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Nachhaltigkeit prägt Trends auf der Denim Première Vision

Übersetzt von
Felicia Enderes
Veröffentlicht am
05.12.2019
Lesedauer
5 Minuten
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Denim Première Vision schien diese Woche unbeeindruckt von der realen und wirtschaftlichen Kälte, dank einer erweiterten Ausstellerliste und einer belebten Messe im sonnigen, aber kühlen London.


Die neueste Ausgabe von Denim Première Vision in London war gut besucht und reich an Ideen - Photo Sandra Halliday


Das große Thema war Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit. Durch den zunehmenden Fokus auf Denim als eines der umweltschädlichsten Materialien verwandeln sich die Produzenten derzeit in glänzende Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit. Auch wenn das Thema "Greenwashing" damit einhergeht, so sind die Investitionen und die kreativen Ansätze für mehr Umweltschutz echt.

Guglielmo Olearo, International Exhibitions Director bei PV, sagte gegenüber FashionNetwork.com: "Heute ist Nachhaltigkeit keine zusätzliche Anforderung, sondern ein Muss, und diese Branche hat sich im vergangenen Jahr enorm verbessert".

Nachhaltig zu sein, ist heute sowohl eine wirtschaftliche als auch eine ethische Entscheidung. Olearo fügte hinzu, dass "alle Branchen, einschließlich Denim, sich der Tatsache stellen müssen, dass sie in Zukunft weniger Volumen verkaufen könnten. Sie müssen in der Lage sein, ein neues Geschäftsmodell zu finden, um dem Produkt mehr Wert zu verleihen, was mehr Entwicklung und mehr Innovation bedeutet".


Guglielmo Olearo, International Exhibitions Director bei PV - Photo Sandra Halliday


Tatsächlich scheint einiges in Bewegung; besonders interessant ist die Entwicklung in Bezug auf Style-Trends, die dem Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit folgen.

ERDE UND WASSER

Was waren also die Top-Trends? Der Organisator nannte Earth als Schlüsselthema, mit dem Einsatz erneuerbarer Materialien wie "saubere" Leinen- und Hanfmischungen sowie biologische und recycelte Baumwolle oder sogar Soja-Proteinfasern. Unregelmäßige Körnungen verleihen dem hellen, verwaschenen Denim oder dunkleren Tönen Charakter. Es geht um eine "angenehme visuelle Diskontinuität" mit ausfransenden und unregelmäßigen Nähten, die diesen Effekt noch verstärken.

Water ist ein weiteres wichtiges Element, und wieder kommt Nachhaltigkeit ins Spiel. Dem Ruf von Denim als großer Verbraucher von aufbereitetem Wasser wurde durch ein Gewebe entgegengewirkt, für welches 92 % Regenwasser verwendet wurden. Auch im Hinblick auf Style macht Wasser Eindruck. Fade Overdyes sehen aus wie die Oberfläche eines ruhigen Ozeans, während Laserdrucke in komplementärem und kontrastierendem Blau Wasserflecken auf der Oberfläche erzeugen. Dies führt auch zu unscharfen Oberflächeneffekten, "trüben Drucken" und einer "Neuinterpretation des Batiks", die an bewegtes Wasser erinnert. Abgestuftes Blau spiegelt die Farben des Wassers auf Bio-Baumwolle wider.

Bei Mobility dreht sich alles um Bewegung und "sanfte Geschmeidigkeit". Es ist ein "Gefühl einer Sommerbrise, die entspannte und luftige Formen schafft". Die Materialien selbst verbinden Lyocell, Modal und recyceltes Polyester mit Naturfasern, um ein sehr fließendes Gefühl zu erzeugen. Offene Gewebe unterstützen dies, während umweltfreundliche Farbstoffe mit geringem Wasserverbrauch ebenso wichtig sind wie die umwelschonende Laserbearbeitung. Bewegung bedeutet zudem Ungleichmäßigkeit mit knitternden, gesprenkelten und schimmernden Effekten.

