Moose Knuckles gewinnt US-Markenfälschungsverfahren

Outerwear- und Lifestylemarke Moose Knuckles hat in einem Verfahren gegen 26 Beklagte aus China 52 Millionen US-Dollar (49,17 Mio. Euro) Schadensersatz zugesprochen bekommen. Diese hatten illegale "Moose Knuckles"-Websites und gefälschte Bekleidung und Zubehör unter dem Namen Moose Knuckles zu verkaufen.


Moose Knuckles Kollektion 2016. - facebook.com/MooseKnucklesCanada

Bezirksrichter Robert M. Dow Jr. sprach diesen Schadensersatz im Zuge des endgültigen Urteils und einer dauerhaften Unterlassungserklärung zu, die zu dem Schluss kam, dass sämtliche Beklagten vorsätzlich Markenverletzungen und Verletzungen des Urheberrechtes begangen haben und in Verzug sind.

Zusätzlich zur Geldentschädigung ordnete das Gericht an, dass 33 Domainnamen, die von den Beklagten zum Verkauf gefälschter "Moose Knuckles"-Produkte verwendet wurden, und von denen viele zuvor unter einer vorübergehenden Unterlassungsanordnung deaktiviert wurden, permanent gesperrt und an Moose International übertragen werden.

"Dieses Urteil spielt in der Strategie unseres Unternehmens gegen Markenfälschungen eine entscheidende Rolle und ermöglicht Moose Knuckles künftig effektivere und effizientere Maßnahmen gegen Markenfälscher im Internet", sagte Noah Stern, CEO von Moose International Inc.

Die nicht genehmigten Websiteswaren so gestaltet, dass sie als offizielle Websites von Moose Knuckles oder autorisierter Einzelhändler der Produkte von Moose Knuckles erschienen. Die Markenfälscher fügten Marketingbilder, Bilder der Produkte von Moose Knuckles und genaue Produktbeschreibungen ein, die direkt aus der ursprünglichen Website von Moose Knuckles herauskopiert wurden. Viele dieser nicht genehmigten Websites wurden mit Domainnamen eingerichtet, welche den Namen "Moose Knuckles" enthielten, darunter www.moose-knuckles-fans.com, www.mooseknucklesoutletonline.com und www.mooseknucklesca.org.

"Die Markenfälschung im Internet durch illegale Websites ist für unsere Kunden ein großes Problem, da die Websites authentisch wirken und die Produkte ggf. mit nur geringem Rabatt auf unseren empfohlenen Einzelhandelspreis anbieten", sagte Ayal Twik, Präsident von Moose International Inc. "Solche Websites wirken viel vertrauenswürdiger als ein Händler auf einem Flohmarkt. Gewöhnlich sehen die Kunden erst, wenn die Jacke mit der Post ankommt, dass das Produkt von schlechter Qualität ist und sie betrogen wurden."

Um Entdeckung zu vermeiden, arbeiteten die Fälscher mit einer Reihe falscher und unvollständiger Identitäten. "Leider gewährt das Internet Markenfälschern den Vorteil der Anonymität zusammen mit der Möglichkeit, schnell und billig eine Reihe Onlineshops einzurichten, die sie von internationalen Standorten jenseits der Reichweite der Behörden der USA oder Kanadas aus betreiben", sagte Brad Evans, Direktor der Anti-Counterfeiting Strategy Group, die Moose Knuckles in diesem Prozess beriet. "Gerichtsurteile wie diese ermöglichen Unternehmen, welche die Gesetze einhalten, illegale Websites zu deaktivieren und die Aktiva von Fälschern sperren zu lassen. Dies gleicht einen Teil dieses Vorteils aus."
 

Copyright © 2019 Dpa GmbH

ModeBusiness
NEWSLETTER ABONNIEREN