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Veröffentlicht am
04.07.2012
Lesedauer
2 Minuten
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Marokko: Fès Fast Fashion legt einen verkaufsfördernden Start hin

Veröffentlicht am
04.07.2012

Die neue Wandermesse für marokkanische Bekleidungsproduktion hat erfolgreich 600 Besucher in Fès empfangen. Unter ihnen befanden sich mehr als 100 Vertreter von großen, europäischen Marken, die die Zielgruppe der Messe sind. Adidas, Camaïeu, Promod, Monoprix, Armand Thiery, Phildar oder auch Etam waren Teil der vorhandenen Marken.


Fès Fast Fashion.

„Dank der Messe konnten wir den Marken Firmen vorstellen, mit denen sie normalerweise nicht zusammenarbeiten“, erklärt Mohamed Tazi, Generaldirektor der Amith (marokkanischer Textil- und Bekleidungsverband) und Organisator der Messe. „Es sind technisch gute Firmen, die aber nicht unbedingt die Eigenschaften haben, um sich im Ausland zu verkaufen und zu zeigen.“

Vom 20.-22. Juni haben ca. 65 Firmen ihr Können präsentiert. Ein paar weniger als erhofft, deshalb denkt die Organisation darüber nach, die Messe von 3 auf 2 Tage zu verkürzen. Einige der Aussteller erklärten, dass sie auf der Fès Fast Fashion bessere Resultate erzielt hätten, als auf der Maroc in Mode.

„Der Nachteil in Marokko ist, dass viele Leute nur durch Einkaufszentralen funktionieren. Sie suchen nicht mehr nach Marken, nehmen nicht direkt Kontakt auf“, beklagt Gregory Petit-Peucelle, Generaldirektor bei Maroc Modis, einer Tochterfirma des Triumph-Konzerns. „Die Zentralen verschließen auf diese Weise die Türen. Würden die Marken direkt mit den Lieferanten kommunizieren, gäbe es auf lange Sicht gesehen mehr Dynamik und Sicherheit. Auf der Messe lautet die Frage nicht, ob die Fabrikanten gut sind, sondern, ob sie verfügbar sind.“

Eine Ansicht, die Mehdi Ghorfi, seinerseits Verantwortlicher für Vêtir 2000 (produziert für die Marken Promod, Blanco, Sinéquanone, Cortefiel oder auch Max Mara), nicht teilt. „Es ist normal, dass man lieber mit Leuten zusammenarbeitet, die man kennt. Ich kann maximal einen neuen Kunden pro Jahr annehmen: eine Frage der Kapazität“, erklärt er. „Ich finde die Messe ein wenig klein. Was gut läuft, sind die B2B-Zusammenkünfte, die von der Amith organisiert werden. Die Amith findet im Voraus heraus, welche Bedürfnisse wir haben und sucht die Kunden dementsprechend aus. Der Vorteil von dieser Art von Treffen ist, dass man vorher weiß, dass die Leute interessiert sind.“

Während einer Reise durch die Region, um seine Lieferanten zu treffen, hat Pierre Michel Guyomard auch den Umweg zur Fès Fast Fashion auf sich genommen. Er ist der Sourcing-Direktor der Marke Grain de Malice und vertraut dem marokkanischen Know-How. „Wir sind mit unseren lokalen Partnern sehr zufrieden“, erklärt er. „Was die Machart und die fertigen Produkte angeht, erfüllen sie immer unsere Erwartungen. Sie besitzen eine sehr lange und interessante Textilgeschichte, ein Know-How, das man nicht unbedingt woanders findet. Es ist natürlich das Land, dem man sich am nächsten fühlt.“

Die marokkanischen Fachleute werden sich, durch diese neue Erfahrung gestärkt, für die Maroc in Mode und die Maroc Sourcing vom 10.-12. Oktober in Casablanca eintreffen. Beide Messen haben während der letzten Ausgabe 150 Firmen beherbergt.

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Tags :
Mode
Sport
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