Montblanc beendet Marcolin-Partnerschaft und unterzeichnet Lizenzvertrag mit Kering Eyewear

Kering Eyewear hat ein neues Lizenzabkommen mit einem weiteren Label der Richemont Luxusgruppe unterzeichnet. Im März 2017 erwarb der Schweizer Luxuskonzern 30 % an Kering Eyewear und hat nun beschlossen, die Montblanc Brillen an die Tochtergesellschaft der Kering Gruppe in Padua, Norditalien, zu lizenzieren.

Villa Zaguri, das Headquarter von Kering Eyewear in Padua - Albrecht Fuchs

Mit diesem Vertrag, der die Produktentwicklung, Produktion und den weltweiten Vertrieb von Montblanc Brillen und Sonnenbrillen umfasst, hat die Marke der Richemont-Gruppe ihre 17-jährige Partnerschaft mit dem italienischen Brillenhersteller Marcolin beendet.
 
"Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die Design-Grenzen zu überwinden und über innovative Wege der Entwicklung von Brillen nachzudenken, um die urbanen Nomaden und Millennial-Abenteurer anzusprechen, die sich im Montblanc Ethos und seinen Markenwerten wiedererkennen," erklärte Nicolas Baretzki, CEO von Montblanc, in einer Pressemitteilung. Roberto Vedovotto, Präsident von Kering Eyewear, sagte: "Wir sind sehr stolz, diese neue Partnerschaft bekannt zu geben, die unsere Beziehung zu unserem Anteilseigner Richemont weiter stärkt."
 
Die erste Montblanc Kollektion von Kering Eyewear für Frühjahr/Sommer 2019 wird nächsten Januar präsentiert und erstmals auf der Messe SILMO vorgestellt, die vom 28. September - 1. Oktober 2018 im Messezentrum Paris-Nord Villepinte stattfindet.
 
Der Lizenzvertrag zwischen Kering Eyewear und Richemont folgt einem ähnlichen Deal mit Cartier im März 2017 und mit Alaïa im Februar 2018. Marken wie Chloé und Van Cleef & Arpels gehören ebenfalls zu Richemont, die Partnerschaften zwischen der Schweizer Gruppe und Kering Eyewear sind daher wahrscheinlich nicht die letzten dieser Art.
 
Im Geschäftsjahr 2017/18, das am 31. März endete, verzeichnete Richemont einen Umsatz von fast 10,98 Milliarden Euro, ein Plus von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Kering Eyewear, das die 17 Lizenzen der französischen Gruppe in rund einhundert Ländern vertreibt, erzielte 2017 einen Umsatz von 352 Millionen Euro.
 
Im aktuellen Jahresbericht wies die von François-Henri Pinault geleitete Gruppe darauf hin, dass das Brillensegment derzeit 5 % des weltweiten Umsatzes des Luxusgütermarktes ausmacht. Im Jahr 2017 betrug der Wert 12 Milliarden Euro, 4 % mehr als im Vorjahr.
 

Übersetzt von Eva Bolhoefer

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