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Max Mara und die Wiedergeburt des Logos

Veröffentlicht am
today 21.09.2017
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Mailand Fashion Week: Eine strenge Aussage über den zeitgenössischen Minimalismus und eine Erinnerung an die Freude über Total-Looks bei Max Mara, in einer Show, die die Wiedergeburt des ursprünglichen Logos der Marke verkündete.

Max Mara - Frühjahr/Sommer 2018 - Womenswear - Mailand - Max Mara


Und eine lehrreiche Erinnerung daran, dass zu einem Mode-Zeitpunkt, der von Guccis wahnsinniger Mixologie dominiert wird – eine saubere, klare, in Zaum gehaltene Betrachtungsweise der Mode auch ziemlich gut aussehen kann.

Der Laufsteg wurde in einem gigantischen Innenhof inszeniert und bestand aus einem Sandstrand mit dem aus den 1950er-Jahren stammenden, kunstvollen Max Mara Logo in altrömischer Schrift. "Das ist exakt das gleiche Logo, das mein Vater damals im Jahr 1951 verwendete, als er die aller erste Max Mara Kollektion auf den Markt brachte. Nur zwei Mäntel und ein Anzug.", erzählte der stolze CEO Dr. Luigi Maramotti, dessen Familie Max Mara besitzt.

Sein Vater Achille inszenierte seine erste Show in seiner Heimatstadt Reggio nell’Emilia, nachdem seine Mutter – die eine Schule für Näherinnen gründete – ihre drei besten Absolventinnen die ersten Looks schneidern ließ. Eine Tradition, die heute für die Marke Max Mara gilt, die stets für ihre einwandfreie Qualität und Verarbeitung bekannt ist. Heute umfasst dieses Einzelhandels-Imperium über 2.600 Verkaufsstellen weltweit, auf die Bekleidung bezogen stellt es die meisten auf Europas Laufstegen zeigenden Labels in den Schatten. Allein in Paris hat Max Mara sechs Läden, darunter einen großen Flagshipstore in der Avenue Montaigne und große Verkaufsflächen in den Kaufhäusern Printemps und Le Bon Marché.

Für den nächsten Frühling will Max Mara Damen in beige-farbenem oder weißem Organza sehen, in schmal geschnittenen Regenmänteln oder halb abgeschnittenen Trenchcoats, die zu Trenchcoat-Miniröcken werden. Außerdem wurden viele Muster für Komplett-Looks verwendet, für passende Mäntel, Röcke, Handtaschen und Schuhe. Die wundervolle Reihe an neuen Blumendrucken –Mohnblumen oder Kardonen – hielt auch die Stimmung frisch.

In knackigem Denim kamen perfekt geschnittene Blazer, Armeemäntel und maskuline Hosen daher, letztere jeweils mit einem 20 Zentimeter Umschlag. Ein Model in einer Jeansjacke trug ein Hijab – genauso wie viele in der ersten Reihe sitzende Damen. Alles in allem war der Denim-Augenblick das neuste Beispiel – um ganz ehrlich zu sein – für ein Helmut Lang-Revival in Mailand.

"Arbeite mit, nicht gegen die Natur.", zitierte das Programmheft den großen französischen Landschaftsgärtner Gilles Clément. Was diese Kollektion durchaus stark umsetzte. Papa Achille wäre stolz gewesen.

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