu liefern. Wir nehmen zum ersten Mal an der Messe Teil, aber wir werden wiederkommen.“
Bemerkenswert war, dass auch afrikanische Käufer aus Sub-Sahara-Afrika auf der Messe vertreten waren und direkte Order erteilt haben.


Textilarbeiterinnen in Marokko. Dort ist man stolz auf die kundigen Facharbeiterinnen. - Foto: Amith
Ausstellerstruktur

Die 115 Aussteller präsentierten dem Sektor Hauptthemen wie Fast Fashion, Knitwear, Denim, Sportswear und Vorlieferanten. Der Großteil der Aussteller kam aus Marokko. Eines der Ziele ist es jedoch, diesen Sektor durch weitere internationale Teilnehmer auszubauen. Spezialisten aus der Türkei, Tunesien, China, Belgien, Spanien, Frankreich, Portugal und Ägypten zählten ebenso zu den Ausstellern wie Vorlieferanten aus Deutschland. Tunesische Aussteller präsentierten sich in einem tunesischen Gemeinschaftsstand, organisiert von Cepex, der tunesischen Exportorganisation. Aufgrund der Kooperation mit afrikanischen Staaten ist es das erklärte Ziel, zukünftig noch mehr afrikanische Stärke auf der Messe zu demonstrieren.

Viele der marokkanischen Aussteller sprachen über den Produktionsanstieg für die Inditex Gruppe, aber auch für Mango, Top Shop und Marks & Spencer. Matesa, Denimwear und Fast Fashion Spezialist, produziert monatlich zwei Millionen Meter Denim. Sie sind komplett vertikal organisiert. Blue Bird, Produzent von Womenswear von Blusen über Kleider und Hosen bis hin zu Mänteln, zählt Retailer wie Biba UK und House of Frasers zu seinen Kunden. Amin Bouidri von der Larini Group nahm mit deren jüngster Marke, Sabae, teil. Sie bieten begehrte Teile in Form von Tuniken, Shirts, Kleidern, Röcken, Shorts, Jacken, Jumpsuits, Hosen und Mänteln. Ihre wichtigsten Kunden sind Zara, Mango, SuiteBlanco und Desigual. Die Produktion unterliegt der AQL-Kontrolle.
Nächster Termin: Maroc in Mode - Sourcing in Maroc, Marakesch, 26. und 27. Oktober 2017

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