Maus-Fréres verleibt sich Lacoste fast komplett ein



Nicht länger in Familienhand: Lacoste gehört fast komplett der Maus-Fréres-Gruppe
Nachdem die Maus-Fréres-Gruppe in der vergangenen Woche ihren Anteil an Lacoste um 30,3% erhöhte, sicherte sie sich nun weitere Anteile am Unternehmen. Sophie Lacoste-Dournel, Enkelin des Firmengründers René Lacoste, verkaufte vor einigen Tagen ihre Anteile in Höhe von rund 28% ebenfalls an die Schweizer. Damit besitzt das verschwiegene Unternehmen aus Genf, deren Tochter Devanlay wichtigster Lizenzpartner ist, knapp 95% an der französischen Krokodil-Marke. Insgesamt soll die Maus-Fréres-Gruppe für beide Anteilskäufe zwischen 650 und 730 Mio. Euro bezahlt haben, schätzen Brancheninsider.
Möglich war der Einstieg ins familiengeführte Unternehmen nur weil hinter den Kulissen ein erbitterter Familienstreit schwelgte. Michel Lacoste und seine Tochter Sophie Lacoste-Dournel kämpften erbittert gegeneinander und verloren beide. Sie drängte ihn von der Spitze des Verwaltungsrates, er verkaufte daraufhin seine Anteile, um sie zu verärgern und ihr die Führung des Unternehmens zu erschweren. Sie gab nun ebenfalls nach, da sie nicht gegen die Schweizer agieren wollte. Und wie so oft, wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte, der keine emotionalen Familienbande hat.


Foto: via flickr

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