Fantasy wiederum ist ein Trend mit satten und zufällig verwendeten Farben. Allover Looks wirken beeindruckend, während kräftig Kontraste die Farbe in all ihren Aspekten hervorhebt. Aber auch diese Richtung hat einen grafischeren Touch mit geordneten Rechtecken, die durch Laserdrucke oder Jacquards erstellt werden. Technische Kontraste, wie Sieb- und Laserdruck oder Pinselstriche, erzeugen ausgefallene Effekte und ungewöhnliche Formen. Auch Metallics kommen hier zum Einsatz, wobei sich die gewagte Ausprägung von Frühjahr/Sommer 2020 hin zu einer subtileren Version für Frühjahr/Sommer 2021 wandelt. Pinselstrich-Metallics bestätigen die Begeisterung der Saison für Unregelmäßigkeiten.

DIE WAHLE DER AUSSTELLER

Diese Trends wurden von einigen der Aussteller der Veranstaltung umgesetzt, sowohl durch die Kreation exklusiver Materialien in Zusammenarbeit mit PV als auch an den eigenen Ständen.  


PG Denim Gründer Paolo Gnutto und einige seiner Stoffe für F/S 21 - Photo Sandra Halliday



Für PG Denim, gegründet von Paolo Gnutti und Lieferant von Marken wie Diesel, Closed, Chanel und Louis Vuitton, stehen für Frühjahr/Sommer 2021 Farbe, Textur sowie Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Für Frühjahr/Sommer 2021 bietet das schnell wachsende Unternehmen eine Linie namens WOW Denim an, die Drucke und Samteffekte auf Basis von Viskoseflocken umfasst. Denim wird zu einer farbenfrohen Vision von Samt, entweder einfarbig bedruckt oder gestreift. Die Studio 54 Linie beschäftigt sich mit Baumwolle, die auf Vinyl trifft. Garage Denim schließlich zeichnet sich durch die metallisierten Farben der 1950er und 60er Jahre aus: "mit Farbpasten, die auf sehr dunklem Stoffhintergrund glitzern und einen unauffälligen Farbeffekt erzeugen".

Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht besonders umweltbewusst scheinen mag, so verfügt das Unternehmen über zahlreiche Zertifizierungen und hat auch ein Färbesystem entwickelt, das den Einsatz von Chemikalien um 40 %, Wasser um 50 % und CO2-Emissionen um 60 % reduziert. Es ist darüber hinaus eines der wenigen Unternehmen auf dem Markt, das eine Reihe von Artikeln anbietet, die aus insgesamt über 60 % recyceltem Material hergestellt wurden.

PG arbeitet eng mit dem Hersteller Berto zusammen, um seine Ideen in die Praxis umzusetzen. Letzterer stellte ebenfalls seine Stoffkollektionen aus. Die Veranstaltung war für das italienische Unternehmen von besonderer Bedeutung, da es sich um die allererste Messe für die Saison Frühjahr/Sommer 2021 handelte. Marketerin Francesca Polato präsentierte uns ihre Kollektion "Free Sprit", die sich an die Millenial-Generation richtet. Ein starker Trend waren Stoffe mit recycelten Schussfäden, die die Indigokette hervorheben und die Liebe zur Farbe in der Saison unterstreichen. Der Hersteller bietet auch Bio-Indigo in weichen Tönen mit Schwerpunkt auf Streifen an. Kreislaufwirtschaft ist ein wesentlicher Punkt für das Unternehmen, das Gewebe aus 65 % recycelten Fasern anbietet.


Kassim Denim will eine nachhaltigere Richtung einschlagen - Photo Sandra Halliday


Das in Pakistan ansässige Unternehmen Kassim Denim erreicht noch keinen so hohen Prozentsatz, aber investiert stark in die Ausrichtung auf ein nachhaltigeres Modell und konzentriert sich dabei auf drei Initiativen. Das neue Endigo-Projekt behauptet, die Herstellung und Färbung von Denim zu revolutionieren, indem es elektrochemische Technologien einsetzt, um Chemikalien zu minimieren. Und mit der solarbetriebenen Maschine ist "das einzige Abfallprodukt ist reiner Sauerstoff", so der Sprecher des Unternehmens Umer Jalil – ein großer Pluspunkt.

Teil des ökologischen Ansatzes ist der Blue Volt-Prozess, der die Kettfäden mit einem patentierten Sprühsystem in einer Stickstoffumgebung färbt. Das Ergebnis? Keine Salzbildung und 85 % weniger Wasserverbrauch. Unterdessen erzeugt ein organisches Reduktions- und Fixiermittel einen Oberflächenfarbstoffeffekt, der zu einem leichteren und natürlicheren Ausbleichen im Waschprozess führt.

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