Mutterkonzern von Tiger of Sweden und By Malene Birger senkt Jahresprognose

Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte die IC Group ihre Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahrs. Oder genauer gesagt, die Ergebnisse der verbleibenden Marken, da sich das Unternehmen in jüngster Vergangenheit von mehreren Töchtern getrennt hat.



By Malene Birger


Außerdem erklärte der Konzern, dass die Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr nach unten korrigiert werden müssen. Die beiden verbleibenden Marken – Tiger of Sweden und By Malene Birger – erfreuen sich also offensichtlich nicht gerade bester Gesundheit, wenn auch Tiger of Sweden grundsätzlich besser abzuschneiden scheint.

Im zweiten Quartal (Stichtag: 31. Dezember 2018) stieg der Umsatz um 1,1 Prozent auf DKK 271 Millionen (EUR 36 Mio.), wobei sich der Wert in lokalen Währungen um 3 Prozent verbesserte. Das Wachstum wurde insbesondere vom Großhandelsgeschäft von Tiger of Sweden getragen, das wie erwartet "die positiven Auswirkungen des strategischen Businessplans der Marke widerspiegelt". Insgesamt verbuchte Tiger of Sweden ein Umsatzplus von 3,7 Prozent (5,9 Prozent in Lokalwährungen).

Auch By Malene Birger konnte die Großhandels-Ergebnisse verbessern, doch bekundet das Unternehmen weiterhin Mühe. Der Umsatz fiel um 3,8 Prozent, in Lokalwährungen um 3 Prozent.

Im Einzelhandel mussten beide Marken Rückschläge hinnehmen, das traditionelle Ladengeschäft lief harzig. Flächenbereinigt ergab sich ein Rückgang um bis zu 12,9 Prozent.

Der Bruttogewinn verschlechterte sich von DKK 171 Millionen (EUR 23 Mio.) auf DKK 145 Millionen (EUR 19,4 Mio.) und die Bruttomarge sank um 10,3 Prozentpunkte auf 53,3 Prozent. Dies sei teilweise auf die strukturellen Änderungen und den Verkauf von Peak Performance im Jahr 2017/2018 zurückzuführen.

Unter Ausklammerung der strukturellen Änderungen und der Veräußerung von Peak Performance ergäbe sich mit einem Bruttogewinn von DKK 158 Millionen (EUR 21,2 Mio.) und einer Bruttomarge von 58,3 Prozent zwar dennoch ein Rückgang, aber dieser wäre deutlich weniger stark ausgeprägt. Der verbleibende Margenverlust wurde hauptsächlich mit Rabatten erklärt, die höher gewesen seien als im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2017/2018.

Tiger of Sweden erzielte einen Betriebsgewinn von DKK 4 Millionen (EUR 0,5 Mio.). Im Vorjahr ergab sich an dieser Stelle ein Verlust in Höhe von DKK 3 Millionen (EUR 0,4 Mio.) Die EBIT-Marge von 2 Prozent lag ebenfalls deutlich über der negativen EBIT-Marge von -1,6 Prozent im Vergleichsquartal. Doch der Betriebsgewinn von By Malene Birger war mit einem Rückgang von DKK 5 Millionen (EUR 0,67 Mio.) auf DKK 2 Millionen (EUR 0,27 Mio.) weniger erfreulich, und auch die EBIT-Marge fiel von 6,4 Prozent auf 2,7 Prozent.

Der konsolidierte Betriebsgewinn des Gesamtkonzerns (ohne die vor kurzem verkaufte Marke Saint Tropez) sank von DKK 7 Millionen (EUR 0,94 Mio.) auf DKK 2 Millionen (EUR 0,27 Mio.), vor Abzug der Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Umwandlung der IC Group. Die EBIT-Marge verschlechterte sich von 2,6 Prozent auf 0,7 Prozent.

Wie geht es nun weiter? Das Unternehmen rechnet für das verbleibende Jahr mit einer unverändert schwierigen Marktsituation und die Jahresprognosen sehen in Lokalwährungen einen bescheidenen Umsatzrückgang vor. Bei Tiger of Sweden wird ein leichter Umsatz- und Gewinneinbruch erwartet. Zuvor ging der Konzern davon aus, dass das Einkommen steigen und der Gewinn stagnieren werde. Die neuen Prognosen für die Marke "widerspiegeln eine bescheidenere voraussichtliche Entwicklung in DtC-Kanälen bis zum Jahresende – besonders im Einzelhandel".

Für By Malene Birger wird ein mittlerer Umsatzrückgang und ein "deutlicher Rückgang" des Gewinns erwartet. Auch hier wurden die ursprünglichen Prognosen nach unten korrigiert: Der Umsatz hätte höher ausfallen und der Gewinn stagnieren sollen. Hierbei wurden dieselben Gründe angeführt wie beim Schwesterunternehmen Tiger of Sweden.
 

Übersetzt von Aline Bonnefoy

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