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Messenfazit: Guter Saisonauftakt in Berlin

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
today 23.01.2015
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Totgesagte leben länger: In Berlin war's fast wie immer. Die Bread & Butter wurde kaum vermisst
Fragte man die Aussteller, wie sie die drei Messetage (19. bis 21. Januar) empfunden haben, könnte man glauben, es steht eine Wahnsinns-Herbstsaison an. Die gezeigten Kollektionen wurden gut angenommen. Bei Männern dreht sich viel um das Thema Smart-Casual (am liebsten in Slim Version) und Anlehnungen an die 90er. Bei den Damen gibt es 70er-Jahre Flair, Bohemian Chic, Strick und Volumen. Auch ohne die Bread & Butter bietet Berlin noch genug Inspiration, auch wenn echte Spitzen selten sind (aber davon gab es vorher auch nicht mehr). Doch um den breiten Markt abzudecken, ist Berlin allemal eine Reise wert. Das dachten sich nicht nur deutsche, sondern auch einige internationale Händler. Was letztlich aber in den Orderbüchern landet, steht auf einem anderen Blatt. Viele Händler monieren nach dem fatalen Herbstgeschäft zu frühe Liefertermine und sinkende Margen. Viele wünschen sich mehr Unterstützung von der Industrie, bspw. bei der Inszenierung und Preisregelungen.
PREMIUM
Die Premium war von Montag bis Mittwoch gut besucht. „Wir hatten ein super Messe und eine super Resonanz“, hieß es bspw. am Stand der Loud! Agency (u.a. Don’t believe the Hype, Blaze). Über durchgehend gute Resonanz freute man sich auch bei Drykorn, die ihre Womenswear-Kollektion auf der Messe zeigten. Gut her ging es auch bei Lala Berlin in der neuen Halle 8. Die neuen Cubes mit Accessoires waren gut in die Laufwege integriert und wurden entsprechend gut frequentiert. Beim deutschen Schmucklabel Tinchen freute man sich über guten Zulauf. „Bei uns brannte wortwörtlich die Hütte“, jubelte auch Patrick Strupp von Rich & Royal, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite quasi einen Apres-Ski-Showroom erstehen hat lassen. „Die Nähe zur Premium hilft uns bei unserem angestrebten Trading-Up.“ Messechefin Anita Tillmann spricht von neuen „Besucherrekorden" in den ersten beiden Tagen: „Die PREMIUM war über die drei Messetage sehr gut besucht und der internationale Zulauf mit 75% stark wie immer.  Besonders die ersten beiden Messetage haben unserer Erwartungen weit übertroffen." Tillmann suchte auch in dieser Saison den Schulterschluss zur Berliner Politik und holte den neuen, deutlich weniger an Party-Glamour interessierten Bürgermeister Michael Müller ins Boot bzw. auf die Messe. Der zeigte sich beeindruckt war und versprach der Berliner Mode- und Kreativbranche unterstützend zur Seite zu stehen.
PANORAMA
Die Panorama konnte neben Ausstellerzuwachs auch einen deutlichen Besucherzuwachs registrieren. An den beiden ersten Messetagen verzeichnete sie ein Plus von gut 20% auf 50.000 Besucher aus insgesamt 96 Ländern. Die etablierten höherwertigen DOB-Anbieter profitierten von einander und wurden gut frequentiert. Auch die deutlich ausgebauten Casualwear-Hallen waren gut besucht. Der Standbau und die Inszenierung der Markenwelten haben nochmal einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. An vielen Ständen gab es kleine Happenings mit Prosecco und Musik. Das ist zwar weit entfernt von der B&B-Party, aber Party ist ja auch nicht das Ziel der Messe. Für viele etablierte Hersteller wie Gardeur, Olymp, MAC oder die Frank Henke-Gruppe ist sie daher genau die richtige Plattform. „Gemessen am deutlich erweiterten Portfolio internationaler Damen- und Herrenkollektionen, der gesteigerten Besucherfrequenz sowie des positiven Feedbacks von Besuchern und Ausstellern gleichermaßen, war die Panorama Berlin Herbst/Winter 2015/2016 ein voller Erfolg und beste Voraussetzung für eine weitere Expansion in der kommenden Frühjahr/Sommer 2016 Saison“, freut sich Panorama-CEO Jörg Wichmann.
SEEK
