Mizuno will mit Wave Rider in der Sportswear Fuß fassen

Mizuno testet einen neuen Ansatz: Im kommenden Frühling präsentiert die japanische Marke ihre neue Kollektion "90's Athletics". Zum ersten Mal bietet sie mit dieser Kollektion für Sneakerheads ein ganzheitliches Streetwear-Angebot.


Mizuno spricht mit dem Modell Wave Rider1 Sneakerheads an - Mizuno

Die 1906 gegründete Marke kann in ihren Archiven so einige Verkaufshits finden, die es mit dem Retro-Trend wiederaufleben lassen könnte. Die stark auf Produktentwicklung getrimmte Marke präsentiert in jeder Saison neue Running- und Fitness-Modelle. 2019 konzentriert sie sich nun auf den Relaunch früherer Modelle. Die Wave Rider aus dem Jahr 1997 eröffnet den Reigen. Der Laufschuh, dessen 23. Auflage für Langstreckenläufer entwickelt wurde, kommt neu in starken Farbkombinationen daher.

"Bei diesen Produkten erwarten die Kunden, dass sie möglichst authentisch sind. In unseren Archiven können wir zahlreiche Modelle finden", so Nicolas Hope, Geschäftsführer von Mizuno Frankreich. "Das kommt von einer Überlegung zur Art und Weise, wie wir die Erwartungshaltung unserer Kunden und die Attraktivität der Marke über die reinen leistungsorientierten Faktoren hinaus erhöhen können. Dadurch wollen wir ein Zielpublikum erreichen, das uns nicht unbedingt kennt und unsere Attraktivität bei Sportlern stärken, die diese Modelle in ihrer Freizeit tragen können".

Die italienische Firmeneinheit brachte vor drei Jahren ein Luxus-Angebot auf den Markt, das im Premiumbereich situiert ist. Die sogenannte RB Line, deren Modelle mehr als EUR 300 kosten, wird zwar in den Premium Concept Stores weiterhin angeboten, doch launcht Mizuno mit der neuen Linie 90's Athletics eine neue Strategie für Sportswearkunden. Die Kollektion ist erschwinglicher und für einen breiteren Markt bestimmt. Das Angebot wird seit 2018 von einem "Kazoku" genannten Marketingprogramm begleitet, das von Luca Marchet aus Italien geführt wird. Das Programm erhöhte die Sichtbarkeit der Marke durch Collaborations mit anderen Labels und hochspezialisierten Streetwear-Läden wie Highsnobiety, Club75, Patta und Mita Sneakers. Alle diese Sonderserien weckten das Interesse der Sneakerheads.

In diesem Jahr macht sich die Marke nun an den zweiten Entwicklungsschritt der Kollektion. In Frankreich brachten Fabien Grimaud, Lifestyle-Chef und Katiana René, Lifestyle-Marketing- und Event-Verantwortliche die Modelle in einem Netzwerk von Fachgeschäften ein. Mit Preisen ab 145 Euro pro Paar liegen die Modelle preislich im normalen Bereich für Turnschuhe.


Mizuno

"In der ersten Saison bringen wir die Kollektion in dreißig Verkaufsstellen, hauptsächlich Concept Stores und Sneakershops wie Shinzo, La boîte collector, Nine und LeLieu", so Nicolas Hope. "In ganz Europa wird die Kollektion in rund hundert Stores angeboten. Es freut uns, zu sehen, dass die Fachhändler unsere Marke und einen Teil unserer Geschichte kennen. Unser Ziel ist es, in Frankreich ein Vertriebsnetzwerk mit 200 Verkaufsstellen zu erreichen".

Die Sportmarke entwirft auch ihre ersten Kleidungsstücke. So führt sie einen in Form und Schnitt von den 90er-Jahren inspirierten Trainingsanzug ein. In den kommenden Saisons soll das Angebot ausgebaut werden. Mit Archivmaterial in zahlreichen Sportarten verfügt Mizuno über das Potenzial, im wettbewerbsintensiven Sportswear-Retro-Trend ein neues Angebot einzuführen.

Mizuno erzielte im Geschäftsjahr (Stichtag: Ende März 2018) JPY 185,4 Milliarden (EUR 1,48 Mrd.) Umsatz, 30 Prozent davon im Ausland. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs verbesserte sich der Umsatz um 5,3 Prozent. In Europa stiegen die Umsatzzahlen nach einem Rückgang im Vorjahr wieder an. Mit dem Lifestyle-Schuh-Angebot dürfte der Konzern diese Entwicklung auch im zweiten Halbjahr bestätigen.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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