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Werbung

Memo International will hoch hinaus und fasst Fuß in Paris, Moskau und Riad

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 22.11.2019
Lesedauer
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Während alle großen Luxuskonzerne Nischen-Parfüms aufkaufen wollen, halten sich nur wenige unabhängige Duftmarken so gut wie Memo International und dessen drei Marken, die im internationalen Markt kräftig expandieren.



John Molloy, Mitbegründer von Memo International


 
Das Unternehmen mit Sitz in Genf verfügt über drei Marken – Memo Paris, Floraikü und Hermetica. Alle drei erfreuen sich eines schnellen, sorgfältig aufgegleisten Wachstums. Das vom irisch/spanischen Paar John und Clara Molloy gegründete Unternehmen Memo International ist ein beeindruckendes und einzigartiges Erfolgsbeispiel für die Einrichtung eines dynamischen, preisgekrönten Duftunternehmens.

Im Oktober weihte der Konzern die erste Parfümerie von Floraikü in Paris ein, an der Rue Bayard 28, nur wenige Schritte von der schicksten Einkaufsstraße der Stadt, Avenue Montaigne, entfernt.

In Saudi Arabien eröffnet Floraikü einen Store bei Harvey Nichols in Riad. Auch Memo arbeitet intensiv mit der Londoner Luxus-Kaufhauskette an der Kollektion "The Flying Collection". Dabei sollen die Flakons "Flügel haben, um in den Läden ein- und auszufliegen", witzelt John Molloy. Das Projekt entstand gemeinsam mit Harvey Nichols, und ist auch in London, Kuwait und Riad erhältlich.



Im Innern eines Floraikü-Stores


 
"Um eine Nischen-Parfümmarke zum Erfolg zu bringen, mussten Clara und ich zahlreiche persönliche Auftritte machen. In den USA werden diese erwartet, so fühle ich mich wie ein irischer Politiker an publikumswirksamen Auftritten. Nur muss ich dabei keine Babys küssen", schmunzelte John Molloy an einem Telefongespräch, während er am Flughafen Frankfurt auf seinen Flug nach Russland wartete. In diesem Schlüsselmarkt eröffnet er am Wochenende einen Floraikü-Store im riesigen Kaufhaus Tsum – auch hier wird seine Präsenz gewünscht. Vergangene Woche war er in den USA, in der nächsten Woche fliegt er in die Golfregion.

Das Ehepaar Molloy gründete das Unternehmen vor zehn Jahren, Clara als Kreativdirektorin und John, der bereits bei Kenzo und L’Oréal in leitenden Funktionen gearbeitet hatte, übernahm die Geschäftsführung.

In Paris eröffnete Clara Floraikü mit einer typisch eleganten Parfüm-Zeremonie, der olfaktorischen Version einer japanischen Tee-Zeremonie, die einen riesigen Einfluss auf die DNA des Unternehmens hatte. Floraikü ist die Fünfsterne-Marke des Unternehmens, das hochexklusive Label ist in 16 Ländern erhältlich. Es betreibt 4 eigene Stores und 25 Shop in Shops. Im Heimatmarkt Irland werden Memo und Hermetica im führenden Luxusgeschäft des Landes, Brown Thomas, sowie am Flughafen Dublin geführt.

Memo kann als Flaggschiff-Marke betrachtet werden und ist für seine Lederdüfte bekannt. Der Duft Moroccan Leather gewann im vergangenen Juni in Paris einen Fifi-Award, den begehrtesten Preis der Parfümbranche. Memo wird in 200 Läden in 45 Ländern geführt und betreibt auch eigene Stores in Paris, wie beispielsweise an der Rue Cambon gleich gegenüber des Chanel-Hauptsitzes, aber auch in Jakarta, Gstaad und New York. Die 10 bis 20 Quadratmeter großen Shop in Shops des Labels sind in Mexiko, Houston, München und Berlin zu finden.



