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Milan: Eine spannende Fashion Week mit großen Comebacks und Newcomern

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 18.02.2019
Lesedauer
access_time 3 Minuten
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Nach New York und London geht der Stab an Mailand über. Die kommende Modewoche vom 19. bis 25. Februar bietet ein vielversprechendes und sehr ausgewogenes Programm mit Branchenführern und neuen Talenten. Insgesamt sind für die Herbst-/Wintersaison 2019/2020 173 Kollektionen und 60 offizielle Schauen geplant, die mehrheitlich in neuen bedeutenden Orten organisiert werden. Im September wurden 165 Kollektionen und 59 Schauen gezeigt. Außerdem stehen in der lombardischen Hauptstadt dreißig Sonderveranstaltungen und 85 parallel zur Modewoche organisierte Präsentationen auf dem Programm.


Die Moschino-Show im vergangenen September - © PixelFormula


Die Feierlichkeiten beginnen am Dienstagabend mit der Abendveranstaltung des Modehauses Benetton, das zum allerersten Mal im Rahmen der Milan Fashion Week defiliert und zu diesem Anlass die erste Kollektion von Jean-Charles de Castelbajac enthüllt. Am Mittwoch stehen drei weitere wichtige Schauen an: Zunächst das Comeback des Luxuslabels Gucci, das nach einem Abstecher nach Paris im vergangenen September wieder an seinen Hauptsitz an der Via Mecenate zurückkehrt. Darauf folgt Maison Margiela mit der ersten Präsentation der MM6-Linie in Mailand in der 30-jährigen Geschichte des Labels.

Am Abend dürfte Moncler mit der neuen Serie an Collaborations, die im Rahmen des Projekts "Genius" entstanden sind, im brandneuen Bereich Magazzini Raccordati für Aufregung sorgen. Die riesigen Lagerhallen unter den Gleisen des Bahnhofs Milano Centrale dürften unter anderem durch das Mitwirken der berühmten Daunenjackenmarke aufgewertet werden.

Bottega Veneta und die Ära Daniel Lee

Auch die Bottega Veneta-Show am Freitag, 22. wird mit Spannung erwartet. Gezeigt wird die erste Kollektion des neuen Kreativdirektors Daniel Lee, der Tomas Maier nach 17 Jahren an der Spitze des Modehauses abgelöst hat. Zu diesem Anlass organisiert das Label eine Show unter einem riesigen Zelt neben dem Arco della Pace, dem Mailänder Triumphbogen. Ebenfalls erwähnenswert ist die Rückkehr der chinesischen Designerin Angel Chen, die im September nicht defilierte. Ihre Show findet am Sonntag, 24. Februar, statt.


Neben den Branchengrößen wie Prada, Fendi, Moschino, Versace, Roberto Cavalli und Ferragamo können an der kommenden Modewoche aber auch zahlreiche neue Namen entdeckt werden. Drei davon hielten Einzug im offiziellen Schauenkalender, darunter Marco Rambaldi am 21. Februar. Der 28-jährige Designer aus Bologna launchte sein Damenmodelabel 2014 und gewann den Next Generation-Contest der italienischen Modekammer Camera della Moda.

Das 2002 vom Zyprioten Mayo Loizou und dem Polen Leszek Chmielewski gegründete Womenswear-Label Marios präsentiert seine jüngste Kollektion am 24. Februar. Das Label befindet sich seit der Ankunft eines neuen Partners in einer Relaunch-Phase. Die portugiesische Designerin Alexandra Moura aus Lissabon defiliert am 25. Februar. Ihr 2001 gegründetes Menswear-, Womenswear- und Kidswear-Label nimmt an der Fashion Week Lissabon und seit 2016 an der London Fashion Week teil. In ihren Entwürfen kommt durch den Einsatz von Texturen und Kontrasten eine schräge, künstlerische Vision der portugiesischen Romantik und Melancholie zum Ausdruck.


Ein Entwurf der vergangenen Winterkollektion der portugiesischen Designerin Alexandra Moura - alexandramoura.com


Mit diesen sechs Schauen können die sieben Abgänge der Saison ausgeglichen werden. Nicht mit von der Partie sind heuer Erika Cavallini, die mit der Herbst-/Winterkollektion 2019/2020 ihre letzte Kollektion für ihr gleichnamiges Label auf die Laufstege geschickt hatte. Das 2009 gegründete Semi-Couture-Haus war seit 2015 im Mailänder Kalender, setzt ihre Teilnahme aber bis zur Ernennung eines neuen Kreativdirektors aus.

Auch Daizy Shely pausiert nach der Geburt ihres Kindes. Das Label Fila, das im September zum Launch seiner hochwertigen Prêt-à-porter-Kollektion erstmals defilierte, organisiert dieses Jahr keine Modenschau, sondern eine große Feier. Die belgische Marke A.F. Vandevorst verlässt Mailand nach der Show in der vergangenen Saison wieder, wie auch der Designer Philipp Plein, der auf die New Yorker Laufstege zurückgekehrt ist.

Tiziano Guardini, der 2017 den ersten Oscar für umweltfreundliche Mode, den Green Carpet Award, gewonnen hatte, entschloss sich in dieser Saison für eine einfache Präsentation am 20. Februar. Am selben Tag plant Gilberto Calzolari, der den Green Carpet Award 2018 gewann, eine künstlerische Performance zur Enthüllung seiner Kollektion. Und Les Copains zieht es vor, eine "Fashion Installation" zu zeigen.

Das offizielle Programm der Fashion Week soll die unzähligen parallel geplanten Shows nicht in den Schatten stellen, so beispielsweise Dolce & Gabbana am Sonntag, 24. Februar, Maryling, Elisabetta Franchi, die 2005 vom chinesischen Designer Lei Zhang gegründete Marke Zlfzss, die am 21. Februar im Rahmen des Fashion Haining-Projekts zu sehen ist, und die kollektive Show der von TheOneMilano ausgewählten Pelzdesigner.
 

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