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Veröffentlicht am
10.11.2017
Lesedauer
4 Minuten
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Neues Digital Cities-Barometer zeigt gemischte Ergebnisse für europäische Städte

Von
DPA
Veröffentlicht am
10.11.2017

Die Economist Intelligence Unit (EIU) hat ein globales, im Auftrag des führenden Telekommunikations- und Technologieunternehmens Telstra durchgeführtes Forschungsprojekt veröffentlicht, welches das Vertrauen von Führungskräften in die digitale Wettbewerbsfähigkeit ihres jeweiligen städtischen Umfelds und Unterstützung der digitalen Ambitionen des Unternehmens bewertet.
Der "Connecting Commerce"-Report enthält das erste Digital Cities-Barometer, ein Ranking von 45 Städten weltweit in fünf Hauptkategorien, die für die Geschäftsentwicklung von Bedeutung sind, nämlich: Innovation und unternehmerische Initiative; Finanzumfeld; Mitarbeiter und Kompetenzen; Entwicklung neuer Technologien; IKT-Infrastruktur. Befragt wurden Führungskräfte in 17 europäischen und britischen Städten, wobei sich die Manager in London und Madrid im globalen Vergleich als besonders zuversichtlich erwiesen.

Dpa


Tom Homer, Telstras Managing Director für EMEA, sagte, der Bericht leiste einen wichtigen Beitrag, um auszuloten, welche Unterstützung Führungskräfte benötigen, um ihr Unternehmen digital zu transformieren und in einer vernetzten Welt erfolgreich zu sein. "Die digitale Transformation kann ein langer und komplexer Prozess sein. In den meisten Fällen werden die vorhandenen internen Ressourcen nicht ausreichen und die Unternehmen müssen sich nach zusätzlicher Unterstützung von außen umsehen. Die stärkste Unterstützung finden sie dabei in der jeweiligen Stadt oder den Städten, in denen sie tätig sind, wobei die Mehrheit der befragten Führungskräfte aus der Wirtschaft glaubt, dass, mit Hinblick auf regierungspolitische Strategien, die von den Kommunalverwaltungen umgesetzten Maßnahmen einen größeren Einfluss als nationale Strategien auf den digitalen Erfolg ihres Unternehmens haben", so Homer.

"Das Umfeld, in dem ein Unternehmen tätig ist, hat grundsätzlich einen direkten Einfluss darauf, ob sich ein Betrieb erfolgreich transformieren kann, und insgesamt 48 Prozent der befragten Führungskräfte sagten, dass ihre Firma erwogen habe, ihren Standort in eine Stadt mit einem günstigeren externen Umfeld zu verlegen. Dies ist etwas, worauf die Regierungen achten müssen, wenn die europäischen Städte aktiv um Wirtschaft, Technologietalente und Finanzierung konkurrieren".

Ein weiterer wichtiger Punkt für den europäischen Markt ist die Stimmung der Befragten, was die Frage des Zugangs zu staatlichen Daten betrifft. Die meisten Führungskräfte glauben, dass die öffentliche Verfügbarkeit von Daten für ihr Unternehmen wichtig sei, insbesondere wenn es darum gehe, den Service für ihre Kunden zu verbessern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Europa bei der Nutzung dieser Daten anderen Märkten voraus ist. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, die im Mai 2018 in Kraft tritt, wird jedoch Auswirkungen darauf haben, wie Regierungen und Unternehmen mit den Daten der Bürger umgehen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsprojekts: Führungskräfte in London und Madrid gehören weltweit zu den zuversichtlichsten, was das Vertrauen in die Fähigkeit ihrer Stadt zur Unterstützung ihrer digitalen Ambitionen angeht, und rangieren auf Platz 9 bzw. Platz 10.

Das Vertrauen in das städtische Umfeld allgemein war am geringsten in Berlin, das insgesamt Rang 45 belegt. Die Stadt landete auch bei Innovation und Unternehmertum trotz ihres pulsierenden Startup-Ökosystems auf Platz 45.

48 Prozent aller Befragten glauben, dass die IKT-Infrastruktur ihrer Stadt für ihre Transformationsbedürfnisse ineffektiv ist.

Führungskräfte in Rom haben insgesamt begrenztes Vertrauen in das Umfeld ihrer Stadt (35.), verglichen mit Mailand (24.), wo die Zuversicht in allen Kategorien mit Ausnahme der IKT-Infrastruktur wesentlich höher als in der Hauptstadt Italiens ist.

Das Barometer zeigt gemischte Ergebnisse für die europäischen Städte, was das allgemeine Vertrauen in das Umfeld betrifft. Die Rangfolge der Städte nach London und Madrid lautet: Barcelona (12.), Kopenhagen (16.), Paris (20.), Oslo (21.), Mailand (24.), Brüssel (25.), Antwerpen (28.), Amsterdam (29.), Marseilles (30.), Stockholm (31.), Birmingham (32.), Rom (35.), Frankfurt (36.) und Rotterdam (41.).

Insgesamt ergab der Bericht, dass die Führungskräfte aus der Wirtschaft relativ zuversichtlich sind, dass ihr jeweiliges städtisches Umfeld die zur Umsetzung ihrer digitalen Ambitionen benötigte Unterstützung bieten kann. "Viele waren sich einig, dass das städtische Umfeld eines Unternehmens untrennbar mit dem Erfolg seiner digitalen Transformation verbunden ist und dass Firmen zum Umzug in eine andere Stadt bereit sind, um den digitalen Wandel möglichst souverän zu bewältigen. 75 Prozent der Befragten glauben, dass Faktoren im externen Umfeld genauso wichtig wie ihre internen Ressourcen für den Transformationserfolg sind", erklärte Homer weiter.

Der "Connecting Commerce"-Report enthält das Digital Cities-Barometer, das auf einer Umfrage unter 2.620 Führungskräften in 45 Städten basiert, die im Juni und Juli 2017 durchgeführt wurde. Die Liste umfasst 23 Städte in der Region Asien-Pazifik, 19 in EMEA und 3 in Nordamerika. Elf Branchen sind vertreten, wobei die meisten Befragten aus folgenden Branchen stammen: professionelle Dienstleistungen, Finanzdienstleistungen, Produktion, Einzelhandel und Bildung. (Ausgeklammert wurden der Telekommunikations- und der Technologiesektor). 42% der Befragten sind auf Vorstandsebene tätig, der übrige Anteil entfällt auf weitere leitende Führungskräfte.

Telstra ist ein führendes Telekommunikations- und Informationsdienstleistungsunternehmen. Es verfügt über Lizenzen in Asien, Europa und den USA und bietet Zugang zu mehr als 2.000 Points of Presence weltweit.

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