Hermetica - Photo: Romain Ricard


 
Die dritte Marke im Bunde ist die molekulare Duftmarke Hermetica. "Er ist vegan, grün und sauber, es ist eine wahrhaft innovative Marke, die einzige, die ohne Alkohol auskommt. Damit unsere Kids in 20 Jahren zurückblicken und sagen können, dass wir der ökologischen Bewegung in der Duftbranche als Pioniere vorangegangen sind", erklärt John.

Hermetica hatte in Paris an der Rue Marbeuf 21 ursprünglich einen Pop up Store eingerichtet, doch wurde die Marke vom Vermieter auf die Straße gesetzt, als der benachbarte Dolce & Gabbana Store Expansionspläne hegte. Sie arbeitet jedoch mit der Kaufhauskette Le Printemps zusammen und richtete 20 Corner Stores ein, unter anderem in der japanischen Kaufhauskette Isetan und in Australien. Der Erfolg in Australien ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass die Parfüms auch in Kombination mit Sonnencreme-Produkten verwendet werden können. Dies ist in Australien ein wichtiges Anliegen, nachdem Buschbrände das kollektive Bewusstsein für die schwindende Ozonschicht schärften. Hermetica wurde außerdem von der bedeutenden amerikanischen Beauty-Website Byrdie mit einem Hautpflege-Award ausgezeichnet.

Memo International befindet sich in Privatbesitz und veröffentlicht keine Finanzinformationen, doch bestätigen brancheninterne Quellen, dass der Umsatz im Einzelhandel bei rund EUR 100 Millionen liegen dürfte. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz beschäftigt in Genf 30 Personen und zählt international rund 80 Mitarbeitende. Weitere 600 Personen sind in den weltweiten Verkaufspunkten mit dem Verkauf der Produkte betraut.

Die Familie Molloy lebt in einem Vorort von Genf. John und Clara haben zwei Kinder: einen elfjährigen Sohn, Bartholomew und eine achtjährige Tochter, Belen. Wenn sie nicht für ihr Unternehmen tätig sind, gehen sie ihrer Leidenschaft für Literatur nach. Clara ist eine anerkannte Dichterin. Ihr jüngster Gedichtband wurde von Cheyne herausgegeben und heißt "Tempe a Païa", nach Eileen Grays zweitem Zuhause im südfranzösischen Menton. "Es wurde erst vor kurzem veröffentlicht. Gedichte sind Claras Leidenschaft und der Gedichtband ist großartig", freut sich John Molloy.

Ein Duft der Flying Collection von Memo



Zusätzlich zur geografischen Expansion könnte das zukünftige Wachstum des Unternehmens auch durch neue Produktkategorien gefördert werden, wie beispielsweise Beauty-Produkte. Memo verfügt bereits über eine Körperpflegelinie mit Bade- und Duschgels sowie Kerzen und Duftspendern.

"Zurzeit konzentrieren wir uns auf den Ausbau der drei Marken. Hautpflege kann auf viele verschiedene Arten angegangen werden. Wir könnten mit einem Großkonzern zusammenarbeiten. Alle unsere Marken sind reif, in den Beautymarkt einzusteigen – allen voran Hermetica. Es ist eine Brücke zwischen Parfüms und Hautpflege", erklärt John Molloy.

Der Pariser Floraikü-Store ist nur ein paar Meter vom Hauptsitz von LVMH entfernt. Das Branchenschwergewicht hat bereits mehrere Luxus-Duftmarken übernommen, wie Francis Kurkdjian vor zwei Jahren. Estée Lauder erwarb Kilian, nachdem es sich bereits Editions de Parfums Frédéric Malle und Le Labo geschnappt hatte. Der spanische Beauty-Konzern Puig schluckte seinerseits Penhaligon’s und L’Artisan Parfumeur.

Eine weitere mögliche Strategie für die Molloys?

"So lange wird als Familienunternehmen weitermachen können, werden wir das auch tun", beschwichtigt John. "Würde uns aber jemand eine verrückte Menge Geld anbieten, würden wir vielleicht zugreifen. Aber wir haben noch keine Verkaufsgespräche geführt. Ich denke, wir haben noch gut 10 Wachstumsjahre vor uns und wer weiß – vielleicht möchten ja eines Tages unsere Kinder das Geschäft übernehmen?".

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