Mothercare schließt rund ein Drittel der britischen Standorte

 
Der britische Baby- und Kinderartikelhändler Mothercare setzt sein Heimatgeschäft einer umfassenden Restrukturierung aus. Bis März 2013 sollen rund 110 Stores in Großbritannien und Irland geschlossen werden, für 40 weitere sollen die Mieten neu verhandelt werden. Damit sinkt die Zahl der Stores von 373 auf 266, die Verkaufsfläche aber nur um 12%. Ein Großteil der Flächen betreffen die Standorte des in 2007 übernommenen Spielzeughändlers Early Learning Center, und solche deren Mietverträge ohnehin in den nächsten zwei Jahren auslaufen würden. Rund 250 Arbeitsplätze sind von den Schließungen betroffen.
Mothercare begründete den Rückzug aus dem Heimatgeschäft mit zu hohen Standortmieten und der allgemeinen Stärkung des Direkt- und Wholesale-Geschäftes. Außerdem will sich Mothercare verstärkt um die Entwicklungsländer kümmern. „In Indien werden jedes Jahr 24 Millionen Babies geboren, in China 19 Millionen; in Großbritannien hingegen nur rund 700.000. Wenn wir davon einen kleinen Anteil erhalten, dann ist das ein recht großes Geschäft“, erklärte Ben Gordon, CEO bei Mothercare. Das Unternehmen hat außerhalb der britischen Inseln 894 Stores in 54 Ländern. Im Ausland werden die Stores durch Franchisepartner oder Joint-Ventures mit lokalen Partnern betrieben. In 2011 sollen rund 150 neue internationale Stores eröffnen, darunter sind auch Markteintritte nach Lateinamerika, genauer Kolumbien und Panama, geplant.
 


Fotos: Mothercare

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