Überraschungsgewinner war die SEEK, die etwas abseits in der Arena in Köpenick ihren ersten Solo-Auftritt hatte. Das 200 Label starke Portfolio aus Contemporary Mens Fashion und Upper Streetwear etabliert sich als Leitplattform fürs progressive Segment. „Es war der richtige Zeitpunkt, mit der SEEK in die Arena umzuziehen. Mit 80% Herrenkollektionen ist sie Inspirationsquelle für alle Herren-Einkäufer und spiegelt den Zeitgeist des zunehmenden Bewusstseins für Herrenmode wider", erklärte Anita Tillmann, Geschäftsführerin der Premium Gruppe. Vor Ort zeigte sich Maren Viebus, Sales Director, sich sichtlich zufrieden mit dem Verlauf: "Man sieht es ja" und deutet auf die volle Eingangstür.  An den Ständen von Herschel, Fred Perry, Carhartt WIP oder Libertine-Libertine herrschte insbesondere Dienstagmittag guter Andrang. Ruhiger war es dagegen bei Nudie Jeans, was allerdings an der Randlage gelegen haben kann: „Grundsätzlich sind wir zufrieden. Alle wichtigen Kunden haben uns gefunden“, so Mesut Anliacik (Brandpool). Die ebenfalls dort untergebrachte #FASHIONTECH-Konferenz, die zusammen mit der re:publica veranstaltet wurde, schaute nach vorne und brachte neue Ideen aufs Tapet.
SHOW & ORDER
Zufrieden zeigte sich auch Messechefin Verena Malta für ihrer siebte Show&Order-Ausgabe. In diesem Januar hat die Messe im Kraftwerk einen „Besucherrekord mit sprunghaft angestiegenen Zahlen“ und größerer Internationalität verbucht. „Das liebevoll umgesetzte Konzept und der Gesamtauftritt unserer Messe ist spürbar für alle und überzeugt sofort. Wir haben die Messlatte wieder ein gutes Stück höher gelegt und damit gezeigt, dass der Standort Berlin stark ist“, jubelt die Rheinländerin über ihrer „Order-Pirsch-Ausgabe“. Die neue Wegeführung und die bessere Integration von Accessoires gefiel den Besuchern gut, ebenso wie der Mix aus Kunst und Musik. Auch die Aussteller waren zufrieden: „Falling in Love“, so etwa das Fazit von Snjezana Pusic, SchulzACO Agentur, die u.a. mit Manila Grace da war. „Unsere Kollektion erhält viel Aufmerksamkeit. Wir sind auf jeden Fall zufrieden“, so Patricia Fleischmann, die mit ihrem Label Alpensünde Premiere auf der Show&Order hatte.
CURVY IS SEXY
Die Curvy is Sexy blickte ebenfalls auf eine gelungene Ausgabe zurück, auch wenn die Besucherzahl unter der der Sommerveranstaltung lag. Die Plus-Size-Plattform hatte erstmals auf der Spandauer Event Island stattgefunden: „Schöne Location, aber etwas abgelegen“, so die einhellige Meinung zum neuen Standort. Die Nähe zum Flughafen Tegel nutzten das Fachpublikum vor allem am Montag - Erster Stop: Curvy!
Bei Zizzi, Junarose, Ulla Popken oder Studio Untold freute man sich über internationale Laufkundschaft und konnte einige Neukontakte verbuchen. „Wir ziehen ein absolut positives Fazit unserer Messebeteiligung. Wir konnten noch mehr Fachbesucher als bei der Vorveranstaltung auf unserem Stand begrüßen – teils neue Kunden, teils bestehende Handelspartner ", sagt Sabine Tietz, Sprecherin der Geschäftsführung beim Schwab Versand, zu dem sheego gehört.
BREAD & BUTTER
Das, was von der ehemaligen Leitmesse übrig ist, wurde gefunden - und zwar nicht nur aus Solidarität. Zwar irrten Händler ein bisschen im Karree Münz/Rochestraße umher, bis sie das B&B-Headquarter und den Blue-Yard-Hinterhof fanden. Viele Einkäufer ließen sich aber nicht abstrecken, Cinque, Drykorn (Men) oder CG Club of Gents einen Besuch abzustatten. „Die Situation ist hier eine ganz andere, aber wir sind zufrieden" sagte Torsten Widarzik von Campus. Die Marke zeigte im 5. Stock eine Auswahl ihrer Kollektion und war zusätzlich mit einem Popup-Showroom in der Münzstraße präsent. Das unkomplizierte Treffen am Dienstagabend war trotz Nieselregen recht gemütlich. Die 40 Labels, die ihm die Stange gehalten haben, werden sicherlich auch beim Revival im Sommer dabei sein.
ETHICAL FASHION SHOW & GREENSHOWROOM
Der erste Tag war trotz Eröffnung durch den Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Vergleich zu den Vorsaisons relativ ruhig. Am Dienstag kamen dann schon mehr Interessierte. Der Besuch lohnte sich, denn das gezeigte modische Spektrum war durch die Zusammenlegung beider Plattformen deutlich breiter. Elegante Businesswear, hochwertige Sweatie-Ware, funktionelle Kindermode, technische Outerwear, High-Fashion, Schuhe und Accessoires gab es zu sehen. Green Fashion ist längst nicht mehr die Hanf-/Filznische, sondern kann mehr. Wer kommerziellen Erfolg will, fährt allerdings zweigleisig. „Wir leisten hier noch Pionierarbeit. Die großen Händler müssten einfach mal eine große Fläche mit grüner Mode machen“, wünscht sich Frank Meyer von DNB Daily’s Nothing Better, die auch einen Stand auf der Panorama hatte.
Mit der SalonShow, Vorträge und Diskussionen rund um Green Fashion war die Plattform in Postbahnhof nicht nur Modemesse, sondern vor allem Leuchtturm-Projekt für ein bessere und faire Zukunft.

Fotos: JW, DW, Premium, Panorama

© Fabeau All rights reserved.

Tags :
Tourismus
Messen