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Veröffentlicht am
28.11.2017
Lesedauer
3 Minuten
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Nachhaltigkeit: Hakro stellt neuen Unternehmensleitfaden "Wirkstoff" vor

Veröffentlicht am
28.11.2017

Der Corporate Fashion-Anbieter aus Schrozberg in Baden-Württemberg setzt mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie "Wirkstoff" Zeichen. Sie umfasst 25 Ziele, mit denen sich das Unternehmen bis 2022 noch nachhaltiger ausrichten möchte.

Carmen Kroll und Thomas Müller - Hakro


Um sein Nachhaltigkeitsmanagement zu untermauern, ist das Textilunternehmen bereits 2015 zwei Abkommen eingegangen: Für das regionale Engagement in Baden-Württemberg unterzeichnete Hakro die "WIN-Charta" der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit des Bundeslands. Für mehr Sicherheit in Produktionsstätten in Bangladesch unterschrieb das Unternehmen den "Bangladesh Accord".
 
2017 folgte dann die erste Kollektion aus Bio-Baumwolle nach dem "Global Organic Textile Standard" (GOTS) und die Partnerschaft mit "Cotton made in Africa" (CmiA).

Die neue Nachhaltigkeitsstrategie "Wirkstoff", die im zweiten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens auf 90 Seiten veröffentlicht wurde, soll jetzt alle fünf Handlungsfelder von Hakro einbeziehen: von der Unternehmensführung über die Produkte, die Mitarbeiter und den betrieblichen Umweltschutz bis zum karitativen und regionalen Engagement.

"Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ‚Wirkstoff’ ist für uns ein ambitioniertes Programm für die nächsten Jahre. Wir greifen in ihr auch die großen Ziele des deutschen Textilbündnisses auf, um die Textilproduktion schrittweise nachhaltiger zu gestalten. Und wir leisten unseren Beitrag, um die ‚Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung’, umzusetzen, die die Vereinten Nationen vor zwei Jahren beschlossen haben. So wollen wir Hakro in den nächsten Jahren zu einem der nachhaltigsten Anbieter von Corporate Fashion machen", sagt Carmen Kroll, die geschäftsführende Gesellschafterin von Hakro.

Im Zuge der Strategie möchte Hakro bis zum Jahr 2022 den Anteil ökologisch und sozial nachhaltig produzierter Baumwolle massiv erhöhen: Er soll dann bis zu 50 Prozent betragen. Zudem will das Unternehmen mögliche Alternativen zu synthetischen, auf Erdöl basierenden Textilfasern untersuchen sowie den Ressourcenbedarf für Etiketten, Hangtags und Umverpackungen deutlich reduzieren.


Um nachhaltig zu agieren, wird allerdings das gesamte Unternehmen der Strategie unterstellt. So ist ein weiteres Ziel auch den Fuhrpark, der aus rund einem Dutzend Pkw und Kleintransporter besteht, schrittweise auf Hybrid- und rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge umzustellen. Die ersten beiden Elektroautos sind demnach bereits seit August im Einsatz. "Wir wünschen uns, dass die E-Mobilität in Deutschland jetzt Fahrt aufnimmt", sagt Geschäftsführer Thomas Müller. "Denn die Unternehmen können mit ihren Dienstflotten hier etwas in Gang setzen."

So sind im Logistikzentrum mehrere Schnellladestationen geplant, die mit Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen auf dem Dächern der Verwaltung gespeist werden. Damit könnte in wenigen Jahren auch der Fuhrpark emissionsfrei sein.  Die Warenauslieferung an die Fachhändler erfolgt bereits seit 2015 klimaneutral durch den Erwerb von CO2-Zertifikaten. Bis zum Jahr 2020 sollen beide Standorte des Unternehmens in Schrozberg rundum klimaneutral sein. 


"Gemeinsam mit unserem tollen Team können wir in den nächsten Jahren in punkto Nachhaltigkeit einiges bewegen. Denn wir wollen Hakro zu einem der nachhaltigsten Anbieter in unserer Sparte machen", so Kroll weiter.
 
Das 1987 als GmbH gegründete Familienunternehmen Hakro hat seinen Ursprung in der von dem Schrozberger Unternehmer Harry Kroll (HaKro) 1969 gegründeten Textil- und Einzelhandelsfirma. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Corporate Fashion, Berufs-, Freizeit- und Sportbekleidung. 2016 erreichten sie mit 155 Mitarbeitern laut eigener Angaben das beste Geschäftsergebnis in ihrer Geschichte.

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