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Veröffentlicht am
05.12.2011
Lesedauer
3 Minuten
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Marokko buhlt um Auftraggeber

Veröffentlicht am
05.12.2011

Die marokkanische Industrie blickt optimistisch in die Zukunft. Die Lage in Asien scheint die europäischen Einkäufer zu einem Umdenken bei ihren Bezugsquellen zu zwingen. Mit der Unterstützung von Verbänden und Behörden wollen die Ausrüster offenbar ihr technisches Niveau stärken, von der Zulieferung zur Arbeitsgemeinschaft umstellen und insbesondere ihre Abhängigkeit von Spanien reduzieren, auf das 37 % der Gesamtexporte fallen. Nach Frankreich gehen 35 %.

Maroc Souring, Maroc in Mode
Die beiden Messen fanden im Kongressgebäude von Marrakesch statt.


„Die Textil- und Bekleidungsindustrie generiert 7 Milliarden Euro, drei davon im Export. Im Oktober legten die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % zu“, erklärt Mohammet Tazi, Chef von Amith (Verband der marokkanischen Textil- und Bekleidungsindustrie). So waren die beiden Messen Maroc in Mode und Maroc Sourcing, die vom 16. bis 18. November stattfanden, die Gelegenheit, den europäischen Einkäufern die Vielfältigkeit der Produkte und Unternehmen vorzuführen. Eine Chance, von der Neuverteilung der Sourcing-Karten zu profitieren. „Wir sind gekommen, um das marokkanische Angebot im Textilbereich zu entdecken. Und die geographische Nähe sowie die politische Stabilität sind eindeutige Vorteile“, schätzt so auch ein Einkäufer eines deutschen Männermodekonzerns.

„Die Industrie in Marokko profitiert tendenziell von den Auswirkungen der Krise. Die Einkaufszentralen bestellen weniger bei Zulieferern, die weit entfernt sind und konzentrieren sich auf eine kurzfristige Planung, und somit auf nahe gelegene Länder wie Tunesien, die Türkei und Marokko“, erklärt Aziz Elkouhene, Geschäftsführer des Hemdenspezialisten Quattro.
Die Aussteller sind überzeugt, das Marokko zurzeit in diese Bresche springt, aber angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftslage mehr und mehr beansprucht werden wird, auch wenn die europäischen Verteiler sich in einer schwierigen Phase befinden.

Gildas Minvielle, Leiter des Wirtschaftsobservatoriums des Institut Français de la Mode, fasst die Situation zusammen. Einerseits werden in China die Produktionskosten stark zunehmen und die Hersteller sich verstärkt auf den internen Markt mit 1,3 Milliarden Einwohnern konzentrieren. Parallel dazu schwächelt der Konsum in Europa. „Europa befindet sich in einer Konjunkturdelle. Es gibt verschiedene Versorgungsstrategien und in den eher nüchternen Kollektionen werden Stoffe gemischt. Und schließlich beobachten wir eine Neuordnung in den asiatischen Produktionsländern sowie eine stärkere Tendenz, Produkte im näheren Umfeld zu erwerben“, erklärt Gildas Minvielle. So ist der Wert der chinesischen Importe in das Europa der 27 von Januar bis August um 10 % gestiegen. Importe aus Marokko und Tunesien jedoch haben im selben Zeitraum einen Zuwachs um 12 %, beziehungsweise um 8 % verzeichnet.

Der Umfang der marokkanischen Exporte nach Europa legte um 9 % zu. „Die europäischen Marken beziehen ihre Ware zu 85 % in Asien und für die 15 verbleibenden Prozentpunkte entscheiden sie sich erst nach den ersten Verkäufen. Einige Kunden haben jedoch eine sehr klare Sourcing-Politik und legen Wert auf die geografische Nähe der Produktionsstandorte. So können sie besser auf unvorhersehbare Entwicklungen wie Quoten oder andere Ereignisse reagieren“, erklärt Khalid Boujida von Modaline, das insbesondere für Pimkie, Phildar, Inditex und H&M arbeitet.
„In Marokko liegt ein großes Potenzial“, fasst Jean-Patrice Gros von Lectra zusammen. Das Unternehmen unterstützt das Anliegen der Region, die Länder des Gebiets auf dasselbe technische Niveau zu bringen, um die Arbeit der Einkäufer zu erleichtern.

Bei der Messe Maroc in Mode bleiben einige Fragen jedoch unbeantwortet. Die wichtigste darunter: Wie kann das Land auch mit fertigen Kollektionen zu einer treibenden Kraft werden? Punkto Wertschöpfung ist dies unumgänglich, doch bisher waren es die Einkaufszentralen mit ihren Modedesigner-Teams, die die Wahl der Stoffe trafen und sie bestellten, bevor sie sie ihren Zulieferern zukommen ließen. Um sich zu profilieren, muss die marokkanische Industrie alles auf die Mode setzen und ihre Stoffe im Vorfeld selbst finanzieren. Dann kommt natürlich auch die Preisfrage hinzu. Ein Ausrüster bringt es auf den Punkt: „Einige Einkäufer wollen Kaviar zum Preis von Sardinen“.

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