Online-Shopping: Ausgaben auf mobilen Terminals übersteigen erstmals PC-Einkäufe
Ein neuer Bericht von Nosto kommt zum Schluss, dass mobile Terminals weltweit herkömmliche Notebooks und PCs als Haupteinkaufskanal für Modeartikel abgelöst haben. Kunden geben über mobile Terminals insgesamt mehr Geld aus, so die Schlussfolgerung des Berichts "The State of Fashion eCommerce in 2019".

Für den Bericht wurden mobile Terminals hauptsächlich mit Smartphones gleichgesetzt, Tablet PCs wurden gesondert aufgeführt. 46 Prozent der Onlinekäufe wurden laut Studie über ein mobiles Terminal, 44 Prozent über einen herkömmlichen PC und die verbleibenden 10 Prozent über Tablets getätigt. Insgesamt machen Smartphones und Tablets zusammengenommen also 56 Prozent aus.
Dennoch sollten Computer nicht so schnell als veraltet abgestempelt werden. Wenn Kunden über ihr Smartphone auf den Onlineshop eines Händlers zugreifen, verbringen sie im Schnitt fast 30 Prozent weniger Zeit darin. Das längere Browsen auf herkömmlichen PCs könnte also bedeutende Kaufgelegenheiten generieren.
Wie verlässlich sind die angeführten Zahlen? Das SaaS-Unternehmen Nosto analysierte im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Besuche auf Mode-Webstores weltweit und generierte daraus diese Ergebnisse.
Dabei fiel dem Unternehmen abgesehen von den eigentlichen Transaktionen auch auf, dass 58,1 Prozent der Frequentierung einer Website über ein mobiles Terminal erfolgt – fast doppelt so viel wie über Computer (31,5 Prozent). Somit wird die Funktion der Smartphones als hauptsächlicher Suchkanal bestätigt.
Weiter heben die Autoren hervor, dass Smartphones mehr als nur eine praktische Alternative zum Desktop-Channel sind und das Kundenverhalten sich klar vom herkömmlichen Einkaufsschema unterscheidet.
Wie bereits erwähnt, verbringen Smartphone-Kunden weniger Zeit in den Online-Shops. Laut Nosto ist es für Händler entscheidend, die Onlineerfahrung so zu gestalten, dass Kunden schnell auf ihre Portale zugreifen können und sie ihre Ziele dennoch erreichen.
Doch wenn man bedenkt, dass die Konversionsraten an Desktop-Computern höher sind (2,4 Prozent gegen 1,32 Prozent auf Smartphones), muss daran noch gearbeitet werden. Auch der Umsatz pro Besuch (revenue per visit – RPV) liegt bei Smartphones mit USD 1,44 deutlich unter dem PC-Wert von USD 2,76. Wenn Smartphone-Shopper also weniger Zeit auf den Händlerportalen verbringen (durchschnittlich 164 Sekunden verglichen mit 229 Sekunden für PCs), mangelt es vielleicht nicht nur an der Einkaufserfahrung, sondern vielleicht finden die Kunden auch nicht, was sie suchen.
"Die Modehändler in unserer Studie verzeichnen fast doppelt so viele Zugriffe von Smartphone-Usern, doch stellt sie das vor eine große Herausforderung", so Jim Lofgren, CEO von Nosto: "Smartphone-Nutzer verbringen weiterhin weniger Zeit in Online-Shops, geben pro Besuch weniger aus und es ist weniger wahrscheinlich, dass sie einen Einkauf tätigen".
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