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Von
Fabeau
Veröffentlicht am
18.10.2015
Lesedauer
2 Minuten
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Nike plant Women’s-Geschäft zu verdoppeln

Von
Fabeau
Veröffentlicht am
18.10.2015



Nike hat die Frauen für sich als fester Umsatzbringer einkalkuliert. Ganze 11 Mrd. Dollar sollen sie 2020 für Nike-Produkte ausgeben.


Am Nike Headquarter in Beaverton, Oregon soll ein Innovationshub entstehen
Nike's CEO Mark Parker hat seine neue Lieblingszielgruppe fest im Blick. Klar, Fußball und Basketball bleiben wichtig für die Gesamtstrategie, aber Frauen entwickeln sich zu einem ganz eigenen, ungemein wichtigen Segment. Der Caterory verantwortliche VP Jayme Martin hält es sogar für Nike’s „wichigste Opportunity“. Aktuell setzt Nike mit Frauen-Artikeln rund 5,7 Mrd. Dollar um - in 2017 sollen es knapp 8 Mrd. Dollar sein, in 2020 dann sogar gut 11 Mrd. Dollar. Dabei geht es schon längst nicht mehr um Fitness, sondern eher einen „Lifestyle-Shift“: Modische Activewear und Sneaker werden ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil vieler Mode-Stylings. Zunehmend erobern Frauen aber auch die Nike-Kerndisziplinen Basketball und Fußball. Das Nike Sublabel Jordan soll eigenständig von der Kategorie Nike Basketball etabliert werden und soll mit einem verstärkten Approach an die (Basketballschuh tragenden) Frauen seine Erlöse ebenfalls verdoppeln (auf 5,4 Mrd. Dollar).

Milliardenschwere Kampfansage

Insgesamt strebt Nike in den nächsten fünf Jahren einen Umsatzanstieg von aktuell 31 Mrd. auf 50 Mrd. Dollar an. Dabei will der Konzern aus Beaverton, Oregon, nicht nur in bevölkerungsreichen Schwellenländern in Asien und Südamerika wachsen, sondern mit hohen einstelligen Raten auch in Nordamerika und Europa. Das kann nur gehen, wenn man Konkurrenten wie adidas oder Puma in die Schranken weisen will. Bis 2020 sollen etwa 20 Mrd. Dollar allein in Nordamerika erwirtschaftet werden, China soll dann für 6,5 Mrd. Dollar Umsatz stehen. Erreicht werden soll das Wachstum außer mit Innovationen vor allem durch mehr direktes Konsumentengeschäft. Mehr als tausend eigens auf Frauen spezialisierte Conceptstores sollen in den nächsten fünf Jahren eröffnet werden. Insgesamt sollen in 2020 dann über 16 Mrd. Dollar über eigene Vertriebskanäle umgesetzt werden, 7 Mrd. Dollar über eCommerce. Hier zahlt es sich aus, dass Nike frühzeitig in eigene Trainings-Apps und entsprechende eigene Social-Communities investiert hat.

Technologie ersetzt Sourcing



Phil Knight (links) wird Nike verlassen. Mark Parker soll dann Chairman werden
Weiter teilte Parker mit, dass es in den nächsten Jahren gravierende Veränderungen an der Herstellungskette geben werde. In einem neuen Innovationshub am Unternehmenssitz, dem Nike Advanced Product Creation Center, soll an Strategien für eine schnellere, nachhaltigere und technologischere Produktion, u.a. mit neuen Webmaschinen, 3D-Printing und vollautomatischen Prozessen für die Produktion von Turnschuhen, gearbeitet werden. Wie bereits absehbar, konzentriert sich Nike nach dem Verkauf von Umbro und Cole Haan voll auf seine Kernmarke. Laut Parker eine Strategie, die aufgeht: Nike steht so gut da wie nie zuvor.
Der Konzern befindet sich kurz vor einem Managementwechsel. Mitbegründer und Chairman Phil Knight wird den Verwaltungsrat nächstes Jahr verlassen. Parker soll ihm als Chairman nachfolgen. Der Wechsel macht Anlegern offenbar keine Sorgen: Nach Verkündung der neuen Strategie stieg der Kurs deutlich.

Fotos: Nike

© Fabeau All rights reserved.

Tags :
Sport
Business